Nach 1725 wird _George Werner_ der führende Meister in der S

Anmerkungen zur Transkription

Das Original ist in Fraktur gesetzt. Im Original gesperrter

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Text ist =so dargestellt=.

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Buches.

[Illustration: Cover]

Landesverein Sächsischer

Heimatschutz

Dresden

Mitteilungen

Heft

7 bis 8

Monatsschrift für Heimatschutz, Volkskunde und Denkmalpflege

Band XIV

_Inhalt_: Zum Geleite – Das alte Leipziger Rathaus –

Leipziger Barockhäuser – Die Götterfiguren von Permoser –

Die Frauenberufsschule in Leipzig, ein klassizistischer

Bau – Leipziger Bauten aus der Schinkelzeit – Vom alten

Johannisfriedhof in Leipzig – Leipziger Kirchen

Einzelpreis dieses Heftes 3 Reichsmark

Geschäftsstelle: Dresden-A., Schießgasse 24

Postscheckkonto: Leipzig 13987, Dresden 15835

Stadtbank Dresden 610

Bankkonto: Commerz- und Privatbank,

Abteilung Pirnaischer Platz, Dresden

Bassenge & Fritzsche, Dresden

Dresden 1925

An unsere Leipziger Mitglieder!

Wir nehmen Bezug auf unser Rundschreiben vom 9. September 1925 und

teilen ergebenst mit, daß sich, abgeschlossen am 17. September 1925,

bisher für die Vortragsreihe mit den von Herrn Regierungsrat Dr. Berger

empfohlenen Themen 20 Besucher gemeldet haben und 670 Besucher für die

von Herrn Hofrat Professor Seyffert ausgewählten Vorträge.

Drei Mitglieder machten nicht mit Unrecht geltend, daß Herr

Regierungsrat Dr. Berger wohl die Themen vorgeschlagen, aber sicherlich

nicht eine _einzige_ Vortragsreihe mit allen seinen Vorschlägen

besetzt hätte. Herr Dr. Berger hat dies in einer Karte noch besonders

ausgedrückt.

Da wir _handeln_ mußten, weil der Beginn unserer Herbstvorträge vor der

Tür stand, wollten wir durch unser obiges Rundschreiben nur einmal ein

Gesamtbild der Stimmung erhalten, etwas anderes war nicht beabsichtigt.

Wir werden, wenn es möglich ist, mehr wie bisher in Leipzig örtliche

Themen in unsere Vortragsreihen aufnehmen und damit berechtigten

Wünschen in jeder Weise entgegenkommen. Wir glauben somit im Sinne

von Herrn Regierungsrat Dr. Berger und seiner Freunde zu handeln.

Wenn es manchmal aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich war,

örtliche Themen aufzunehmen, wie dies die Kriegs- und nachfolgende

Inflationszeit leider zur Bedingung machten, so bitten wir, die

damaligen Verhältnisse freundlichst in Betracht zu ziehen und zu

würdigen, da unsere Themen nicht nur für eine Stadt, sondern für

ungefähr 60 Orte bestimmt sind.

Die jetzt beginnende Vortragsreihe, die – genau wie dieses Heft –

monatelang vor der Bergerschen Anregung zusammengestellt war, zeigt,

daß wir durch das zeitgemäße Harth-Thema auf bedeutungsvolle Leipziger

Fragen die gebührende Rücksicht nehmen und auch in Zukunft nehmen

werden.

Mit deutschem Gruß

=Landesverein Sächsischer Heimatschutz=

i. V. Dr. =Adolph=,

Ministerialrat.

=Werner Schmidt=,

geschf. Direktor.

Vortrags-Folge:

Die Vorträge beginnen Punkt ½8 Uhr im _Centraltheater_, Eingang

Gottschedstraße, und dauern in der Regel 1 Stunde.

Freitag, den 25. September: Lichtbildervortrag: »Aus Sachsens

Vorzeit«. Dr. Bierbaum, Dresden.

Freitag, den 2. Oktober: Lichtbildervortrag (bunte Bilder):

»Die Schlösser Potsdams«. Professor Franz Goerke, Direktor

der Urania, Berlin.

Freitag, den 9. Oktober: Lautenabend Sepp Summer.

Freitag, den 16. Oktober: Filmvortrag: »Vom Vogelparadies der

Dobrudscha zu den Siebenbürgener Sachsen«. Oberlehrer Paul

Bernhardt, Dresden.

Freitag, den 23. Oktober: Lichtbildervortrag: »Das Deutsche

Museum in München«. Dr. Ernst Heinz Büttner, Leipzig.

Freitag, den 30. Oktober: Liederabend: Max Hirzel, Heldentenor

der Sächsischen Staatsoper, Dresden.

Freitag, den 6. November: Lichtbildervortrag: »Die Harth und

ihr Wert für die Großstadt Leipzig«. Bürgermeister Dr.

Köhler, Zwenkau.

Eintrittskarten zu 5 Mark – gültig für alle sieben Vorträge – im

Meßamt, bei _Ad. Müller & Co._, Brühl 10/12, und bei Bauunternehmung

_Rudolf Wolle_, Gottschedstraße 17.

