Gestern abend, als wir vom Reiten kamen, schlichen sich dunkle
Gestalten an meinen Mann heran. Es waren unsere Vertrauensmänner
Farhenga, Lupambila (Sadalla fehlte), und um diese Zeit bedeutet das
immer etwas Wichtiges. So war es denn auch: wieder Unruhen! Quawa
hat einen Msagira, den mein Mann in Ubena eingesetzt hatte, getötet.
Die Mageleute hielten zu Quawa und schickten ihm große Vorräte, die
Ruahaleute seien alle weggelaufen.
Mein Mann wollte gleich nach Mage aufbrechen, doch da es schon zu spät
war, um noch vor Sonnenaufgang dort anzukommen und sie zu überraschen,
unterblieb es. Ich war sehr froh darüber, denn meinen Mann auf einem
nächtlichen, zwölf Stunden langen strammen Marsch zu wissen, gehört
nicht zu meinen Freuden. Morgen wird der Tschausch mit Askaris und
Lupambila dahin gehen, das fällt weniger auf, als wenn ein Weißer kommt.
Unser zweiter Elefant ist gleichfalls trotz aller Mühe gestorben;
wahrscheinlich verhungert, trotzdem er riesige Mengen Milch
bekam. Die Kuhmilch mag wohl nicht genügend Nährkraft für einen
Dickhäuterorganismus enthalten. Im „Brehm“ steht nichts über Aufzucht
der Elefanten!