Schon rüttelt die fortschreitende Zeit an seinen Grundmauern. Das neue

Grassimuseum rückt ihm gewaltig nahe und das Zukunftsprojekt zieht

diesen Friedhof, wenn auch nach Möglichkeit weise schonend, in die

Museumsanlage ein. Möchte der Geist solch alter Friedhofsstätte darum

bald vielfältig lebendig werden in unseren neuen Schöpfungen, damit

auch unsere Friedhöfe wieder charakteristisch Ausdruck geben von der

Stimmung, die der Tod auslöst im menschlichen Gemüt.

Leipziger Kirchen

Von _Hans Nachod_

Eigenaufnahmen des Heimatschutzes

Leipzig kann keine Kirchenbauten aufweisen, die in der Geschichte

der Architektur als Marksteine des Baugeistes der Nation Erwähnung

verdienten. Bis zum Ende des Mittelalters war es, wie ja allgemein

bekannt ist, ein Ort von geringer Bedeutung, und vollends in den frühen

Jahrhunderten dieser Periode wird es nur ein kleiner Burgflecken

gewesen sein, der eine ganz untergeordnete Rolle spielte. Als Stadt

gehört Leipzig nicht zu den Neugründungen, die der großen Kolonisation

der slawischen Gebiete am Ostrande des Reiches unter den sächsischen

Kaisern ihre Entstehung verdankten, und denen in dieser Zeit

allgemeinen Aufschwunges westliche Kultur in breitem Strome zufloß. Es

ist damals und auch späterhin nicht Sitz eines Bischofs geworden und

hat keine Kathedralkirche erhalten, und keiner der großen Mönchsorden,

die sich die Bekehrung und Zivilisierung des neugewonnenen Landes

als Aufgabe gestellt hatten, hat in den entscheidenden Jahrhunderten

eine Niederlassung in dem Sumpfwinkel zwischen Elster, Pleiße und

Parthe anlegen wollen. So hat sich die deutsche Ansiedlung bei dem

slawischen Fischerdorfe Lipzk als ein kleiner lokaler Mittelpunkt

eines der Burgwarte der Mark Meißen bis ins zwölfte Jahrhundert mit

einem Kirchlein von ganz bescheidenen Ausmaßen begnügt, von dem wir

nichts weiter wissen, als daß es durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs

II. im Jahre 1017 an das Bistum Merseburg gekommen ist und daß es

möglicherweise an der Stelle der Nikolaikirche gestanden hat. Nachdem

um 1160 Markgraf Otto dem Ort Stadtrecht verliehen und die offenbar

schon bestehenden Märkte bestätigt hatte, machte sich noch im zwölften

Jahrhundert für die rasch angewachsene Stadtgemeinde eine größere

Kirche nötig. Von dieser sind jetzt nur noch wenige Bauteile übrig, die

vor etwa zwanzig Jahren nahe dem Chor der Nikolaikirche zutage gekommen

und an dessen Außenwand eingemauert worden sind. Im dreizehnten

Jahrhundert sind zwar die beiden Bettelorden, die in der ganzen

damaligen Welt den Anstoß zu neuen großen Kirchenbauten gegeben haben,

verhältnismäßig früh nach Leipzig gekommen, die Dominikaner schon 1229,

die Franziskaner noch vor Mitte des Jahrhunderts, und sie errichteten

ihre Kirchen. Vorher hatte aber Markgraf Dietrich seiner 1212

bestätigten Gründung, dem Thomaskloster, nicht nur eine Kirche gebaut,

sondern auch die Nikolaikirche unterstellt. Diese Zersplitterung der

Kräfte hat gewiß verhindert, daß ein größerer Bau in Leipzig entstand,

und erst das erstarkende Bürgertum der nächstfolgenden Zeit hat die

Mittel zu Umbauten und Erweiterungen der vier Kirchen der Stadt

gegeben. Zunächst wurden im fünfzehnten Jahrhundert die Thomaskirche

der Augustinerchorherrn und die Ordenskirchen der Franziskaner

(Barfüßer) und der Dominikaner (Pauliner) den neuen Bedürfnissen der

Predigt entsprechend umgestaltet, bereits im sechzehnten Jahrhundert,

kurz vor der Reformation, folgte dann die Nikolaikirche.

