4. Jene Wesenskultur erhebt den Anspruch, allein dem Leben einen

Selbstwert und eine innere Freudigkeit zu verleihen. Damit stellt

sie sich in Gegensatz zu einer Gestaltung des Lebens, welche die

materiellen Aufgaben zur Hauptsache macht und die ideellen nur als

einen Anhang und eine Hilfe behandelt. Auch hier entspringt die Gefahr

aus einer Wendung des Lebens, die viel Förderung mit sich brachte.

Die wirtschaftlichen Fragen waren in früheren Zeiten viel zu sehr

im Hintergrunde geblieben, und es hing damit eng zusammen, daß die

geistige Bewegung in vollem Sinne auf enge Kreise beschränkt blieb,

daß die Kultur sich zu wenig von unten her emporhob, zu sehr nur von

oben her niedersenkte. So tun sich neue Ausblicke auf, wenn darin

eine Wandlung erfolgt. Aber wiederum entsteht die Gefahr, daß dies

Neue das ganze Leben und alle Kraft des Menschen an sich reißt und

im Gewinn selbst den Gesamtstand niederdrückt; die wirtschaftlichen

Fragen nehmen schon jetzt die leitende Stellung ein, wie auch der

gegenwärtige Weltkrieg im letzten Sinne einen wirtschaftlichen Grund

hat: das gewaltige wirtschaftliche Vordringen Deutschlands, der

Widerstand und der Neid der anderen Völker dagegen. Die Notwendigkeit,

die ungeheuren Verluste dieses Krieges leidlich wieder auszugleichen,

drohen die wirtschaftlichen Fragen noch mehr zur Hauptsache zu

machen. So elementaren Forderungen gegenüber vermögen schöne Worte

und salbungsvolles Zureden nichts, sondern ihnen ist nur dadurch eine

Schranke zu ziehen, daß die innere Leere aller bloßmateriellen Erfolge

durchschaut wird, und daß zugleich eine starke Sehnsucht nach einem

Lebensinhalt erwacht, dieser Sehnsucht aber auch die Möglichkeit

einer Erfüllung geboten wird. Es muß eine Bewegung entstehen, welche

die Hauptrichtungen des schaffenden Lebens in Religion, Philosophie

und Kunst wieder mehr in ein ursprüngliches Wirken versetzt, aus

eigener Erfahrung, nicht aus der vergangener Zeiten, welche damit

der sichtbaren Welt eine innere Welt entgegenhält, welche nicht

den Menschen, wie er ist, befriedigt, sondern wesentlich mehr aus

dem Menschen macht. Schließlich gilt es heute einen Kampf um eine

geistige Selbsterhaltung, nicht bloß des einzelnen Menschen, sondern

der gesamten Menschheit, um die Rettung einer Seele des Lebens, für

die alle Erfolge nach außen hin keinen Ersatz gewähren. Solcher Kampf

fordert neben anderem auch eine Selbstbesinnung und Selbstvertiefung

durch Denkarbeit. Und wie der Ausgangspunkt, so ist auch das

Hauptproblem des Denkens das Leben sowohl in dem, was es uns bietet,

als in dem, was es von uns fordert.

Folgerungen für die Ausbildung eines deutschen Lebensstiles.

Es liegt in der deutschen Art, die Probleme der Zeit mit großem

Ernst und Eifer mitzuerleben; zugleich aber haben wir auch bei uns

besondere Probleme, für die vielleicht auch eine Philosophie des Lebens

nicht nutzlos ist. Diese Probleme erwachsen aber vornehmlich aus der

Schwierigkeit, die gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mit ganzer

Seele festzuhalten und dabei einen eigentümlich deutschen Lebensstil

auszubilden.