Band XIV Heft 7/8 1925

[Illustration: Landesverein Sächsischer Heimatschutz Dresden]

Die Mitteilungen des Vereins werden in Bänden zu 12 Nummern

herausgegeben

Abgeschlossen am 31. Juli 1925

Zum Geleite

Von Dr. _Friedrich Schulze_

Über einer frühen Ansicht der Stadt Leipzig in Braun und Hogenbergs

Städtebuch steht 1572 die kurze schlagwortartige Charakteristik:

»Leipzig, eine durch Pflege der Wissenschaft und durch Handel

berühmte meißnische Stadt«; in der Universitätsgründungsurkunde Papst

Alexanders V. empfing, fast zwei Jahrhunderte früher, nicht nur die

Höflichkeit der Einwohner, sondern sogar die liebliche Umgebung des

Ortes, mit allerdings gewohnter diplomatischer Schmeichelei, ihren

Lobspruch. Der Heimatfreund von heute, der auch die Sachlichkeit

liebt, tritt mit bescheidenerem Anspruch auf. Er erkennt, daß zwar die

geistig-merkantile Regsamkeit der Leipziger durch die Jahrhunderte

geblieben ist; aber er weiß auch, daß der Natur wie den Menschen die

lässige Grazie des deutschen Südens fehlt, – den Menschen insbesondere

deshalb, weil sie zu sehr vom Arbeitstempo erfaßt werden. Doch

wie wir diesen Eigencharakter der Bewohner nicht ändern können,

vielleicht nicht einmal missen wollen, so sollte von uns meer- und

gebirgshungrigen Großstädtern auch der Reiz unserer Auenlandschaft

nicht übersehen werden. Und schließlich: schön oder nicht schön, es ist

für uns die Heimat.

Das alte Leipziger Rathaus

Von Dr.-Ing. _Hubert Ermisch_, Dresden

Aufnahmen des Städtischen Hochbauamtes Leipzig, sowie Eigenaufnahmen

des Heimatschutzes

Unter den alten Rathäusern Sachsens ist, wenn man die heutige Grenze

als maßgebend ansieht, zweifellos das alte Leipziger Rathaus der

bedeutendste und schönste Bau. Bedeutsam, weil er der rechte Vertreter

der sächsischen Rathäuser seiner Zeit ist. Typisch die Folge der

aufgereihten hohen Dachaufbauten und der mittlere vorgestellte

Treppenturm. Und schön muß der Bau genannt werden, weil er bei aller

malerischen Freiheit dennoch das schöne Gleichmaß zeigt, weil er,

ohne seine Umgebung zu ertöten, dennoch kaum schöner an seinen Platz

am Markt hätte gestellt werden können. Das alte Rathaus wurde 1556

von Hieronymus Lotter gebaut. Es entstand in einer Epoche, die in

Obersachsen eine Blütezeit für alle Künste und nicht zum wenigsten

für die Baukunst war. Hier, wo die Wiege der Reformation stand,

war fruchtbarer Boden für die Kunstpflege. Die Reformation gab dem

künstlerischen Schaffen, besonders im Kirchenbau, Freiheit und der

»~nervus rerum~« floß reichlich aus dem Bergsegen des Landes, an dem

nicht nur der Fürst, sondern in hohem Maße auch alle Städte beteiligt

waren. So war für das städtische Bauwesen gute Zeit.

[Illustration: Abb. 1. =Gesamtansicht, jetziger Zustand=]

Es ist bezeichnend für die Epoche der Renaissance, in der alle Welt

von künstlerischen Ideen erfüllt war, daß der Architekt des Baues kein

zünftiger Maurermeister oder Steinmetz – letztere wurden ja damals im

allgemeinen als Architekten genannt – sondern ein kunstliebender und

kunstgeübter Kaufherr, der damalige Bürgermeister Hieronymus Lotter

war. Ihm zur Seite stand allerdings ein künstlerisch hochbefähigter

Steinmetz: Paul Wiedemann. Daß sich in dieser Zeit höchster

Bautätigkeit zwei künstlerisch so hochbefähigte Männer zusammenfanden,

muß als besonders glücklicher Zufall bezeichnet werden. (Abb. 1.)

[Illustration: Abb. 2. =Rathausturm, durch die Katharinenstraße

gesehen=]

Ich möchte behaupten, daß die wenigsten Leipziger wissen, daß die Front

des alten Rathauses einen Knick macht und daß der Turm gar nicht in

der Mitte des Baues steht. Ein Beweis, daß der Erbauer das richtige

Gefühl gehabt hat, daß diese künstlerische Freiheit erlaubt sei und

nicht stören würde. Der Grund ist hinsichtlich des Knickes natürlich

kein rein künstlerischer, sondern ein sehr praktischer. Der neue Bau

wurde auf vorhandenen Grundmauern errichtet, und zwar stand an der Ecke

nach der Grimmaischen Straße zu das kleine alte Rathaus, das uns im

Stadtbild von 1547 sehr anschaulich dargestellt wird. Aber auch dies

ist schon aus zwei Gebäuden zusammengesetzt gewesen, dem eigentlichen

Rathaus und dem Kaufhaus. Zwischen beiden lag eine enge Gasse, das

Loch, eine Örtlichkeit, die in alten Urkunden oft vorkommt. Rathaus und

Kaufhaus standen nicht genau in einer Front, und als man Ende des 15.

Jahrhunderts beide Gebäude zusammenzog und »das Loch« überbaute, blieb

der heute noch sichtbare Knick bestehen. Die andere Unregelmäßigkeit

des Baues, der seitlich stehende Turm, mag wohl im wesentlichen

künstlerische Gründe gehabt haben. Das ganze Marktbild sollte vom Turm

aus beherrscht werden, den der Architekt deshalb näher der Mitte

der gesamten Marktseite stellte. (Abb. 2.)

[Illustration: Abb. 3. =Rathausturm mit Mittelteil des Rathauses=]

In einem erhaltenen Schriftstück Lotters, das bei einer Erneuerung des

Turmknopfes 1573 von ihm verfaßt und in diesen gelegt wurde, sagt er,

er habe 1556 das alte Rathaus lassen einreißen und habe zum Teil die

alten Grundmauern und »einiges Mauerwerk zu Hilfe genommen und wie es

jetzt steht in neun Monaten« erbaut. Der Bau scheint allerdings riesig

rasch vonstatten gegangen zu sein. In einem alten Tagebuch steht, daß

die Kaufleute, die zur Ostermesse den Beginn des Neubaues mit angesehen

hatten, »über so unverhofften Fortgang fast erstarrt waren«, als sie

zur Herbstmesse wieder nach Leipzig kamen.