[Illustration: Abb. 1. =Thomaskirche.= Blick auf die Orgel vom Chore

aus. Heutiger Zustand]

So steht in Leipzig keine Kirche, die in ihren Hauptteilen über die

spätgotische Periode zurückginge, und alle haben im Laufe der letzten

Jahrhunderte noch durchgreifende Veränderungen erfahren, die ihre

äußere und innere Erscheinung wesentlich beeinflußt haben. Drei dieser

Kirchen sind aber auch so noch sehenswerte Denkmäler früherer Perioden

der Stadtgeschichte.

[Illustration: Abb. 2. =Thomaskirche.= Zustand vor 1877, nach Zeichnung

von Kratz

Über der Empore links der Fürstenstuhl]

[Illustration: Abb. 3. =Thomaskirche.= Grab des Ritters Hermann von

Harras († 1451)

(Das Denkmal ist erst gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts

entstanden)]

Der Thomaskirche, deren unvergänglicher Ruhm es geworden ist, daß

Johann Sebastian Bachs unsterbliche Werke zum ersten Male in ihr

erklungen sind, und die noch heute die große, fast vierhundertjährige

Tradition der protestantischen Kirchenmusik in vorbildlicher Weise

pflegt, hat die letzte Restauration in der schlimmsten Epoche

deutscher Baugeschichte (um 1880) im Inneren die imponierende

Raumwirkung nicht rauben können, obwohl aus dieser Zeit die Bemalung

stammt, die ihrer Würde so ganz und gar nicht entspricht. Sie

präsentiert sich beim Eintritt durch das ganz moderne Westportal und

ebenso vom Chore aus mit ihren drei gleichhohen Schiffen, deren Gewölbe

von schlanken aufstrebenden Achteckspfeilern getragen werden, als eine

helle geräumige Halle von vornehmen ruhigen Proportionen, und die an

drei Seiten umlaufenden, bis annähernd in Drittelhöhe heraufreichenden

Emporen, die man gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts eingebaut

hat, würden diesen Eindruck viel weniger stören, wenn sie nicht durch

den auffallenden, wenig erbauenden Bilderschmuck, den sie vor einigen

Jahrzehnten erhalten haben, noch besonders hervorgehoben würden.

[Illustration: Abb. 4. =Thomaskirche.= Grabsteine des Ehepaars von

Wiedebach (1517)]

Das achtjochige Langhaus ist nach einem einheitlichen Plane von 1483

bis 1496 dem eigentümlich verkümmerten Querschiff und dem niedrigen

einschiffigen Chor aus einer etwa siebzig Jahre früheren Bauperiode

vorgelegt worden, die gegen das Langhaus schief orientiert sind. Dieser

ältere Bauteil wirkt als eine dunkle Masse, da er sein Licht nur

durch die nicht besonders hohen, heute zudem mit dunklen Glasbildern

versehenen Fenster im fünfeckigen Chorabschluß erhält. Von dem Aussehen

der Kirche in katholischer Zeit werden wir uns heute schwerlich

mehr ein Bild machen können, da von ihrer inneren Ausstattung, wie

auch von der Ausschmückung der Kapellen, die an die Seitenschiffe

anschließend, noch bis zur Zeit des letzten Umbaus standen, das Meiste

längst verloren ist. Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert hatten

sich über den Emporen und sogar über dem Triumphbogen vor dem Chore

balkonartige Logen von den verschiedensten Formen eingenistet, die

ein sehr malerisches Bild geboten haben müssen, allerdings zum Teil

die Seitenschiffenster verdeckt haben werden. Die moderne puristische

Restauration hat damit aufgeräumt. Dadurch ist eine gewisse freudlose

Nüchternheit in die alte Kirche eingezogen – bekanntlich das Schicksal

vieler alter Kirchen in protestantischen Gegenden. Die prächtigste

Loge, der 1683 zur Erinnerung an die Türkensiege Kurfürst Johann

Georg III. über der linken Seitenempore aufgebaute »Fürstenstuhl«

ist sogar noch 1889 abgebrochen worden, »weil er in den Stil der

Renovation nicht paßte.« Er konnte aber später wenigstens Aufnahme im

Stadtgeschichtlichen Museum finden.