1. Es hat aber diese Schwierigkeit zwei Hauptgründe: einmal sind uns

die Grundelemente geistigen Lebens zunächst von draußen zugeführt, und

es besteht die Gefahr, daß wir sie uns nicht genügend in Fleisch und

Blut verwandeln; sodann aber enthält unser eigenes Wesen Gegensätze,

die sich schwer miteinander ausgleichen lassen. Was jenes betrifft,

so empfingen wir unsere Religion vom Christentum; gewiß entsprach

im innersten Wesen des Christentums manches der deutschen Art, und

hat der Deutsche diese Art eben durch das Christentum erst voll zur

Geltung gebracht; aber alle Anerkennung dessen läßt die Frage offen,

ob die Form, in der das Christentum vom sinkenden Altertum her an den

Deutschen kam, nicht auch manches ihm Fremde enthält, und ob hier

nicht eine Aufgabe vorliegt, die auch durch die Reformation noch

nicht genügend gelöst ist. Die Kultur aber kam uns vom Altertum her,

und am Empfangenen haben wir unsere eigene Art herangebildet, gerade

an den Höhepunkten unseres Schaffens erwies sich die Berührung als

fruchtbar. Und doch ist der Zweifel nicht abzuweisen, ob die Verbindung

von Altem und Neuem vollauf gelungen ist, ob hier nicht auch Elemente

in unser Leben eingeflossen sind, die wir als halbfremd empfinden,

wie zum Beispiel selbst bei den Schöpfungen des späteren Goethe, ob

demnach nicht auch hier noch manches zu klären und sichten bleibt.

Endlich aber sind uns von den westlichen Völkern nicht nur äußere

Lebensformen, sondern auch politische Ideale zugeführt; wir haben

dadurch manche Aufrüttelung und Förderung erfahren, aber zugleich wird

uns auch viel Fremdes auferlegt und oft zu bereitwillig aufgenommen.

Jene Völker haben zum Beispiel einen eigentümlichen Begriff von

Freiheit, der sich von dem in unserem Wesen angelegten wesentlich

unterscheidet: jene erstreben mehr eine Gleichheit, während wir auf

eine Gliederung nicht wohl verzichten können; so ist ihr Begriff von

Demokratie sehr verschieden von dem, den wir gemäß unserer Art fordern

müssen. Daß wir in all diesen Punkten viel zu nachgiebig sind, viel zu

wenig unsere eigene Art herausarbeiten und zur Geltung bringen, kann

kein Unbefangener leugnen. Der Deutsche bleibt hier sich selbst eine

Aufgabe, eine Aufgabe gerade am heutigen Tage.

Daß aber die Herausarbeitung des eigenen Wesens so viel Mühe macht,

das liegt zum guten Teil daran, daß dieses Wesen in sich selbst

verschiedene, ja entgegengesetzte Bewegungsrichtungen trägt, ja

daß es eine eigentümliche Doppelheit aufweist. Als Hauptgegensatz

erscheint dabei der von Seele und Arbeit, er geht durch die ganze

deutsche Geschichte. Einmal enthält unsere Art das Verlangen, eine

selbständige Innenwelt zu bilden und von ihr aus, ja für sie das

Leben zu führen. Zugleich aber enthält sie ein nicht minder starkes

Verlangen, in der sichtbaren Welt zu wirken und sie den Zwecken des

Menschen zu unterwerfen. Daraus entsteht leicht eine Gefahr für das

Ganze des Lebens, denn wenn diese beiden Forderungen sich nicht

genügend zusammenfinden, ja sich miteinander zerwerfen, so ist ein

Sinken nicht zu verhüten; die seelische Tätigkeit wird sich dann

leicht von der Welt ablösen und ins Formlose verlieren, die Arbeit

aber zu sehr ein bloßstoffliches Sammeln und Anhäufen werden. Schon

das treibt den Deutschen über den nächsten Stand der Dinge hinaus,

daß zur Überwindung dieses Gegensatzes der Gewinn eines neuen

Standortes unentbehrlich ist; ja man darf sagen, daß schon durch

diesen Gegensatz der deutschen Art ein Zug zur Metaphysik unausrottbar

eingepflanzt ist. Weitere Konflikte aber erzeugt die geistige Arbeit

selbst. Denn einerseits sehen wir die Deutschen eifrig bemüht, alle

Mannigfaltigkeit zusammenzuhalten, alle Gegensätze auszugleichen,

nichts vom Lebensbestande aufzugeben, alles in eine Harmonie oder

doch in eine zusammenhängende Bewegung zu bringen, kurz in einem

versöhnenden Sowohl -- Als auch zu denken. Nicht minder stark aber

wirkt im deutschen Wesen das Verlangen, die Gegensätze mit vollster

Schärfe hervorzukehren, das Unterscheidende jeder Seite zu betonen,

alle Vermittlung oder Abschwächung als eine Verflachung abzuweisen,

das Leben damit unter ein unerbittliches Entweder -- Oder zu stellen.

