Beim Arbeiten mit der Jod-Jodkaliumlösung kann man ein Klümpchen
des erhaltenen Breies ohne weiteres verwenden; beim Färben mit der
Chlorzinkjodlösung muß es erst von dem mechanisch anhaftenden Wasser
befreit werden. Zu diesem Zwecke drückt man es auf ein Stückchen
porösen Ton, Gips o. a.; fehlt es an derartigem Material, so läßt
sich das Wasser auch durch sorgfältiges Ausstreichen des Breies auf
der Hand entfernen. Die Beseitigung des Wassers ist bei Anwendung von
Chlorzinkjodlösung erforderlich, weil anderenfalls die Färbung nicht
mit der nötigen Schärfe eintritt.
Das ausgedrückte Breiklümpchen bringt man auf das Objektglas, fügt 1-2
Tropfen der Lösung hinzu und verteilt die Fasern möglichst gleichmäßig.
Das Objektglas legt man hierbei hohl über eine weiße Unterlage, da
sich die Fasern auf diese Weise am besten vom Untergrund abheben. Fig.
30 zeigt eine Vorrichtung, wie sie zu diesem Zwecke angewendet wird.
Jedes Präparat wird mit einem Deckgläschen vom Rande der Flüssigkeit
aus vorsichtig bedeckt und mit einem scharf beschnittenen Stück
Fließpapier, welches man gegen den Rand hält, die zuviel zugesetzte
Lösung fortgenommen. Hierbei ist indessen darauf zu achten, daß man
das Papier nicht zu lange saugen läßt, da sonst zwischen Objekt- und
Deckglas Luftblasen entstehen, die beim Untersuchen stören.
Zur staubfreien Aufbewahrung und bequemen Entnahme der Deckgläschen
hat die Firma +L. Schopper+-Leipzig auf Anregung der Versuchsanstalt
Behälter angefertigt, die sich als sehr praktisch erwiesen haben; aus
Fig. 31 ist deren Bau und Wirkungsweise ohne weiteres zu ersehen; die
Füllung mit Deckgläschen erfolgt bei abgenommenem Deckel nach dem
Herunterklappen der Rückwand, die Entnahme der Gläschen von unten; der
zwischen der unteren Platte und der Vorderwand befindliche Schlitz
kann mittels einer Schraube so eingestellt werden, daß immer nur das
unterste Deckgläschen entnommen werden kann.
[Illustration: Fig. 31.