Von den zahlreichen Grabmälern aus älterer Zeit sind immerhin noch

mehrere in der Kirche erhalten, z. B. der gut gearbeitete Grabstein

des Hermann von Harras, ein ausgezeichnetes Beispiel einer Ritterfigur

aus dem Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, aus dem Jahre 1517 der

Doppelgrabstein des kurfürstlichen Amtmanns Georg von Wiedebach und

seiner Frau Apollonia mit den sehr charakteristischen Porträtfiguren

des Paares, dessen Züge uns auch durch Cranachsche Bildnisse im

Museum überliefert sind, und die ausgezeichneten Bronzeplatten

mit Reliefbildern der beiden in der Geschichte des sächsischen

Protestantismus berühmten Pfarrer Nikolaus Selnecker († 1592) und

Johann Benedikt Carpzow († 1699). Die Kirche ist außerdem noch reich an

architektonisch gestalteten und meist mit Reliefs gezierten Epitaphien

des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts.

Außen dominiert für den Eindruck das hohe Satteldach und der über dem

südlichen Querschiffrest aufragende Turm mit seinem sich zu achteckigem

Baukörper verjüngenden schlanken Oberbau, der in eine kupfergedeckte

Haube des achtzehnten Jahrhunderts ausgeht.

[Illustration: Abb. 5. =Nikolaikirche.= Blick in den Chor. Heutiger

Zustand]

Die Nikolaikirche ist heute in ihrem Inneren das Ergebnis des höchst

interessanten Versuches einer architektonischen Neuschöpfung des

achtzehnten Jahrhunderts. Dem damaligen Baudirektor der Stadt, Johann

Friedrich Dauthe, einem Künstler von starker Individualität, war

die Aufgabe gestellt worden, die aus den Jahren 1513–1525 stammende

dreischiffige spätgotische Hallenkirche von fünf Jochen, die in ihren

Maßen etwa denen der Thomaskirche entsprachen, umzubauen, und er machte

aus den schon ursprünglich eigenartig als Palmenstämme dekorierten

achteckigen Pfeilern des Schiffes und dem gotischen Rippengewölbe

einen ganzen Palmenwald in klassizistischem Stile. Wie Gurlitt

hervorgehoben hat, war auch die zu dieser Zeit herrschende Ansicht,

daß das gotische Netzgewölbe mit Erinnerungen an Palmen zusammenhinge,

für diese Wahl maßgebend. Die Pfeiler wurden zu wuchtigen kanellierten

Säulen, und eine breite Kapitellzone, die mit aufgereihten flach

gehaltenen Palmenblättern bedeckt und von einer Rundplatte mit schön

gerundetem Eierstab bekrönt erscheint, angeblich ein ägyptisches

Kapitell, vermittelt nach oben zu den dichten Bündeln von Palmwedeln

und Fruchtstengeln, die der Architekt mit noch ganz barockem Empfinden

an den Gewölbeansätzen in Stuck hat auftragen lassen. Das Gewölbe

selbst ist äußerst geschickt zu einer Kassettendecke umgedeutet. Diese

architekturgeschichtlichen »Unmöglichkeiten« sind nun mit einem so

sicherem Geschmack und einem so klaren Gefühl für die Proportionen

des Raumes gestaltet worden, daß der Eindruck eines festlichen

Saales erreicht ist, ohne daß die Würde des Kirchenraumes einen

Augenblick außer acht gelassen wäre. Zu der geschlossenen Haltung

des Ganzen tragen auch die breiten Horizontalen der streng geformten

Doppelemporen bei, deren oberes Stockwerk das Gebälk einer ganz

klassisch durchgebildeten korinthischen Säulenordnung ist. Auch farbig

ist der Raum außerordentlich wohltuend in seiner bis zu den Sitzbänken

einheitlich durchgeführten weiß-goldenen Dekoration und selbst die

kleinsten Einzelheiten, wie der Schriftduktus der Nummern an den

Bänken, sind dem Ganzen angepaßt. Dem Chorabschluß sind durch Dauthe je

zwei hohe Fensteröffnungen zu beiden Seiten einer schlicht gehaltenen

Altararchitektur belassen worden, und er wirkt daher in seiner guten

Beleuchtung als gleichwertige Fortsetzung des Hauptsaales.

