eine Form, da die Lehrer in den meisten Fällen vorher wissen, wer
da bestehen und wer durchfallen wird. Es wäre auch sonderbar, wenn
die paar Stunden oder Tage des Examens genauere Auskunft über den
Bildungsgrad eines Schülers ermöglichen sollten, als die Monate und
Jahre des regen persönlichen Verkehrs in der Klasse. Gleichwohl
betritt der Abiturient mit einem seltsamen Zagen den Prüfungssaal,
nicht ahnend, daß sein Schicksal schon vor der ersten Frage so gut
wie entschieden ist. Der Schüler, der sich während seiner ganzen
gymnasiastischen Laufbahn durch die lebhafte Betätigung eines
wissenschaftlichen Sinnes ausgezeichnet und den Beweis geliefert
hat, daß er wirkliche Kenntnisse besitzt, wird selbst dann nicht
durchfallen, wenn er in einer Spezialität unglücklicherweise alle
Fragen schuldig bleibt; viel eher ist der umgekehrte Fall denkbar, daß
ein Ignorant, der sich nur oberflächlich »eingepaukt« hat, durch eine
glückliche Konstellation entschlüpfe. Es liegt also nicht der geringste
Grund zur Aufregung vor; aber die Tradition und der Instinkt wirken
hier mächtiger als die reine Vernunft.
In dem Gymnasium meiner Vaterstadt Gröningen hatten die Abiturienten
erst ein dreitägiges schriftliches Examen und dann ein mündliches
von etwa sechs Stunden zu leisten. Das schriftliche war entschieden
die Hauptsache. Es bestand aus drei Extemporal-Aufsätzen, einem
deutschen, einem französischen und einem lateinischen. Die strengste
Klausur sonderte uns während dieser Arbeiten von der Außenwelt ab.
Vor Schluß seines Aufsatzes durfte keiner den Saal und die dazu
gehörigen Räumlichkeiten verlassen. Gegen Mittag lieferte uns der
Pedell etwas kalte Küche; den Angehörigen der Schüler war es nicht
gestattet, sich bei dieser Proviantlieferung zu beteiligen, da es
früher mehrfach vorgekommen war, daß man in Buttersemmeln, Würsten
u. dergl. die nötigen literarischen Hilfsmittel zur Bewältigung der
Themata eingeschmuggelt hatte. Trotz dieser peinlichen Vorsicht gelang
es fast regelmäßig, etwas Verwendbares über die Schwelle zu paschen.
Bei dem Schließen oder Öffnen des Fensters warf man einen Zettel in
den Hof, der das Thema bezeichnete. Treue Freunde, die unten lauerten,
beschafften sofort, was sie an früheren Bearbeitungen desselben
Vorwurfs etc. etc. auftreiben konnten, und legten es im rechten Moment
auf eine gewisse verschwiegene Lokalität, deren Besuch man uns doch
nicht völlig verbieten konnte. Zuweilen gelang es auch, schon Tags
zuvor das Thema ausfindig zu machen, sei es, daß ein Familienmitglied
des Examinators die Sache verriet, sei es, daß wir listigerweise das
Notizbuch des Lehrers durchforschten und so die nötigen Anhaltspunkte
eroberten.
Einmal hatte der Direktor Samuel Heinzerling in Erfahrung gebracht,
der Abiturient Ittmann sei am Abend vor dem Beginn der Prüfung auf
wunderbare Weise in den Besitz des Themas gelangt und werde des Tags
darauf eine Reihe von Manuskripten und Drucksachen mitbringen, und
zwar, um der Möglichkeit einer Visitation auszuweichen, in seinen
Stiefelschäften. Gott weiß, wer hier den Judas gespielt hatte: genug,
Samuel Heinzerling war bis ins einzelne unterrichtet und beschloß, dem
p. p. Ittmann auf eine möglichst humorvolle Weise zu Leibe zu gehen.
Es war die ganze Zeit über abscheuliche Witterung gewesen. Auch am Tage
des lateinischen Aufsatzes herrschte ein großer Schmutz in den Straßen.
Hierauf gründete Samuel seinen Plan.