[Illustration: Abb. 4. =Großer Bürgersaal, jetziger Zustand als

Museumsraum. An der Abschlußwand der Pfeiferstuhl=]

Wenn man die alten Abbildungen des Leipziger Rathauses in zeitlicher

Folge betrachtet, wird man mit Verwunderung sehen, daß ursprünglich

die Erdgeschoßfenster über den Lauben heraussahen, daß zum

Haupteingang eine Treppe hinaufführte, kurz, das Gebäude eine größere

Höhenentwicklung hatte, wie es heute sich uns zeigt. Das hat auch

bestätigt gefunden, wer sich den Oberflächendurchschnitt durch den

Markt gelegentlich der Ausgrabung für das unterirdische Marktmeßhaus

angesehen hat. Der Markt hat sich allmählich gehoben und das Rathaus

versank entsprechend. Hierzu kommt allerdings, daß man die heutigen

Lauben wesentlich höher baute, als die ursprünglichen waren.

[Illustration: Abb. 5. =Kamin im großen Bürgersaal=]

Der obere Abschluß des Rathausturmes stammt vom Jahre 1744. Die alte

Uhr ist noch erhalten. Der überdeckte Austritt über dem Haupteingang

wurde im Jahre 1599 angefügt. Es ist der Platz, von dem aus die

Stadtmusikanten ihre Ständchen brachten. (Abb. 3.)

[Illustration: Abb. 6. =Große Ratsstube, jetziger Zustand=]

Das Äußere des Baues war uns gottlob noch ziemlich unberührt bis

in unser Jahrhundert erhalten und wurde 1906/09 unter Scharenberg

in vorbildlicher Weise wieder hergestellt, wobei der ganze Bau zu

einem stadtgeschichtlichen Museum umgestaltet wurde. Wenn man die

alten Zeichnungen zu den vielfachen Umbauplanungen ansieht, muß man

dankbar sein, daß sie nicht ausgeführt wurden. Meist war es allerdings

lediglich Geldmangel, der davon abhielt. So hat auch die Not der Zeiten

für die Stadt ihr Gutes gehabt. (Abb. 4.)

[Illustration: Abb. 7. =Museumsraum für kirchliche Kunst= (ursprünglich

Schöffenstube)

Das Kreuzgewölbe ist unter Benutzung von Gewölbemalereien des

Paulinerkreuzgangs ausgemalt]

Es war ein überaus glücklicher Gedanke, das alte Rathaus als

stadtgeschichtliches Museum umzubauen. Der größte Teil des

Gebäudeinnern war zu Verwaltungsräumen ausgebaut. Trotzdem haben sich

eine Anzahl schöner Architekturstücke erhalten, so vor allem der

vortreffliche Renaissance-Kamin von 1610 (Abb. 5) und der Pfeiferstuhl,

der wohl noch von 1556 stammt und die Handschrift Wiedemanns zeigt.

Diese Musikempore erinnert daran, daß der Rathaussaal _der_ Saal

der Stadt war. Hier fanden die Bürgerversammlungen statt, hier

wurden die Ratsschmäuse abgehalten, hier feierten die angesehenen

Bürger ihre Hochzeitsfeste und hier war auch der öffentliche

Tanzboden. Der Umbau von 1906/09 hat mit großem Verständnis die

Räume wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht. Man bekommt

so recht ein anschauliches Bild, wie weiträumig und großzügig

unsere Altvordern bauten. Wie schön der große Bürgersaal sich als

repräsentative Diele des Rathauses zeigt, kann das beigefügte Bild am

besten zeigen. (Abb. 6.)

[Illustration: Abb. 8. =Museumsräume für kirchliche Kunst, anschließend

an den großen Saal im Hauptgeschosse=]

Leipziger Barockhäuser

Von _Nikolaus Pevsner_, Dresden

Mit Eigenaufnahmen des Heimatschutzes

Wenn Leipzig unter den deutschen Großstädten nicht im Rufe einer

Kunststadt steht, soweit es die bildenden Künste angeht, so hat das

seinen Grund im wesentlichen darin, daß es hier in der Tat niemals

eine eigentliche Maler- oder Bildhauerschule von Bedeutung gegeben

hat. Und auch für die Baukunst mußten die Dinge, sollte man meinen,

ungünstig liegen. Für die Errichtung großer Bauten weltlicher Natur

etwa, wie Schlösser oder Paläste, kam Leipzig, das nie der ständige

Wohnsitz eines Herrschers gewesen ist, nicht in Frage. Um so mehr muß

es Bewunderung erregen, daß die bürgerliche Architektur der Stadt

es vermocht hat, sie überall mit Gebäuden von viel höherem Werte zu

schmücken, als gemeinhin bekannt ist. Denn wenn der Leipziger wie der

Reisende auch die Denkmäler der deutschen Renaissance des sechzehnten

Jahrhunderts, wie das Alte Rathaus und das Fürstenhaus, kennt und

schätzt, so gehen beide doch fast stets achtlos an all den Bauten

vorbei, die den alten Straßen Leipzigs eigentlich ihr Gepräge und

ihren nur ihnen eigentümlichen Wert verleihen. Ich meine die Wohn-

und Handelshäuser der Barockzeit, also des Jahrhunderts zwischen dem

Dreißigjährigen Kriege und dem Beginn der Aufklärungsperiode, der

Zeit unserer Klassiker. Nur den wenigsten dürfte bekannt sein, daß

keine deutsche Stadt eine solche Fülle größter Bürgerbauten von guter

künstlerischer Qualität aus dieser Zeit besitzt, wie es in Leipzig

noch vor dreißig Jahren der Fall war. Es wäre sonst nicht möglich

gewesen, daß so wenig für die Pflege dieser Kunstdenkmäler geschah,

daß wieder und wieder wichtige Häuser in der inneren Stadt abgerissen

wurden, um Meßpalästen oder Banken Platz zu machen[1], und daß manche

der bedeutendsten in ernstlichen baulichen Verfall gerieten. Noch bis

vor kurzem ließ man ruhig die Fassaden abbröckeln, entfernte man große

Teile ihrer Stuckverzierungen, ließ im Inneren, um die Zimmereinteilung

zu ändern, Stuckdecken zerstören und verunzierte vor allem Portale und

Torwege durch Schaukästen, ganze Fassaden durch Reklameschilder.