Jenes gewahren wir in Persönlichkeiten wie Leibniz, Goethe, Mozart,

Hegel, die andere Art bei Luther, Bach, Kant, Schiller, Beethoven.

Jene Art enthält die Gefahr einer Abschleifung und eines zu raschen

Hinwegeilens über die Dunkelheiten des Lebens, diese die andere, das

Leben auseinanderzureißen und auseinanderfallen zu lassen. So haben

beide Seiten dem Ganzen des deutschen Lebens gegenwärtig zu bleiben.

Das kann aber nur geschehen, wenn der Gesamtbegriff des Lebens

aller besonderen Gestaltung überlegen bleibt, und somit jene beiden

Richtungen gleichberechtigte Antriebe werden, die sich gegenseitig

sowohl ergänzen als steigern können. Das alles steckt dem deutschen

Leben hohe Ziele und legt ihm schwere Aufgaben auf, notwendig wird

damit der Mensch auf größere Zusammenhänge gewiesen, und zu Hauptzügen

seines Lebens werden tiefer Ernst und aufrichtige Ehrfurcht werden. Uns

wird das Leben nicht leicht gemacht, und wir empfinden oft schmerzlich

den weiten Abstand zwischen der von unserm eigenen Wesen geforderten

Höhe und dem Durchschnitt des Alltags; vielleicht ist er größer als

bei irgendeinem anderen der leitenden Völker. So haben wir jene

Höhe stets mit allem Eifer neu zu erringen und müssen zugleich nach

verschiedensten Richtungen hin einen Kampf gegen drohende Verflachungen

führen. Zahlreich sind heute diese Verflachungen; wir möchten nur eine

von ihnen erwähnen, da sie mehr empfunden als ausgesprochen zu werden

pflegt, das ist die von der Reichshauptstadt, von Berlin, ausgehende

Verflachung, der Berlinismus, wie es kurz heißen könnte. Wir hegen

die aufrichtigste Hochachtung vor dem Eifer des Strebens und der

Tüchtigkeit der Arbeit, die dort geleistet wird, wir wissen zugleich,

wie viele Männer und Frauen dort übereinstimmend mit uns denken, aber

das kann und darf uns nicht verhindern, die Gefahr für die innere

Lebenshaltung zu bezeichnen, die von dortigen Massenwirkungen ausgeht.

Mangels einer großen Tradition wird das Leben dort überwiegend auf den

freischwebenden Verstand gestellt, und es erhalten damit unvermeidlich

Reflexion, Kritik und Verneinung eine übergroße Macht; formale

Gewandtheit und Geschicklichkeit, oft auch bloße Redefertigkeit,

sollen geistigen Gehalt ersetzen; man kennt keine offenen Probleme;

wie man sich selber fertig fühlt, so vollzieht man überall einen

raschen Abschluß; die großen Lebensfragen, an denen aller Sinn und Wert

unseres Daseins hängt, finden wohl ein lebhaftes »Interesse« und eine

»geistreiche« Erörterung, aber nicht das Einsetzen einer Wesenstiefe

und den ehrfurchtsvollen Ernst, worauf sie bestehen müssen. Daß Ernst

und Ehrfurcht keine Gedrücktheit zu erzeugen brauchen, vielmehr mit

innerer Frische und Fröhlichkeit ganz wohl vereinbar sind, das zeigt

zum Beispiel die Gestalt eines Luther. Wehren wir uns also dagegen,

daß uns für echte Kultur ein bloßer Kulturersatz aufgedrängt werde!