Als Ittmann im Saale erschien, trat der Direktor freundlich lächelnd
auf ihn zu und reichte dem überraschten Schüler die Hand.
»Kommen Sä, läber Ättmann,« sagte er schmunzelnd, »äch weiß, Sä neigen
sehr stark zor Erkältong ...«
Hiermit führte er den Erstaunten nach dem Ofen, wo ein Stiefelzieher
und zwei Pantoffel standen.
»So, läber Ättmann, äch habe Ähnen da ein paar Pantoffel besorgt, damit
Sä säch ja nächt verderben. Zähen Sä Ähre Stäfel höbsch aus. Äch bän
öberzeugt, Sä haben säch nasse Föße geholt.«
»Sie sind zu gütig, Herr Direktor,« stammelte Ittmann, »aber ich habe
wirklich ganz trockene Füße. Ich danke recht sehr.«
»Es wärd doch besser sein, wenn Sä dä Schohe dort anzähn. Sä sänd mär
än der letzten Zeit wäderholt onwohl gewesen ...«
»Das ist ganz vorüber, Herr Direktor. Ich fühle mich jetzt vollständig
frisch.«
»Eben, weil Sä säch fräsch föhlen, sollen Sä säch nächt wäder erkälten.
Machen Sä jetzt keine Omstände; äch meine es goot mät Ähnen!«
»Ohne Zweifel, Herr Direktor. Ich verspüre aber nicht den geringsten
Anflug von Nässe. Lassen Sie lieber den Schierlitz die Pantoffel da
anziehen: der hat einen viel weiteren Weg als ich.«
»Nein, nein! Der Schärlätz äst eine roboste Nator! Sä allein haben mär
den verflossenen Wänter fortwährend öber Katarrh geklagt. Jetzt machen
Sä mäch nächt ongedoldäg, ond entledägen Sä säch so rasch wä möglich
Ährer Stäfel! Äch befähle es Ähnen!«
Ittmann war der Verzweiflung nahe. Seine angeborene Geistesgegenwart
half ihm jedoch auch diesmal über die Klippe hinweg.
»Nun denn, Herr Direktor,« sagte er mit einer artigen Verbeugung, »so
nehme ich dankbar an.«
Mit diesen Worten ergriff er die Pantoffel und den Stiefelzieher und
eilte der Tür zu.
»Wo wollen Sä hän?« rief Samuel Heinzerling.
»Herr Direktor, Sie werden mir zutrauen, daß ich so viel Lebensart
besitze, um meine Stiefel nicht in Ihrer Gegenwart auszuziehen. Ich
verfüge mich da neben ins Konferenzzimmer.«
Samuel Heinzerling trat auf ihn zu, klopfte ihm auf die Schulter und
flüsterte mit einem halbunterdrückten Lächeln:
»Wässen Sä was? Gehn Sä läber nach Hause ond wechseln Sä zo Haus Ähre
Stäfel! Sä haben säch öbrägens goot herausgehauen, wärkläch, sehr goot!
Das moß Ähnen der Neid lassen.«
»Aber, Herr Direktor, ich versichere Sie ...«
»Machen Sä, daß Sä fortkommen ond versächern Sä mäch läber nächts.
Äch denke, Sä wässen am besten, wo der Schoh Sä dröckt. Aber äch sage
Ähnen, auf dem Fooß stehen wär nächt mäteinander, wenn das Examen
anfängt! Sä sänd mär ein onreeller Kamerad! Verstehn Sä mäch?«
»Herr Direktor,« versetzte Ittmann mit einem Blick auf seine Stiefel,
»ich habe heute morgen schon so viel eingesteckt, daß ich auch diesen
Vorwurf einstecken und Sie um dauernde Nachsicht ersuchen will.«
Samuel Heinzerling lachte.
Ittmann aber eilte nach Hause und erschien diesmal ohne die
Eselsbrücken. Sei es nun, daß das Erlebnis mit Samuel Heinzerling
seinem Geiste eine besondere Elastizität verlieh, sei es, daß der
Direktor ein hervorragendes Wohlwollen entwickelte, kurz, der Schüler
erhielt die Note eins.
