Das orientalische Zimmer, rechts neben der Eingangstür zur Bibliothek
gelegen, soll die Ausstattung eines Wohnraumes im Oriente zur
Anschauung bringen. In die Wände sind Holzschränke mit geschnitzten
Füllungen eingesetzt und zwei mit Holzgittern verschlossene Fenster
eingebrochen. Unter dem Fenster eine maurische Wandétagère. Die Bänke
in den Fensternischen sind mit Daghestan-Teppichen und tambourierten
Seidenpolstern belegt, der Fußboden mit einem Smyrna-Teppiche, in
dessen Mitte ein Taburett mit Kaffeeservice. Von der Stalaktitendecke
hängt eine messingene Moschee-Ampel aus Damaskus herab.
Unter den oberen Arkaden, oberhalb der Stiege, befindet sich das
Denkmal für den Gründer und ersten Direktor des Museums, R. v.
Eitelberger († 1885), entworfen von H. Klotz, in Erzguß ausgeführt
von der Metallwarenfabrik Artur Krupp in Berndorf; im Stiegenhause
die Marmorbüste des Erbauers des Museums, H. Freiherrn von Ferstel (†
1883), von V. Tilgner, die Marmorbüste des Industriellen Ed. v. Haas
(† 1880) und ein Medaillonbild des Professors der Kunstgewerbeschule,
Ferd. Laufberger († 1881), entworfen von A. Kühne und J. Storck.