So hat es eine besondere Begründung, gerade an dieser Stelle auf

die geschichtliche und ästhetische Bedeutung der Leipziger Häuser

hinzuweisen, die zu allem übrigen bisher auch kunsthistorisch weit

weniger bekannt waren, als es ihr Wert verdiente[2].

Je mehr man es sich überlegt, um so stärker muß es Wunder nehmen,

daß Leipzig nicht schon deshalb diesen Baudenkmälern mehr Beachtung

geschenkt hat, weil es in ihnen die aufrechten Zeugen seiner größten

Zeit verehren muß. Denn das war ohne Frage jenes Jahrhundert nach dem

großen Kriege, als hier an der Universität längere oder kürzere Zeit

ein Leibniz, Thomasius, Christian Wolff, Carpzov, Gottsched, Gellert

oder Christ tätig waren, oder als hier entscheidende Jugendeindrücke

an die Großen der Dichtung, an Goethe und Lessing, an Günther und

Klopstock vermittelt wurden. Und es war das nämliche Jahrhundert, da

in den Kirchen als Kantoren oder Organisten Joh. Seb. Bach, Kuhnau,

Schein und Telemann wirkten. Und wie sehr nahmen damals die führenden

Kreise der Stadt an diesem Kunstleben teil, indem sie ihre Söhne selbst

zu Gelehrten erzogen oder indem sie als Handelsherren ein offenes Auge

und eine natürliche Vorliebe für die Künste hatten, sich Sammlungen

anlegten und – vor allem – sich Villen, Parks und Stadthäuser bauten.

Denn gerade die Baukunst war im achtzehnten Jahrhundert nicht nur

eine Vorliebe der Gebildeten, sondern eine Leidenschaft, die Unsummen

verschlang und der sich jeder widmete, der nur irgendwie die Mittel

aufbringen konnte, ihr zu dienen. Die Überfülle herrlichster Bauten des

Barock und Rokoko in Deutschland ist der schönste Zeuge dieser Passion.

Wie ernstlich die Bauherren es damit meinten, beweist am besten, daß

gründlicher Unterricht in der Architektur in Fürsten-, Adels- oder

Patrizierfamilien zur notwendigsten Erziehung der Jugend gehörte, so

daß die Bauherren fast stets imstande waren, selbst bei den Planungen

mitzureden, selbst zu messen, zu zeichnen, ja zu entwerfen[3].

So fehlte es damals in Leipzig weder an vielseitiger Anregung, noch

an Verständnis gerade für die Baukunst, noch gar an Mitteln. Alle

Voraussetzungen waren gegeben, und ziemlich genau mit dem Jahre 1700

setzt nach etwa zwei vorbereitenden Jahrzehnten die eigentliche

Blütezeit ein. Denn unmittelbar nach dem großen Kriege war die Stadt,

die allein zwischen 1631 und 1642 fünf Belagerungen erlitten hatte,

noch zu sehr geschwächt, um an monumentale Gebäude denken zu können.

Immerhin entstand schon damals, in den fünfziger Jahren, das erste

große und wertvolle Bürgerhaus der Barockperiode, _Deutrichs Hof_,

dessen Hauptschauseite am Nikolaikirchhof, – ein erstes Opfer der

Leipziger Achtlosigkeit – abgerissen wurde. Wie hoch aber auch in

diesen Anfangsjahren schon die Qualität der Architektur war, lehrt

neben den zahlreichen schönen, mit üppigem Pflanzenornament bedeckten

Erkern, von denen auch viel zu viele Neubauten zum Opfer fielen,

besonders das Kleinod der _Alten Börse_ am Naschmarkte (Abb. 1), die

1678/87 von _Christian Richter_ erbaut wurde und deren von _Simonetti_

geschaffene schwungvolle Stuckdecke im Inneren dem reich und lebhaft

geschmückten Äußeren mit seinen girlandenbehängten Pilastern, dem hohen

Portal und der ausladenden Freitreppe ebenbürtig ist.

[Illustration: Abb. 1. Christ. Richter: =Alte Börse am Naschmarkt=

(1678–1687)]

Der Anstoß aber zum höchsten Aufschwung wurde erst 1701 gegeben, mit

dem Amtsantritt des Bürgermeisters Franz Conrad _Romanus_, eines

erst sechsunddreißigjährigen Schützlings August des Starken, der dem

protestierenden Rate aufgezwungen wurde und die ganze lebenserfüllte

Beweglichkeit seines Kurfürsten nach Leipzig einführte. Sofort begann

er mit dem Bau eines Stadthauses, eines Palastes kann man wohl sagen,

wie Leipzig ähnliches bisher noch nicht gekannt hatte, und verschaffte

sich als Bauleiter einen Dresdner Meister, der eben damals, auch

gegen den Wunsch der Zunft und der leitenden Stellen, zum Leipziger

Ratsmauermeister ernannt worden war: _Johann Gregor Fuchs_, der nun bis

zu seinem Tode, 1715, der tonangebende Künstler Leipzigs bleibt.