Der lateinische Aufsatz, den ich zur Bekundung meiner Reife verabfolgen
mußte, betraf den Kaiser Tiberius.
Ich habe nun bereits in meiner Skizzensammlung »Aus Sekunda und Prima«
hervorgehoben, daß die Weltgeschichte von je meine schwache Seite
gewesen. Von Tiberius insbesondere wußte ich nur sehr wenig Positives,
-- etwa, daß er des Kaiser Augustus Nachfolger gewesen; daß er sich
durch Grausamkeit und Willkür ausgezeichnet; daß er einen Günstling,
namens Sejanus, besessen und schließlich von Macro mit einem Kissen
erstickt worden sei. Nun verstand ich es zwar, solche geringfügige
Anhaltspunkte möglichst ausgiebig zu verwerten: aber das Gold meines
Wissens wollte diesmal, noch so breit geschlagen, nicht ausreichen, um
den gewaltigen Raum eines Abiturientenaufsatzes zu bedecken.
Hier half ich mir nun auf folgende sinnreiche Weise, die ich jedem
Primaner unter gleichen Verhältnissen auf das wärmste empfehlen möchte.
Ich hatte zufällig wenige Tage zuvor eine interessante Monographie über
den Kaiser Augustus gelesen, deren Einzelheiten mir noch ziemlich treu
im Gedächtnis hafteten. So begann ich denn meinen Aufsatz wie folgt:
»Nach dem Tode des Cäsar Octavianus Augustus bestieg der tückische,
menschenfeindliche Tiberius den Kaiserthron. Es gelang ihm schon nach
kurzer Frist, sich in allen Teilen des Reichs gründlich verhaßt zu
machen, denn er bildete durchweg den schroffsten Gegensatz zu dem
wohlwollenden, gerechten, kunst- und literaturfreundlichen Augustus.
Dieser Kontrast mußte die Antipathie der Römer noch beschleunigen und
vertiefen. Augustus hatte das und das getan, diese und jene Einrichtung
getroffen, so und so die Verhältnisse des römischen Volkes geregelt;
von alledem finden wir bei Tiberius keine Spur. Augustus und seine
Freunde Messala, Pollio und Mäcenas waren Kenner der griechischen
Dichter, deren Werke man in öffentlichen Bibliotheken sammelte; in
der Umgebung des Tiberius dagegen finden wir weder einen Mäcenas noch
einen Messala noch einen Pollio. Augustus war auch äußerlich eine sehr
angenehme Erscheinung. Ein heiterer Friede ruhte auf seinem Antlitz. Er
machte den Eindruck eines biederen, würdevollen und geistig bedeutenden
Alten. Ganz anders Tiberius, von welchem uns dergleichen nirgends
berichtet wird.«
Auf diese Weise gab ich eine sehr detaillierte Geschichte des Augustus
und fügte nur von Zeit zu Zeit die Bemerkung hinzu, das sei bei
Tiberius anders gewesen.
Nachdem ich so mein Wissen erschöpft hatte, schloß ich wie folgt:
»Leider ist die Zeit bereits zu sehr vorgerückt, als daß es mir noch
möglich wäre, auf die übrigens allbekannten Einzelheiten der so
verhängnisvollen Regierung des Tiberius näher einzugehen. Erwähnen
will ich noch, daß er, wie fast alle Tyrannen, auf unnatürliche Weise
endete. Ja, es gibt eine Nemesis der Weltgeschichte, deren furchtbares
Walten nur der Tor leugnen wird! ~Est modus in rebus, sunt certi
denique fines!~«
Und dann sprach ich noch den üblichen Wunsch aus:
»~Spero fore, ut, quae hodie conscripsi, rectori gymnasii doctissimo,
illustrissimo, justissimo mire placeant.~«
Meine Hoffnung ging in Erfüllung. Die umfassenden Kenntnisse, die
ich im Punkte des Augustus entwickelt hatte, reichten aus, um meine
tiberianische Unwissenheit zu bemänteln.
Minder glücklich war ein Abiturient namens Glaser, der einen deutschen
Aufsatz über die Völkerwanderung zu schreiben hatte und, wie Sokrates,
nur eins wußte: daß er nichts wußte.