[Illustration: Abb. 6. =Nikolaikirche.= Blick in den Chor nach Aquarell

von K. B. Schwarz (um 1784)]

Von dem ursprünglichen Aussehen des Kircheninnern hat man durch zwei

kurz vor Dauthes Umbau gemalte Aquarelle Kenntnis, und wenn man auch

bedauern mag, daß manche hübsche Einzelheiten völlig verschwunden

sind, wird man doch angesichts einer so mutigen und künstlerisch

bedeutenden Tat, wie sie diese Umwandlung darstellt, sehr zufrieden

sein, daß ein so eigenartiger Baugedanke Verwirklichung gefunden

hat. Das hervorragendste Einzelkunstwerk aus der älteren Kirche ist

die wahrscheinlich 1521 entstandene Kanzel, an deren Brüstungswänden

unter reichen gotischen Baldachinen die Gestalten des Schmerzensmannes

und der vier Kirchenväter in hohem Relief erscheinen. Sie ist ein

Zeugnis für die mit dem zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts rasch

aufsteigenden Reichtum der Stadt verbundene letzte üppige Blüte der

Spätgotik in unserer Gegend.

[Illustration: Abb. 7. =Nikolaikirche.= Blick auf die Orgelwand nach

Aquarell von K. B. Schwarz (um 1784)]

In ihrem Äußeren ist die Nikolaikirche ein merkwürdig formloses Gebilde

von geringem künstlerischem Wert. Doch hat die massige Westfassade

mit ihrem mitten zwischen zwei alten Turmstümpfen sich erhebenden

Barockturm, der dem der Thomaskirche verwandt ist, entschieden einen

malerischen Reiz.

[Illustration: Abb. 8. =Nikolaikirche.= Kanzel von 1521]

[Illustration: Abb. 9. =Paulinerkirche.= Blick auf die Orgel vom Chore

aus]

Die Paulinerkirche, die mitsamt dem umfangreichen Gebäudekomplex

des dazugehörigen Klosters nach dessen Säkularisation 1543 an die

Universität kam und seitdem als Universitätskirche dient, hat ihren

letzten Umbau zusammen mit dem Neubau der Universitätsgebäude in den

neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchgemacht. Sie ist

dabei im Inneren ihrem allgemeinen Charakter nach eine spätgotische

Hallenkirche von etwas kleineren Dimensionen mit drei Schiffen und

einem dreigeteilten Chor geblieben. Auch die Einzelformen, die sie

durch die zwei letzten Bauperioden der Dominikaner erhalten hatte

(um 1485 und 1520), sind im allgemeinen erhalten worden. Für die

Beleuchtungsverhältnisse und die Raumwirkung des Langhauses ist es

von Bedeutung, daß, wahrscheinlich im sechzehnten Jahrhundert,

das obere Stockwerk über dem an die Südwand der Kirche anstoßenden

Kreuzgangflügel als Erweiterung der rechten Empore in den Kirchenraum

einbezogen worden ist. Die Emporen, die das Schiff auf drei Seiten

umrahmen, stammen in ihrer heutigen Gestalt aus dem Beginn des

achtzehnten Jahrhunderts, die prachtvolle geschnitzte Kanzel in frühem

Rokoko aus dem Jahre 1738.

[Illustration: Abb. 10. =Paulinerkirche.= Kanzel von Valentin

Schwarzenburger (1738)]

[Illustration: Abb. 11. =Paulinerkirche.= Epitaphien G. T.

Schwendendörffer (1685), M. H. Horn (1686), J. J. und H. E. Pantzer

(1673)]

Vor der Reformation war der Chor durch einen schlicht gehaltenen

gotischen Lettner abgeschlossen, wurde aber bei Einrichtung der Kirche

für den protestantischen Kultus gegen das Langhaus zu geöffnet. Damals

ist auch der gerade erst wenige Jahrzehnte zuvor auf den Zwinger der

Stadtmauer herausgeschobene Chorabschluß beseitigt und durch eine

einfache Wand mit einem großen Fenster ersetzt worden. Die an die linke

Seitenschiffwand angebauten Kapellen sind zu Beginn des neunzehnten

Jahrhunderts abgetragen worden, und die zahlreichen Epitaphien von

Angehörigen der Universität, sowie einige Denkmäler aus der Periode

der Dominikaner hat man darauf zum Teil im Kreuzgange aufgestellt, zum

Teil aber, so gut es ging, an den hohen Schranken angebracht, die

den Hauptchor von den Nebenchören trennen. Dort bieten sie sich aber,

in enger Folge aneinandergedrängt, dem Beschauer nicht allzu günstig

dar. Das ist um so bedauerlicher, als sich unter ihnen hervorragende

Werke aus fünf Jahrhunderten befinden, die mehr als lokales Interesse

beanspruchen dürfen, angefangen von der buntbemalten hölzernen Statue

des 1307 in Leipzig ermordeten Markgrafen Dietzmann, die mit dem heute

vor dem rechten Nebenchor aufgestellten Sitzbild des heiligen Dominikus

der bedeutendste Zeuge des hohen Standes der Leipziger Plastik im

vierzehnten Jahrhundert ist. Aus den folgenden Jahrhunderten stammen

schöne bronzene Grabplatten und Epitaphien in den strengen Formen der

Renaissance und daneben in den kühnen, gewaltig bewegten des Barock.