2. Weitere Schwierigkeiten bereitet die Frage, einen dem deutschen

Wesen gemäßen Typus für unser Staatsleben zu erreichen, auch hier

stehen wir in nicht geringer Verwicklung; das aber namentlich durch

einen unausgeglichenen Streit zwischen alter und neuer Art. Unsere

Geschichte war bei aller geistigen Fruchtbarkeit und aller Durchbildung

der Einzelnen politisch wenig glücklich, war doch der Erbe des

römischen Weltreichs schließlich zu kläglicher Ohnmacht gesunken und

zu einem Spielball fremder Mächte geworden. Wir können daher nicht

dankbar genug dafür sein, daß die Entwicklung des preußischen Staates

einen festen Kern für die Sammlung der deutschen Stämme gewinnen

ließ. Das aber trieb notwendig dort die politische Gestaltung in eine

Einseitigkeit, indem allen anderen Aufgaben voran die Aufgabe trat,

die Macht des Staates zu stärken und zu steigern. So entstand der

Obrigkeitsstaat, der für jenen Zweck Hervorragendes geleistet hat,

der überhaupt viel tüchtige Verwaltungsarbeit verrichtet und weiteste

Kreise zu treuer Pflichterfüllung gebildet hat. Aber die selbständige

Tätigkeit der Einzelnen sowohl als die der kleineren und größeren

Kreise kam dabei zu kurz, der Obrigkeitsstaat wurde nicht genügend

zum Volksstaat. Das wurde namentlich als ein Mißstand empfunden,

als der industrielle, überhaupt der wirtschaftliche Aufstieg ein

neues Deutschland erstehen ließ, neue Schichten der Gesellschaft

emporhob, sie berechtigte Ansprüche auf selbständige Teilnahme am

Staatsleben stellen ließ. Es ist eine Torheit, sich einer solchen aller

menschlichen Willkür überlegenen Wandlung starr zu verschließen, aber

es ist eine nicht geringere Torheit, die Verwicklung summarisch durch

einfache Übertragung ausländischer, namentlich romanischer Staatsformen

auf deutsche Verhältnisse lösen zu wollen. Dafür sollte man zu hoch vom

deutschen Wesen und Geiste denken, um sich auf diesem Hauptlebensgebiet

eine bloße Nachahmung genügen zu lassen. Wir haben unsere eigenen

Begriffe von staatlichen und gesellschaftlichen Dingen, wir denken

viel zu hoch vom Beruf, um ihn bei der Volksvertretung vollständig

auszuschalten und alles Heil von der bloßen Masse zu erwarten; wir

verlangen mehr Recht der Persönlichkeit, mehr Selbstverwaltung und

Gliederung; da wir das Bewußtsein haben dürfen, für die innere Freiheit

der Geister mehr getan zu haben als irgendein anderes Volk der Neuzeit,

in Luther für die religiöse, in Kant für die philosophischmenschliche,

in Goethe für die künstlerische Freiheit, so dürfen wir hoffen, daß es

uns auch gelingen wird, für die unentbehrliche Freiheit im menschlichen

Zusammensein eine Form zu finden, die unserer eigenen Art entspricht.

Die erste Bedingung dessen ist aber, daß wir dieser Art deutlich inne

werden, und daß wir von dem Zufälligen und Angreifbaren scheiden, was

in ihr wesentlich und wertvoll ist. Dazu bedarf es wiederum energischer

Selbstbesinnung durch Denkarbeit, dazu bedarf es auch einer Klärung der

gemeinsammenschlichen Ziele, innerhalb derer wir unsere Aufgabe suchen

müssen.

3. Eine weitere Aufgabe stellt uns endlich die durch den Weltkrieg

erzeugte Lage. Wir haben im Verhältnis zu anderen Völkern schwere

Enttäuschungen erfahren und sind zwingend auf die eigene Kraft

zurückgeworfen. Das treibt dazu, unsere nationale Art stärker

herauszuarbeiten und auch der Vergangenheit gegenüber mehr

Selbständigkeit zu erringen. Aber es gilt dabei die Gefahr einer

Verengung fernzuhalten, die Gefahr, uns vom Ganzen der Menschheit

abzusondern, das doch vom Beisichselbstsein des Lebens her seinen

unantastbaren Wert behält, die grundgeistigen Aufgaben vor den

Forderungen des Tages zurückzustellen, auch über einem Hangen am

Augenblick zu vergessen, daß wahre Gegenwart nicht innerhalb des

Zeitlaufs liegt, sondern nur in Erhebung über ihn entstehen kann.