Er begann sein Thema wie folgt:
»Indem ich an die heutige Aufgabe heran trete, erinnere ich mich der
alten Vorschrift, daß der wahre Philosoph niemals über einen Gegenstand
reden darf, ohne ihn des näheren definiert zu haben.
Was heißt Völkerwanderung? Augenscheinlich bedeutet dieser Ausdruck
eine Wanderung von Völkern. Fragen wir nun zunächst: Was ist ein Volk?
so liegt es klar zutage, daß sich dieser Begriff nicht so in aller
Kürze fixieren läßt. Wir müssen daher etwas weiter ausholen. Schon in
den ältesten Zeiten ...«
Und nun folgte eine graziös stilisierte Musterkarte historischer Data,
wie sie in dem Kopfe des pfiffigen Schülers nach und nach hängen
geblieben war. Die Ägypter, die Assyrer und Meder spielten hier eine
bedeutsame Rolle. Ein längerer Abschnitt war dem auserwählten Volk
Gottes gewidmet, dem Volk ~par excellence~. Dann sprach Theophil Glaser
von den Volksrechten, von den verschiedenen Staatsformen usw. usw.
Die Hälfte des Aufsatzes war hiermit zurückgelegt. Der Schüler fuhr
fort:
»Wir kommen nun zu dem zweiten Teile unserer Definition: Was ist eine
Wanderung?« Ein Problem, das er in ähnlicher Weise löste, wie das des
Volkes.
Als er endlich den Begriff der Völkerwanderung glücklich
zusammengesetzt hatte, war die gegebene Frist abgelaufen, und hastig
warf er die heuchlerische Phrase auf das Papier:
»Zu meinem größten Bedauern muß ich hier schließen, denn ich höre das
heisere Metall des Pedellen.«
Theophil Glaser bestand zwar im deutschen Aufsatze »~cum laude~«,
in der Geschichte aber fiel er trotz seiner glänzenden Definitionen
unwiderruflich durch.
Die Lehrer wollten nicht glauben, daß nur Quaddler daran schuld war,
wenn Glasers Abhandlung des versöhnenden Schlusses entbehrte.
Druck: J. Neumann, Neudamm.
Empfehlenswerte Werke.
Verlag von J. Neumann in Neudamm.
Für jede Familienbibliothek,
besonders aber für die Hausfrau auf dem Lande.
Sofiensruh.
Wie ich mir das Landleben dachte,
und wie ich es fand.
Von =S. Jansen=.
=Zweite=, kürzlich neu erschienene Auflage.
Preis fein geheftet =4 Mk.=, hochelegant gebunden =5 Mk.=
Ein =prächtiges, rein aus dem Leben geschöpftes Werk= von
=eigenartiger, frischer, humorvoller= Darstellung, dessen =erste
Auflage= in noch nicht =sieben Monaten vergriffen= gewesen ist. Die
Verfasserin, Stadtfrau und in der größten norddeutschen Handelsstadt
angesessen, kauft sich in der Nähe ihrer Heimat ein kleines Landgut,
welches sie selbst mit größtem Verständnis bewirtschaftet. Ihre
=wenigen Freuden= und die =große Zahl der Sorgen= schildert uns die
Dichterin nun in einer Form, wie sie =lebenswahrer= und doch =zum
Gemüte sprechender= nicht gedacht werden kann. Wir haben hier eine
=seltene Perle moderner Erzählerkunst= vor uns und ein Buch, das ein
=vorzügliches Festgeschenk=, namentlich für =unsere Hausfrauen=,
genannt zu werden vollauf verdient.