[Illustration: Abb. 2. Joh. Gregor Fuchs: =Romanushaus,

Katharinenstraße Ecke Brühl= (1701–1704)]

Das 1701 bis 1704 gebaute _Romanushaus_ am Brühl (Abb. 2) mußte damals

einen sehr starken Eindruck auf die Leipziger machen. Eine solche

Größe, eine solche Pracht, die Monumentalität dieser hohen Pilaster

der Mittelvorlage, der Schwung dieser Giebel, die saftige Schwere

dieser Dekoration waren unerhört und regten die reichen Handelsherren

der Stadt an, es dem neuen Bürgermeister gleich zu tun. Ein wahres

Baufieber ergreift die Stadt und hält nun ununterbrochen Jahrzehnte

hindurch an. Der beste Beweis für die Stärke dieser Leidenschaft ist ja

das Schicksal des Romanus selbst, der, um sein Haus bauen zu können,

städtische Gelder veruntreute und nach kaum vier Jahren der fürstlichen

Herrlichkeit für immer in der Festung Königstein verschwand.

[Illustration: Abb. 3. Joh. Gregor Fuchs: =Äckerleins Hof, am Markt=

(1708–1714)]

Allein das schreckte niemand ab. 1705 ließ _Dietrich Apel_, derselbe,

der später den schönsten Leipziger Park – Apels Garten – sein eigen

nannte, das große »_Königshaus_« am Markt durch Fuchs errichten. Und

mit dem Jahre 1708 beginnt _Peter Hohmann_, der reiche Bankier, seine

Laufbahn als Bauherr mit einem der wichtigsten Leipziger Gebäude,

_Äckerleins Hof_ am Markte (Abb. 3). Die Größe solcher Stadthäuser

ist natürlich nur dadurch zu erklären, daß von Anfang an außer der

Wohnung des Herrn seine Geschäftsräume, Lagergewölbe und Mietswohnungen

vorgesehen waren. Ja, auch diese letzten waren noch einem

geschäftlichen Zwecke dienstbar; denn in der Messezeit, in der also

schon damals Raumknappheit herrschte, wurden sie an Kaufleute für ihre

Waren vermietet, wie wir es von Goethes Zimmer in der »Feuerkugel« aus

Dichtung und Wahrheit wissen. Auch Äckerleins Hof, wie alle Hauptbauten

der betreffenden Jahre, ist ein Werk Fuchsens, der hier beweist,

ein wie entwicklungsfähiger Künstler er gewesen ist. Denn ein gut

Teil der Schwere und Kraft des Romanushauses hat sich hier in Eleganz

und eine – wenn auch krafterfüllte – Beherrschtheit verwandelt. Alle

Bauglieder sind zarter und zurückhaltender geworden, die ganze Fassade

hat weniger Reliefausladung und betont mehr ihren Flächencharakter.

Auch hat Fuchs erst hier den so bezeichnenden Leipziger Durchgangshof

ausgebildet.

[Illustration: Abb. 4. Christian Döring: =Hohmannsches Haus,

Katharinenstraße 16= (1715)]

Ein neuer Beweis für die Bauleidenschaft der Zeit ist es, daß Hohmann

ein Jahr nach der Vollendung dieses umfangreichen Gebäudes sogleich

an den Bau eines an Fassadenbreite noch größeren desselben Zweckes

geht. Mit dem 1715 begonnenen Hause _Katharinenstraße 16_ (Abb. 4)

– neben dem Romanushause und Äckerleins Hof sicher das schönste der

Stadt – konnte sich der Bauherr aber nicht mehr an Fuchs wenden

und suchte sich mit bemerkenswert sicherem Urteil den weitaus

begabtesten unter dessen Leipziger Kollegen, den jungen Mauermeister

_Christian Döring_, aus. Dieser, ein Künstler von ganz eigenem und

starkem Charakter, schuf in der Fassade des neuen Hohmannhauses ein

Meisterwerk dekorativer Phantasie, stilgeschichtlich ebenso bedeutsam

wie künstlerisch vollendet mit der wirkungsvollen Verteilung des

Schmuckes auf die Mittel- und Seitenvorlagen, mit den merkwürdig

gebrochenen Fensterverdachungen und -rahmungen, mit dem Ausklingen in

den schwingenden Giebelungen der Dachluken. Mit Häusern wie diesem

erreichte Leipzig das, was sich dem Charakter der Stadt als am

gemäßesten erwies. Dieser Stil dekorativer Überfülle und Unmäßigkeit,

schon seit Deutrichs Hof und der Börse vorklingend, wurde beibehalten,

wenn auch natürlich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verändert. Döring

gehört das Schönste der Zeit zwischen 1715 und 1725 an, Häuser wie

Katharinenstraße 14, Grimmaische Straße 20 oder vor allem _Neumarkt 12_

(Abb. 5), von ganz besonders saftiger Üppigkeit in der Ornamentik. Auch

der »Kaffeebaum« mit seinem bekannten Türrelief des sitzenden, Kaffee

trinkenden Türken muß auf ihn zurückgeführt werden.

[Illustration: Abb. 5. =Neumarkt 12= (Etwa 1718–1720)]

Nach 1725 wird _George Werner_ der führende Meister in der Stadt, auch

er vom Geiste äußerster Schmuckfreudigkeit erfüllt. Dies ist bei ihm

um so beachtenswerter, als Dresden, das nächste Kunstzentrum neben

Leipzig, und ebenso ganz Norddeutschland, ebenso Wien sich damals schon

vom eigentlichen deutschen Barock abgewandt hatten und den Zielen des

von Frankreich beeinflußten Rationalismus nachgingen. Nur Böhmen,

Sachsens südlicher Nachbar, hielt mit ebensolcher Zähigkeit an dieser,

gerade seiner deutsch-slawischen Mischkultur sehr entsprechenden

Freude an überquellender Zier und den phantastischsten Schmuckformen

fest. In Leipzig herrscht im wesentlichen bis 1740 dieser eigentliche

deutsche Barock; denn Werners Hauptbauten, der 1728 bis 1729 errichtete

_Hohmanns Hof_ auf der Petersstraße (Abb. 6), das dritte der großen

Leipziger Hohmannhäuser, und _Kochs Hof_ am Markt von 1735 bis 1739

(Abb. 7), das größte von allen Bürgerhäusern der Stadt, dessen

Errichtung Hohmanns Kompagnon Koch 133000 Taler gekostet hat, sind ganz

von ihm durchdrungen, wenn der stilgeschichtlich schärfer Blickende

gerade in Kochs Hof auch schon Ansätze zu einer Rückbildung

finden kann; ein beginnendes Streben nach Beruhigung der Formen, der

Fensterverdachungen z. B., und nach einer Beschränkung der reichen

Dekoration auf die baulich wichtigsten Teile der Fassade.