Früher ließ uns das Streben nach Weite des Lebens oft die Sorge um

seinen Charakter vergessen, nun wollen wir über dem erstrebten und

höchst notwendigen Charakter nicht die Weite verlieren!

So dringen von allen Seiten her Forderungen auf uns ein, denen wir ohne

eine Selbstvertiefung und ein Ergreifen innerer Zusammenhänge unmöglich

entsprechen können. Zu einem glücklichen Fortgang bedarf es vor allem

voller Wahrhaftigkeit und Selbständigkeit, damit ursprüngliches Leben

in uns entstehen könne; entsteht es aber, so wird es mit seiner

Weltüberlegenheit uns auch den Mut und die Kraft verleihen, das als

notwendig Erfaßte gegen allen Widerstand durchzusetzen und allen Schein

als bloßen Schein zu entlarven.

So ergab sich durchgängig eine große Unfertigkeit als dem deutschen

Leben eigentümlich. Das ist ein Nachteil, gewiß; aber es ist auch ein

nicht geringer Vorteil. Denn daß wir so viele noch zu lösende Probleme

in uns tragen, das zeigt, daß wir uns noch keineswegs ausgelebt haben,

sondern uns noch im Werden befinden und noch weiter wachsen können, daß

wir trotz einzelner greisenhafter Züge im Kern noch ein jugendliches

Volk sind. So werden wir auch, wenn wir auf eine glückliche Zukunft

unseres Volkes hoffen, dabei vornehmlich auf unsere Jugend vertrauen.

Sie hat in diesem gewaltigen Kriege in harten Kämpfen wie in

ausdauerndem Ertragen eine herrliche Kraft und Gesinnung erwiesen;

überträgt sie das in das Werk des Friedens, das vor uns liegt, so

dürfen wir hoffen, daß sie sich auch den inneren Aufgaben gewachsen

zeigen und durch mutige Arbeit an den großen Fragen unseren Glauben an

den Sinn und Wert des menschlichen Lebens stärken wird.

Sachregister.

_Altertum_, sein Lebensgefüge 110.

_Arbeit_, Kern des modernen Lebens 18;

ihr emporbildendes Wirken 101;

ihre Größe und ihre Gefahren 146, 154.

_Arbeit und Schaffen_ 55 ff., 58.

_Arbeit und Seele_, ihr Zusammentreffen im deutschen Wesen 163.

_Berlinismus_, seine Gefahr 165.

_Beruf_, seine Bedeutung und Wirkung 101.

_Bildung_, ihre Bedeutung und ihre Schranke 13.

_Böses_, seine Tatsächlichkeit 115 ff.;

Arten seiner Überwindung 119 ff., 140.

_Christentum_ 111, 122;

Forderungen dafür 129;

sein Verhalten zur deutschen Art 162;

überragende Bedeutung Jesu für das Christentum 128.

_Christlicher und stoischer Lebenstypus_ 119 ff.

_Dasein und Tatwelt_, ihr Verhältnis 86 ff.

_Denken_, seine Bedeutung für das Leben 51 ff., 65 ff.

_Deutsche Art_, ihre Größe und ihre Verwicklungen 161 ff.

_Deutscher Lebensstil_, Forderungen dafür 161 ff.

_Ding an sich_, Grenze dieses Begriffes 63, 156.

_Einsamkeit_, Gefahr und Überwindung 44, 149, 155.

_Einzelgeschick und Gesamtgeschick_ 76 ff.

_Entwicklung_, ihre Schranke 73 ff.

_Erbsünde_, abgelehnt 115 ff.

_Erfahrung_, ihre Unentbehrlichkeit 87 ff.

_Erziehendes Wirken des Lebens_ 100.

_Erziehung_, ihre Weltanschauung 109.