=Die Kritik= hat sich über =»Sofiensruh« durchweg ungemein anerkennend=
geäußert. Wir geben folgende Kritikauszüge wieder:
=Der Tag in Berlin.= »Ein +sehr amüsantes+ Buch -- und ein
+sehr nachdenkliches+ Buch, nachdenklich im Sinne Fontanes,
als etwas, über das man viel nachdenkt. Ich habe +viel dabei
gelacht+ und doch +viel dabei gelernt+. +Mark Twainisch+ fängt
es an, mit grotesken Zirkusplätzen, und geht dann doch in den
schönen niederdeutschen, etwas =schwermütigen Humor= über, den
wir an =Klaus Groth= und =Fritz Reuter= so sehr lieben. Und
das schönste daran ist, daß alles, was in dem Buche steht, so
gar nicht erfunden und bloß ausgedacht ist, sondern in jeder
Zeile den +unverkennbaren Stempel der erlebtesten Wahrheit+
trägt. ... +Städter+ und +Agrarier+ sollten diese meistens
grotesk +lustigen+ und doch so +bitterernsten+ Schilderungen
und Erlebnisse genau studieren, die ersteren, um zu begreifen,
unter welchen unerhörten Schwierigkeiten der Landwirt heute der
Natur und seinem Helferpersonal sein Leben abzuringen hat, die
letzteren, um endlich darüber klar zu werden, daß ohne eine
gründliche, an die Wurzel gehende Umgestaltung des ländlichen
Arbeitsverhältnisses über lang oder kurz jede größere
Wirtschaft zugrunde gehen muß. ... +In Zolas furchtbarem »~La
Terre~« sind die Tatsachen eigentlich nicht viel krasser+; sie
sind eben nur durch ein bittereres Temperament gesehen. ... Wie
gesagt: ein +nachdenkliches+ Buch! Ein sehr +nachdenkliches+
Buch! Und wird keiner kommen dürfen und sagen, ein »Hetzer«
habe es geschrieben.
~Dr.~ Franz Oppenheimer.«
=Das Daheim in Leipzig.= »... Es ist ein +heiteres+ und
+erfreuendes+ und zugleich ein +trauriges+ und +betrübendes+
Buch. Es ist heiter und erfreuend, weil wir in ihm eine
=prächtige deutsche Frau= kennen lernen, +voll Mutterwitz,
gesundem Verstande, Tatkraft und zähem Wollen+, die überdies
noch über eine sehr +ungewöhnliche Gabe der Schilderung und
der Charakterisierung+ verfügt. ... Unser Buch ist gerade in
seinen Einzelschilderungen auch =kulturgeschichtlich= +von
großem Wert+, es zeigt uns aber vor allem, unter wie +unsagbar
schwierigen Verhältnissen+ heute vielfach die Landwirtschaft in
Deutschland betrieben wird.
Th. H. Pantenius.«
=Gartenlaube in Leipzig.= »... Der Titel »Tagebuch« ist im
allgemeinen nicht gerade vertrauenserweckend; es verbirgt sich
gemeinhin zu viel Eitelkeit und Selbstbespiegelung, zu viel
Absicht und Verlogenheit dahinter. +Hier aber ist+ =Wahrheit
von Anfang bis zu Ende=, +ist Erdgeruch und Eigenart+, =ein
Stück Leben=, +das sich in aller Schlichtheit des Empfindens,
ohne jede Pose, offenbart+ ... Und welch +goldiger Humor+
verklärt nicht all die großen und kleinen Fehlschläge,
welche +Herzensgüte und Vornehmheit der Gesinnung+ offenbart
sich nicht darin, wie diese Frau sich zu den Menschen, zum
Leben stellt! +Wahrlich+, »=ein Frauenbuch=«, +auf das die
Geschlechtsgenossinnen der Autorin nicht stolz genug sein
können+, dessen Lektüre mehr als ein Zeitvertreib, ein gute
Unterhaltung ist! ... Möge +das schöne Buch+ vielen zu einem
+Freund+ und +Wegweiser+ werden.«
Für jede Familien- und Hausbibliothek empfohlen:
=Entwickelungsgeschichte der Natur.= Von =Wilhelm Bölsche=.