[Illustration: Abb. 6. George Werner: =Hohmanns Hof, Petersstraße 15=

(1728–1729)]

Aber selbst als gegen 1740 von Dresden her jener stillere und dabei

französisch elegantere Stil einzieht, wandelt auch er sich unter den

Händen der Leipziger Baumeister sogleich ins Belebtere und Dekorative.

Gerade für diese Zeit hat die traurige Umgestaltung der inneren

Stadt um 1900 besonders viele Lücken gerissen und das Schönste vom

Erdboden verschwinden lassen. Doch zeigen immerhin noch Häuser wie

_Katharinenstraße 19_ oder _21_ (Abb. 8), wie in diesen Jahren die

Künstler – Werner und Fr. Seltendorff kommen vor allem in Betracht –

klare und ruhige Gliederung der Fassaden mit noch immer blühender und

phantasievoller Ornamentik zu vereinen verstanden.

[Illustration: Abb. 7. George Werner: =Kochs Hof, am Markt= (1735–1739)]

Ihr wirkliches Ende findet diese Blütezeit der Leipziger Kunst erst

durch den Siebenjährigen Krieg mit der Besetzung der Stadt und den

schweren Kontributionen und durch die gleichzeitig überall einsetzende

Abwendung vom Rokoko, die schon in Goethes Leipziger Studentenzeit

ihre Rolle spielt. Ein Jahrhundert ziemlich genau ist es also, dem

die Leipziger Barockhäuser ihr Entstehen verdanken, Häuser von hohem

Werte, wie wir gesehen haben, die von Leipziger Meistern stammen und

vom Geiste der Stadt erfüllt sind. Und wenn all das, was ein jeder in

der Stadt mit Augen sehen kann, noch nicht hinreichte, um über die

Bedeutung dieser Bauten aufzuklären, dann sollte doch die Erinnerung an

die Hochachtung, mit der Goethe so viele Jahre nach seiner Leipziger

Zeit in Dichtung und Wahrheit von ihnen spricht, ein übriges tun.

Nicht eindringlich genug kann also davor gewarnt werden, daß Leipzig

seinen wichtigsten Denkmälerbestand aus Fahrlässigkeit allmählich

zugrunde gehen läßt. Zu viel ist bereits geschehen, und man muß mit

dem, was übrig ist, sparsam sein. Unvernünftige Wiederherstellungen der

Kirchen »im alten Stil« haben in den achtziger und neunziger Jahren

dazu geführt, daß die barocken Altäre und Einbauten schonungslos

entfernt und durch trocken neugotische Geräte ersetzt wurden, wobei

auch Stücke von so großer Schönheit, wie der Fürstenstuhl der

Thomaskirche (jetzt im Stadtgeschichtlichen Museum) keine Gnade fanden.

Und wie gut hatten all diese malerischen Gebilde in die Leipziger

Hallenkirchen der Reformationszeit gepaßt! Ja, an der Matthäikirche

hat man sogar die Vorhalle der Barockzeit und den Dacherker derselben

Epoche beseitigt.

Um so schonender muß die Stadt und müssen die Bürger mit ihren

weltlichen Baudenkmälern umgehen. Denn hier ist trotz so vieler

Sünden noch genug vorhanden, um Leipzig den Ruhm einer wirklichen

Bauschule in der Barockzeit zu sichern. An dieser Stelle ist es, wo

die Denkmalpflege einsetzen muß, und zwar nicht nur die amtliche,

sondern vor allem die private der Besitzer wertvoller Häuser und die

städtische, d. h. die Vorsorge des Rates und der Baupolizei.

Fassen wir in diesem Sinne zusammen, welche Maßnahmen notwendig

sind, und welche Schäden ihre Nichtachtung der Stadt und ihren

Denkmälern bringen würde: Zunächst ist selbstverständlich Sorge zu

tragen, daß nicht mehr zu Meß- oder ähnlichen Zwecken Häuser von

kunstgeschichtlicher Bedeutung abgerissen werden. Noch dem Neubau der

Darmstädter Bank am Markt fiel kurz vor dem Krieg eines der besten

Leipziger Rokokogebäude zum Opfer. Es handelt sich ferner nicht nur

darum, die Häuser vor dem Abbruch zu schützen, sondern auch, wo ein

solcher unvermeidlich ist, darum, ihren beweglichen Kunstbesitz zu

retten. Durch das Eingreifen des Kunsthistorikers Dr. Holtze wurde

beispielsweise der völlige Ruin der besten Gartenfiguren des Barock

verhindert, die Leipzig aus der Blütezeit seiner Parks noch besaß:

des Jupiter und der Juno von Permoser, die nun in den Palmengarten

überführt wurden[4].

Zum zweiten ist es durchaus erforderlich, bei Neubauten im Inneren

alter Häuser historisch gebildete Sachverständige zu Rate zu ziehen.

Wie viele gute Stuckdecken, die noch in Gurlitts Werk aufgezählt sind,

hätten dadurch erhalten bleiben können, – von dem absoluten Werte der

alten, beabsichtigten Zimmereinteilung gar nicht zu reden.

Drittens – und gerade das ist für die Wirkung der Häuser so sehr

wichtig – sollte behördlicherseits gegen die Verunzierung schöner

Fassaden durch Reklameschilder und Schaukästen vorgegangen werden.