_Festigkeit des Lebens_, wie erreichbar 83 ff.

_Form und Stoff_ 90.

_Fortschritt_, Problem des moralischen Fortschritts 118 ff.

_Freiheit und Schicksal_ 153.

_Freiheit des Handelns_, ihre Notwendigkeit und ihre Möglichkeit 72.

_Freundschaft_, ihr emporbildendes Wirken 100 ff.

_Gegenwart_, Notwendigkeit einer zeitüberlegenen Gegenwart 78, 153.

_Geistige Jugend_, ihre Möglichkeit 153.

_Gemeinschaft_, ihre emporbildende Kraft 102.

_Geschichte_, ihre Bedeutung für das Lebensproblem 78;

Eigentümlichkeit der menschlichen Geschichte 106;

keine bloße Evolution 126.

_Geschichte der Seele_, ihre Bedeutung 126.

_Gesellschaft_, Schranke ihres moralischen Wirkens 118;

ihr Wirken auf den Einzelnen 147 ff.

_Glaube und Werke_ 75.

_Gottesbegriff_, Doppelheit seiner Fassung 127.

_Greisenalter_ 148, 155.

_Heroismus_, seine Notwendigkeit für das Leben 118, 143.

_Historisches Bewußtsein_, seine Bedeutung 112.

_Ideen und Interessen_ 99.

_Ideen und Prinzipien_, ihre Macht in der Neuzeit 53.

_Individualität_, ihr emporbildendes Wirken 102.

_Individualität und Persönlichkeit_ 68.

_Individualkultur_, ihre Bedeutung und ihre Grenze 37 ff.

_Individualleben_, sein Verlauf und seine Probleme 144 ff.

_Innere Konflikte_, ihre weitertreibende Kraft 142.

_Intellektualismus_, Möglichkeit seiner Überwindung 79, 109.

_Jugendalter_ 144 ff.

_Katholizismus und Protestantismus_ 127.

_Kindesalter_ 144.

_Kirche_, ihre Notwendigkeit 159.

_Klassische und romantische Kunst_ 71.

_Konkurrenz_, ihre Unentbehrlichkeit 99.

_Kraftidee_, Beherrscherin der modernen Kultur 82 ff., 111, 159.

_Kultur_, Geisteskultur und Menschenkultur geschieden 67;

Altern der Kulturen 125.

_Kultur und Zivilisation_ 11.

_Kunst_, ihre Leistung 56, 90 105.

_Leben_, notwendiger Ausgangspunkt 48 ff., 156;

sein Gesamtziel 131.

_Lebensalter des Menschen_

144 ff.

_Lebensenergien_ 69, 83.

_Lebensgebiete_, ihre zusammenhaltende und richtende Kraft 107 ff.;

ihre höhere und ihre niedere Gestaltung 80 ff.

_Lebensgeschichten_ 152.

_Lebensstufen_ 50 ff.

_Lebenstatsachen_, unterschieden von subjektiven Erfahrungen 137.

_Lebenszusammenhänge in der Weltgeschichte_ (griechische,

christliche, moderne) 110 ff.

_Leid_, verschiedene Stellung der Lebensgefüge zu ihm 124;

als Bestandteil des Lebens 153 ff.

_Liebe_, ihre Grundbedingung 77;

ihr erhöhendes Wirken 100.

_Liebe und Mitleid_ 54.

_Lust_, ihre Unzulänglichkeit 53.

_Mannesalter_ 145.

_Materielles_, seine Bedeutung und seine Überschätzung 160.

_Mensch_, sein Hinauswachsen über die Natur 51;

Gefahr seiner Überhebung 158.

_Menschenkultur und Geisteskultur_ 67, 80 ff.

_Moderne Lebensordnung_ 111.

_Moral_, ihr universaler Charakter 74;

ihre Tatsächlichkeit 108.

_Moralischer Stand der Menschheit_, seine Schätzung bei den

Denkern 114.

_Mystik_ 87, 154.

_Natur_, ihre Übermacht 96;

ihr innerer Widerspruch 97;

ihre Gleichgültigkeit gegen den Menschen 97 ff.;

eine Stufe des Alls 104.

