ALT-WIENER PORZELLANZIMMER, so genannt wegen des reichen
Porzellandekors aus der frühen Zeit der Wiener Porzellanfabrik.
Die Türen und Türfüllungen, die Fenster und Fensterleibungen, der
Kaminaufsatz und die Lambrien sind aus Eichenholz und belegt mit
zahlreichen Porzellanplättchen, die in ornamentalen vergoldeten
Rähmchen aus Vergoldermasse gefaßt sind und, strenge symmetrisch
gehalten, aus dem Ende der Regierungszeit Karls VI. stammen. Die Möbel
haben vergoldete Holzgestelle, sind mit reicher Schnitzerei verziert
und mit Porzellanplättchen mit bunten chinesischen Blumen verziert. Sie
zeigen schon den Rokokostil ebenso wie die ornamentalen vergoldeten
Holzschnitzereien an den Wänden. Auch die Bilderrahmen sind in diesem
Stile gehalten, und später etwas verändert worden, vielleicht zur
selben Zeit, in der die reich geschnitzte Wanduhr ausgeführt wurde,
wohl in den achtziger Jahren des XVIII. Jahrhunderts.
Die Wände und Möbel sind mit altem goldgelbem Brokat überzogen.
Über das Porzellan in diesem Zimmer vgl. Seite 172.