Daß dies so oft nötig wäre, liegt eben auch daran, wie wenig bekannt

der Wert dieser Barockhäuser in weiten Kreisen ist. Denn aufdringlich

angebrachte Geschäftsauslagen und Plakate bringen nicht nur die ganze

Schauseite um ihre Wirkung, sie können auch wirklichen Sachschaden

anrichten. So hat sich ein solcher z. B. gezeigt, als jüngst das

Hohmannhaus in der Katharinenstraße von dem Schild befreit wurde, das

in der Höhe des Fußbodens der ersten Etage den ganzen Erker verdeckte.

Der Regen, der jahrelang durch das Schild am Abfließen verhindert

worden war, hatte sich gesammelt und schwere Zerstörungen an den

Figuren des Portalgiebels angerichtet. Ebenso würde man beim Abnehmen

von Schaukästen an den Haustoren erst sehen, wie die feine Ornamentik

gerade dieser Teile gelitten hat. Aber selbst von solchen Schäden

abgesehen, genügten auch reichlich die anderen, die der Schönheit

der Häuser durch diese Reklamen angetan werden, um städtischen oder

staatlichen Einspruch zu rechtfertigen. Freilich, besser noch wäre es,

die Besitzer der Häuser sähen das von selbst ein und gingen endlich

alle dagegen vor.

[Illustration: Abb. 8. Fr. Seltendorff oder George Werner:

=Katharinenstraße 19=

Fr. Seltendorff, =Katharinenstraße 21= (1748–1750)]

Und gerade hier – das muß erfreulicherweise gesagt werden – scheint

sich eine Wendung zum Guten zu zeigen. In den letzten Jahren ist man

daran gegangen, die schönsten der Leipziger Häuser abzuputzen und

hat öfters dabei auch das Reklameunwesen abgestellt. Mit Äckerleins

Hof begann es, Kochs Hof und Hohmanns Hof folgten, so daß ein Anfang

jedenfalls gemacht ist. Diese anscheinende Besserung der Sachlage

offenbart, daß den Gebildeten der Stadt allmählich aufgeht, welchen

Schatz bedeutender Kunst sie an ihren alten Handelshäusern noch

besitzen. Trotzdem muß man immer noch nur zu oft die Beobachtung

machen, daß diese Erkenntnis noch viel zu wenig verbreitet ist, und, da

darin sicher der Urquell aller der gezeigten Schäden beruht, so mußte

es die Hauptaufgabe dieser Betrachtung sein, darauf hinzuweisen und auf

die Notwendigkeit sorgfältigster Schonung und Pflege dieser Denkmäler

mit Nachdruck aufmerksam zu machen.

Fußnoten:

[1] Nur durch die reiche Photographien-Sammlung in den

Schaukästen und Schränken des Stadtgeschichtlichen Museums

kann man sich noch einen Begriff von all dem verschaffen,

was zu Grunde gegangen ist.

[2] Trotz der Besprechung Cornelius Gurlitts in den Älteren

Bau- und Kunstdenkmälern Sachsens, Heft 18, die sich

eingehend und liebevoll mit dem Leipziger Barock befaßt,

leider aber ganz ohne archivalische Fundierung blieb.

In einer größeren Arbeit über die Leipziger Baukunst

der Barockzeit (Dissert. Leipzig 1924) konnte ich das

außerordentlich reichlich vorhandene Aktenmaterial

verwenden und auf Grund der dadurch sich ergebenden Daten

eine kunstwissenschaftliche Geschichte der Leipziger

Barock-Architektur vorlegen, auf die ich für alles folgende

verweise.

[3] Auch in Leipzig findet sich mehrfach der Fall, daß als

Entwerfer von Bauten keine Berufs-Architekten, sondern

Patrizier der Stadt überliefert sind, für das ehemalige

Georgenhaus z. B. der Kaufherr Georg Bose oder für das alte

Gewandhaus der Appellationsrat Chr. Ludw. Stieglitz.

[4] Vgl. Otto Holtze: Leipziger Barockplastik. Ein

Rettungsversuch. Leipz. Tageblatt, 26. Januar 1922. –

Darüber den folgenden Artikel.

Die Götterfiguren von Permoser

Von Stadtbaudirektor _Max Reimann_, Leipzig

Eigenaufnahmen des Heimatschutzes

Von den berühmten Barockgärten Leipzigs war der Apelsche, später

Reichelsche Garten genannt, vor dem Thomaspförtchen der größte. Von

der ganzen Pracht der alten Gartenschönheit und der Erinnerung an die

heiteren prunkenden Feste hat sich nur ein Teil der Gartenplastik auf

unsere Zeit gerettet. Es sind die Sandsteinfiguren des Jupiter, der

Juno, des Mars und der Venus von dem Bildhauer Balthasar Permoser,

gebürtig aus dem oberbayrischen Weiler Kammer. Permoser war zunächst

im Jahre 1704 von Friedrich I. nach Berlin berufen worden; dann aber

wirkte er vom Jahre 1710 bis zu seinem Tode im Jahre 1732 als ein

Hauptverkünder der Prunk- und Kunstfreude Augusts des Starken in

Dresden. Seine Werke für den Zwinger, auf dem katholischen Friedhof und

in der Hofkirche seien hier nur gestreift.

[Illustration: Abb. 1. =Jupiter=, von Permoser (Leipzig, Palmengarten)]

Die vier Götterfiguren in Leipzig haben zum Teil schwere Schicksale

erlitten, die wohl nicht zum wenigsten der verständnislosen

Geringschätzung zuzuschreiben sind, die lange Zeit der Kunst des Barock

entgegengebracht wurde. Jupiter und Juno standen noch lange in der

Nähe ihres ursprünglichen Standortes, im Vorgarten des Sophienbades in

der Otto-Schill-Straße. Als das Bad im April 1922 abgebrochen wurde,

ließ der Rat beide Figuren nach dem Palmengarten überführen, wo sie

eine Aufstellung gefunden haben, die ihrer ursprünglichen Bestimmung

jedenfalls näherkommt als es an dem bisherigen Platze der Fall war.