Zwei Bände, 1646 Seiten, 785 Abbildungen, 16 Tafeln in
Schwarz- und Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden =18
Mk.= In Halbleder hochfein gebunden =22 Mk.=
=Die Physik.= Von =H. Maser=, Professor =~Dr.~ P. Richert=
und Dipl. Ing. =A. Kühns=. Zwei Bände, 1745 Seiten, 1183
Abbildungen, 10 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein
gebunden =18 Mk.= In Halbleder hochfein gebunden =22 Mk.=
=Die Chemie.= Von =~Dr.~ Max Vogtherr=. Ein Band, 847 Seiten,
421 Abbildungen, 5 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen
fein gebunden =9 Mk.= In Halbleder hochfein gebunden =11 Mk.=
=Das Mineralreich.= Von Professor =~Dr.~ Georg Zürich=. Ein
Band, 754 Seiten, 521 Abbildungen, 8 Tafeln und Beilagen in
Schwarz-Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden =9 Mk.= In
Halbleder hochfein gebunden =11 Mk.=
=Das Pflanzenreich.= Von Professor =~Dr.~ K. Schumann= und
Professor =~Dr.~ E. Gilg=. Ein Band, 858 Seiten, 480
Abbildungen, 6 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein
gebunden =9 Mk.= In Halbleder hochfein gebunden =11 Mk.=
=Das Tierreich.= Von Professor =~Dr.~ L. Heck=, Professor
=Paul Matschie=, =Bruno Dürigen=, =~Dr.~ Ludwig Staby=,
=E. Krieghoff=, Professor =~Dr.~ v. Martens=. Zwei Bände,
2222 Seiten, 1455 Abbildungen, 12 Tafeln in Schwarz- und
Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden =18 Mk.= In
Halbleder hochfein gebunden =22 Mk.=
=Länder- und Völkerkunde.= Von =~Dr.~ F. W. Paul Lehmann=.
Zwei Bände, 1646 Seiten, 1024 Abbildungen, 11 Tafeln in
Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden =18 Mk.= In
Halbleder hochfein gebunden =22 Mk.=
=Weltgeschichte.= Von =M. Reymond=. Zwei Bände, 1672 Seiten,
841 Abbildungen, 16 Bildertafeln und 10 bunte, historische
Karten. Preis in Leinen fein gebunden =18 Mk.= In Halbleder
hochfein gebunden =22 Mk.=
=Kunstgeschichte.= Von Professor =~Dr.~ Max Schmid=. +Nebst
einem kurzen Abriß der Geschichte der Musik und Oper+,
herausgegeben von =~Dr.~ Clarence Sherwood=. Ein Band,
842 Seiten, 411 Abbildungen, 10 Tafeln in Schwarz- und
Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden =9 Mk.= In
Halbleder hochfein gebunden =11 Mk.=
=Geschichte der Weltlitteratur= +und des Theaters aller Zeiten
und Völker+. Von =Julius Hart=. Zwei Bände, 1886 Seiten, 825
Abbildungen, 16 Tafeln in Schwarz- und Farbendruck. Preis in
Leinen fein gebunden =18 Mk.= In Halbleder hochfein gebunden
=22 Mk.=
=Gesamtregister= bearbeitet von =der Verlagsbuchhandlung=.
Ein Band von etwa 300 Seiten. Das Gesamtregister wird jedem
Abnehmer des Gesamtwerkes, also dem Käufer aller sechzehn
Textbände, kostenlos geliefert; sonst wird es abgegeben:
in feinen Leinenband gebunden, zum Preise von =6 Mk.=, in
hochfeinen Halblederband gebunden zum Preise von =8 Mk.=
Alle Werke zeichnen sich neben anerkannt vorzüglichem Text durch
=ungemein billigen Preis=, =reichen, prächtigen Bilderschmuck= und
=geschmackvolle Einbände= aus. Es sind Bücher, =welche zu den ersten
Schätzen unserer Literatur= gehören; auf jedem =Weihnachtstische=
werden sie überall Freude und Bewunderung hervorrufen.
Reich illustrierte Probehefte aller Werke werden umsonst
und postfrei geliefert.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Verlag von J. Neumann in Neudamm.
Für Kriegsveteranen, Volksbibliotheken und zu
Prämienzwecken.
Aus großer Zeit.
Bilder
aus dem Kriegsleben eines pommerschen Jägers.
