Die Vitrinen rechts und links der Eingangstüre enthalten eine Sammlung
von Kassetten und ein kleines Bild der Prager Schule aus dem XIV.
Jahrhundert, eine Madonna mit Heiligen ringsum auf ornamentiertem
Goldgrund in Tempera gemalt.
In der Vitrine beim Fenster sind einige hervorragende Arbeiten
ausgestellt, wie die beiden Buchsfiguren von Adam und Eva von Konrad
Meit aus Worms aus dem XVI. Jahrhundert mit Spuren alter Bemalung, der
Kopf eines Mönches der ehemals farbig war, dann braun überstrichen
wurde, eine burgundische Arbeit aus dem XV. Jahrhundert, ein in Holz
geschnitzter Gekreuzigter, oberitalienisch (Padua?), aus dem XV.
Jahrhundert und ein Kehlheimerstein mit den Bildnissen von Maximilian
II. und seiner Gemahlin Maria, der Tochter Karls V., in reicher
dekorativer Umrahmung, datiert 1560.
Gegenüber in der Vitrine eine allegorische Gruppe in farbiger
Terrakotta: die Wahrheit, angeblich von Giuliani, dem Lehrer Raffael
Donners, die Figur eines heiligen Sebastian in Holz geschnitzt,
deutsch, um 1600, sowie einige Figuren aus Holz und Elfenbein,
nürnbergische Arbeiten des XVII. Jahrhunderts. In der Wandvitrine
Lederarbeiten, darunter ein Futteral zum Schutze einer Monstranz
mit geschnittenen Tieren und Rankenwerk auf gepunztem Grunde aus
Drosendorf in Niederösterreich, XIV. Jahrhundert; ein Kästchen aus
Leder mit eingeschnittenen Ornamenten, beschlagen mit herzförmig
endenden Eisenbändern, deutsch, XIV. Jahrhundert; eine Kassette mit
Leder überzogen, in dem Ornamente und Heiligenfiguren eingeschnitten,
getrieben und bemalt sind, eine deutsche Arbeit des XV. Jahrhunderts,
und ein Pulverhorn aus schwarzem Leder geschnitten und getrieben,
mit Satyrpaar und grotesken Vierfüßlern verziert, französisch, XVI.
Jahrhundert.
In der Pultvitrine beim ersten Fenster einige bemalte Spielsteine,
Augsburger Arbeit des XVI. Jahrhunderts mit Porträtbildern
hervorragender Männer und Frauen, sowie in Holz gestanzte Spielsteine
mit Porträten und Allegorien, um 1700.
Es folgt eine Vitrine mit Wachsbossierungen, unter denen in der einen
Hälfte eine Wachsporträtminiatur von Alessandro Abbondio aus dem
Jahre 1635, eine von Andreas und eine von Caspar Attemstedt aus den
Jahren 1615 und 1609, sowie eine Porträtminiatur Rudolfs II. besonders
bemerkenswert sind.
Die andere Hälfte enthält Bossierungen vorzüglich aus der Wiener
Porzellanfabrik. Es folgen dann die Elfenbeinschnitzereien in zwei
Schaukasten.