Der große Wandelaltar aus dem Beginn des sechzehnten Jahrhunderts

ist neuerdings sorgfältig restauriert und ergänzt worden, und sein

geschnitzter Hauptteil hat auf dem Altarplatz im Chor seine Stelle

gefunden, während man die gemalten Flügel im Nordchor untergebracht hat.

[Illustration: Abb. 12. =Paulinerkirche.= Epitaph des Dr. Joachim von

Kneitlingen (1553)]

[Illustration: Abb. 13. =Paulinerkirche.= Rest des Kreuzganges mit

Grabsteinen]

Nach dem Augustusplatze zu zeigt die Kirche jetzt eine moderne gotische

Fassade in den etwas spielerischen Formen einer nur wissenschaftlich

erfaßten Gotik, während das Eingangsportal noch seine reizvolle

ionische Vorhalle aus dem achtzehnten Jahrhundert bewahrt hat.

[Illustration: Abb. 14. =Paulinerkirche.= Grabmal des Ritters Nickel

Pflug († 1482)]

[Illustration: Abb. 15. =Paulinerkirche.= Westportal (um 1700)]

Für die Schriftleitung des Textes verantwortlich: Dr. Friedrich

Schulze, Leipzig – Photographische Eigenaufnahmen des

Heimatschutzes: Max Nowak – Druck: Lehmannsche Buchdruckerei

– Klischees von Römmler & Jonas, Markert & Sohn, sämtlich in

Dresden

An unsere geehrten Mitglieder!

Wir bitten höflichst, bei Erhalt unserer Hefte sich der

Beitragszahlungen erinnern zu wollen. Wir geben anheim – um größere

Rückstände nicht aufkommen zu lassen – bei Erhalt jedes Heftes einen

Teilbetrag von 2 Mark durch die beigefügte Zahlkarte zu entrichten, bei

Minderbemittelten (Erwerbslose, Kleinrentner, Studenten, Lehrlinge,

Schüler) kann der Betrag auf 1 Mark zurückgesetzt werden.

Wir danken für das uns von unseren Mitgliedern jederzeit

entgegengebrachte Wohlwollen und bitten, uns dieses zu erhalten.

Dresden, im September 1925.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

Andauernde Verluste von _un_eingeschriebenen Geldsendungen veranlassen

uns, zu bitten, Wertsendungen aller Art nur »Eingeschrieben« oder als

»Wertsendung« an uns zu richten.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

Dresdner Vorträge 1925

Vereinshaus, Zinzendorfstraße

abends 8 Uhr

1. Reihe

Montag, den 5. Oktober: _Filmvortrag »Mit den Zugvögeln nach

Afrika«_, Prof. Dr. Neumann, Dresden.

Montag, den 12. Oktober: _Lichtbildervortrag: »Aus Sachsens

Vorzeit«_, Dr. Bierbaum, Dresden.

Montag, den 19. Oktober: _»Legende von der schönen Lau«, von

Mörike._ Alice Verden, Mitglied der Staatstheater

Montag, den 26. Oktober: _Lichtbildervortrag: »Sächsisches

Lachen«_, nach alten Stichen, Bilderbogen und Zeichnungen.

Kurt Arnold Findeisen, Dresden

Montag, den 2. November: _Wagner-Abend._ Kammersänger Fritz

Vogelstrom, Dresden. Am Blüthner-Flügel: Kapellmeister

Striegler

Eintrittskarten: unnumeriert 4.-- M.

numeriert 6.-- M.

nur im

Heimatschutz, Dresden-A.

Schießgasse 24

Einzelkarten werden nicht ausgegeben

Lehmannsche Buchdruckerei, Dresden-N.

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.

Korrekturen:

S. 310: Wertfassade → Westfassade

Doch hat die massige {Westfassade} mit

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XIV, Heft 7-8 · 第 3 / 3 段