_Naturalismus_, sein Lebenssystem 19 ff.

_Optimismus und Pessimismus_, ihre verschiedene Beurteilung des

moralischen Standes des Menschen 114 ff.

_Persönlichkeit_, verschiedene Fassungen 42;

Gefahr des Begriffes 70.

_Persönlichkeit und Individualität_ 68.

_Pessimismus_, abgelehnt 142 ff.

_Pflichtidee_, ihre Zusammenhänge 65.

_Raum und Zeit_, als Beherrscher des Daseins 99 ff.;

Kampf des Lebens gegen sie 103 ff.

_Religion_, ihre Lebensordnung 4 ff.;

ihre Bewegung über den Menschen hinaus 66 ff.;

ihre echte und ihre unechte Art 80 ff.;

ihre gemeinsame Art 108;

Begründung der Wendung zu ihr 121;

ihre Art des Schließens 131, 143 ff.

_Religiöse Pflichten_, Ablehnung dieses Begriffes 127.

_Routine_, Gefahr und Überwindung 147, 154.

_Schaffen und Arbeit_ 55 ff.

_Sein im Leben_ 62.

_Sozialethik_, ihre Bedeutung und ihre Grenze 33 ff.

_Sozialkultur_ 31 ff.

_Soziologie_, ihr innerer Widerspruch 94.

_Stoizismus_, als Lebenstypus 119 ff.

_Tatwelt und Dasein_, ihre Scheidung 62 ff.;

ihr Verhältnis 86 ff.

_Tote Seelen_ 148.

_Unsinnliche Welt_, ihre Selbständigkeit und Macht 52.

_Unsterblichkeitsproblem_ 132 ff.

_Verneinungssucht der Gegenwart_ 44.

_Weltgeschichtliche Bewegung der Menschheit_ 78 ff.

_Weltlicher Idealismus_, seine Lebensordnung 10 ff.

_Weltkrieg_, seine Wirkung 2, 15, 27, 40, 118, 139, 158.

_Wirklichkeit_, ihre verschiedene Fassung 103 ff.

_Wirtschaftliche Fragen_, ihr Überwiegen in der Gegenwart 160.

_Wissenschaft_, ihre Macht 108.

_Zweifel_, prinzipielle Auseinandersetzung mit ihm 134 ff.

Namenregister.

Aristoteles 101.

Augustin 133.

Bacon 20.

Comte 94.

Eckhart 6, 69, 126.

Fröbel 120.

Goethe 19, 105, 117, 133, 143, 149, 156, 162.

James (William) 126.

Kant 115, 133.

Leibniz 155.

Luther 70, 75, 131, 143.

Origenes 129.

Pascal 152.

Pestalozzi 130.

Plato 103, 117, 120.

Schiller 62, 99.

Schopenhauer 144.

Xenophanes 66.

Fußnoten

[1] Für eine solche Erörterung muß ich auf meine

religionsphilosophischen Schriften verweisen, besonders auf die

Schrift: »Können wir noch Christen sein?«

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| Anmerkungen zur Transkription |

| |

| Inkonsistenzen wurden beibehalten, wenn beide Schreibweisen |

| gebräuchlich waren, wie: |

| |

| Ausnahmezeiten -- Ausnahmszeiten |

| Inneren -- Innern |

| Kernes -- Kerns |

| Standortes -- Standorts |

| Stiles -- Stils |

| unserem -- unserm |

| Weltkrieges -- Weltkriegs |

| |

| Die folgenden Änderungen wurden vorgenommen: |

| |

| S. 26 »ans« in »aus« geändert. |

| S. 28 »den stärksten« in »der stärkste« geändert. |

| S. 31 »Anseinandergehen« in »Auseinandergehen« geändert. |

| S. 103 »Anangenehmen« in »Angenehmen« geändert. |

| S. 110 »Höhenpunkte« in »Höhepunkte« geändert. |

| S. 111 »eiue« in »eine« geändert. |

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End of Project Gutenberg's Der Sinn und Wert des Lebens, by Rudolf Eucken

Der Sinn und Wert des Lebens · 第 12 / 12 段