Von
=Paul Lehmann-Schiller.=
+Mit erläuternden Abbildungen.+
Preis hochelegant gebunden =5 Mk.=
=Die Literatur über Kriegserinnerungen= ist nicht gering, aber auch der
Interessentenkreis für solche Werke ist ein großer. Unter den vielen
Büchern dieses Genres nimmt obengenanntes, das erst im Jahre 1903
erschienen ist, =nicht den letzten Platz= ein. Die Kritik nennt es mit
Recht ein =prächtiges, rein aus dem Leben geschöpftes Buch für jung
und alt=! Sein Verfasser ist heute Direktor des Schiller-Gymnasiums
zu Stettin. Nach Ausbruch des Krieges 1870 machte er sofort das
Abiturientenexamen und trat als Einjährig-Freiwilliger bei den
=Greifswalder, pommerschen, zweiten Jägern= ein. Nach der Schlacht von
Sedan zur Belagerung von Metz ins Feld geschickt, machte Lehmann diese,
die Belagerung von Paris (Champigny) und die Jagd auf Bourbaki durch
das südöstliche Frankreich mit. -- Wir lesen das =humorvolle Tagebuch
eines jungen Idealisten, dreißig Jahre später durchgearbeitet und in
seinem Stoff gesichtet von dem gereiften Manne=, mithin ein Werk,
dessen Lektüre mehr bietet, wie die meiste stoffverwandte Literatur,
und sich dem =alten Feldzugssoldaten=, wie dem =Freunde deutscher
Geschichte zum Genuß= gestaltet. Auch =kulturgeschichtlich=, sowohl
=für deutsche=, wie =namentlich für französische Verhältnisse=, bietet
das Buch viel. Besonders aber werden die meist =hochdeutsch=, aber
vielfach auch in =echt vorpommerschem Platt= gegebenen Schilderungen
durch ihren =frischen= und =humordurchwehten Ton= seinem Besitzer
genußreiche Lesestunden bereiten.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Verlag von J. Neumann in Neudamm.
Schönstes Buch für die wirklich reifere Jugend,
besonders für zukünftige Forstleute, Jäger und Landwirte.
Das Jägerhaus
am Rhein.
Jugenderinnerungen eines alten Weidmannes.
Dem jägerischen Nachwuchse erzählt von
=Oberländer=.
Mit 104 Originalabbildungen von Jagdmaler =C. Schulze=.
Preis hochelegant gebunden =8 Mk.=
=Das Jägerhaus am Rhein= will den Sinn für =echt weidmännisches Fühlen
und Denken=, sowie für die =Liebe zur Natur= schon =in der Brust des
Knaben= wecken, aus dem später einmal ein tüchtiger und weidgerechter
=Jäger= werden soll. Die Lehren geschehen an der Hand einer prächtigen
und überall in edelstem Sinne unterweisenden Schilderung von
=Oberländers eigenen Jägerlehrjahren= und dabei nicht etwa im trockenen
Schulmeisterton, sondern in einer =so glücklichen und anziehenden
Form=, daß das Buch nicht allein eine hervorragende Bildungsschrift für
die =reifere Jugend= genannt werden kann, sondern auch dem =erfahrenen
Weidmanne=, der sich bei Oberländers Schilderungen vielfach in seine
eigene Jugend zurückversetzt sieht, das größte Interesse abgewinnen
muß. Jedem Jüngling, dem das =erste Gewehr= soeben =anvertraut wurde=,
oder der es demnächst =führen soll=, müßte mit diesem =Das Jägerhaus am
Rhein= in die Hand gegeben werden; die Lehren =Oberländers= werden so
unendlich viel Gutes schaffen. Das reich und wunderhübsch illustrierte
Buch ist mithin besonders =als Festgeschenk= für die wirklich reifere
Jugend geeignet und namentlich für den in der =Jagd-=, =Forst-= oder
auch in der =Landwirtschaftslehre= stehenden zukünftigen Jäger.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Verlag von J. Neumann in Neudamm.
Schönstes Geschenkwerk für die Jugend,
besonders für Jäger-, Forstmanns- und Landkinder im Alter
von acht bis vierzehn Jahren.
Aus der
Waldheimat.
Deutsche Wald- und Jägermärchen
für jung und alt.
Erzählt von
=Ernst Ritter von Dombrowski=
und reich illustriert von =Hans Rudolf Schulze=-Berlin.
Preis hochelegant gebunden =4 Mk.=