Frühmorgens kam ein Bote aus Iringa mit einer Alarmnachricht von den
Patres: „Quawa sei in der Nähe!“ Tom schickte ihnen sofort Askaris zur
Verstärkung des Postens, der unter diesen Umständen bedroht erschien.
-- Dann feierten wir den Geburtstag Sr. Majestät mit Parade, Salut von
Kanonenschüssen und Ansprache meines Mannes an die Askaris, die ihrem
obersten Kriegsherrn drei kräftige Hurras ausbrachten.
Nach der Parade tranken die Herren bei uns Wein, und abends waren wir
im Kasino. --
Ich vergaß zu erwähnen, daß auch an unserem Hochzeitstage, am 4. Januar
1897, ein Alarmbrief kam. Leutnant Fonck hatte wieder ein Gefecht in
Ubena gehabt! Überall gärt es noch, das Land ist eben noch lange nicht
in Ruhe. Die meisten Frauen und Kinder Quawas sind in der Gewalt der
Station.
Trotzdem von allen Seiten schlimme Nachrichten kommen, welche die
gefährliche Nähe von Quawa und seinem Anhange melden, bewahrt mein
Mann, auf dem die ganze Verantwortlichkeit ruht, eine beneidenswerte
Ruhe.