Die beigegebenen Aufnahmen zeigen ihren jetzigen Stand. Im Sommer bei

belaubtem Baumhintergrund ist ihre Wirkung am günstigsten. Jupiter

schleudert mit großer Anstrengung seinen Blitz. Sein Adler sitzt auf

einem Gebilde, das eher versteinerter Meeresbrandung als einer Wolke

gleicht. Juno mit ihrem Pfau in majestätischer Haltung, mit wallendem

Gewande, das sie kokett rafft, um dem Beschauer anzudeuten, welche

Formen sich dahinter verbergen. – Zwei treffliche Beispiele barocker

Bildnerei. Von der Venus wußte man, daß sie im Erdreich des Vorgartens

in der Otto-Schill-Straße schlummerte, seitdem ein Sturm sie vom Sockel

geworfen hatte. Ich ließ sie freilegen, fand aber leider einen Torso,

der die Reize der Liebesgöttin kaum mehr ahnen ließ. Der Sockel fehlte

ganz, es war nichts hinüber zu retten. Der Mars in mittelalterlicher

Rüstung führte bisher in einem Lagerschuppen hinter dem alten

Johannishospital kopflos ein verschwiegenes und unrühmliches Dasein.

Gesicht und Helm sind bis zur Unkenntlichkeit beschädigt. Besser ist

der kapitälartige Sockel erhalten. Ohne eine weitgehende Ergänzung

dürfte eine Wiederaufstellung nicht denkbar sein. Ob sich in unserer

Zeit ein pietätvoller Retter findet?

[Illustration: Abb. 2. =Juno=, von Permoser (Leipzig, Palmengarten)]

Die Frauenberufsschule in Leipzig, ein klassizistischer Bau

Von Dr.-Ing. _Hermann Kuhn_, Leipzig

Eigenaufnahmen des Heimatschutzes

Wohl die Mehrzahl von Leipzigs Einwohnern geht tagtäglich gedankenlos

an manch altem schönen Baudenkmal früherer Zeiten vorbei, ohne zu

wissen, welchen baugeschichtlichen Zusammenhängen oder welchem Manne

die betreffende Bauschöpfung ihren Ursprung verdankt. Ich habe es mir

zur Aufgabe gestellt, in der vorliegenden Abhandlung eines Mannes

zu gedenken, der am Ende des achtzehnten Jahrhunderts lebte und in

Leipzig für die Einführung des klassizistischen Baustiles von großer

Bedeutung war, des Baudirektors Johann Carl Friedrich Dauthe. – Wie

wenigen der Jetztzeit wird dieser Name bekannt sein! Und doch haben

wir noch heute in unserer Stadt ein Bauwerk, welches beredtes Zeugnis

ablegt für die großen Fähigkeiten jenes Mannes. Es ist dies die jedem

Leipziger wohlbekannte Frauenberufsschule in der Schillerstraße, welche

als erste Bürgerschule von Dauthe geschaffen wurde. Zweck dieser Zeilen

soll es sein, die interessante Entstehungsgeschichte dieses in seiner

ursprünglichen Form erhaltenen Gebäudes in kurzen Worten zu skizzieren.

[Illustration: Abb. 1. =Frauenberufsschule Leipzig, altes Wappen der

Moritzbastion=]

Nach Abschluß des Hubertusburger Friedens (1763) stellte der damalige

regierende Kurfürst von Sachsen die gesamten Festungswerke Leipzigs,

die sich während des Siebenjährigen Krieges als völlig ungeeignet

und zwecklos erwiesen hatten, dem Rate der Stadt mit der Bedingung

zur Verfügung, daß die Festungsanlagen beseitigt und die gewonnenen

Plätze »gemeinnützig« gemacht werden sollten. Die Stadt nahm wohl das

Anerbieten an, kam jedoch den gestellten Bedingungen aus Geldmangel

nur langsam nach. Die festen Basteien blieben zunächst noch bestehen,

doch wurde ein großer Teil der Schanzen (»Ravelins«) abgetragen,

das Erdreich zur Ausfüllung des Festungsgrabens verwandt, und auf

dem so gewonnenen Boden teils Alleen, teils Obst- und Gemüsegärten

angelegt. Erst Bürgermeister Müller trat mit Energie für die restlose

Erfüllung der vom Kurfürsten gestellten Bedingungen ein. Es waren die

Befestigungsanlagen zwischen dem Grimmaischen und Halleschen Tore längs

der Stadtmauer, die noch der Umwandlung bedurften; so war auch die alte

Moritzbastion an der Südostecke der Stadt noch erhalten geblieben. Um

das gewaltige Mauerwerk dieser Anlage sachgemäß auszunutzen, hatte man

die Absicht, die Moritzbastion als Untergrund für eine zu errichtende

Bürgerschule zu verwenden. Der Gedanke zur Schaffung dieser Schule ist

der nimmermüden Regsamkeit des Bürgermeisters Müller zu verdanken.

Bereits im Jahre 1792 war auf dessen Betreiben eine Ratsfreischule

errichtet worden. Für die arme Stadtbevölkerung Leipzigs war dadurch

Sorge getragen, aber auch für die mittleren Volksklassen, die gern

ein mäßiges Schulgeld bezahlt hätten, mußte eine öffentliche Schule

geschaffen werden. Im Februar 1795 richteten auf Müllers vorherige

Anregung hin fünfundzwanzig Leipziger Innungen ein Schreiben an

den Rat, worin sie die Bitte aussprachen, der Rat möge ihnen »eine

allgemeine Bürgerschule schenken«, in welcher ihre Kinder »gegen ein

billiges Schulgeld einen ebenso wohltätigen und zweckmäßigen Unterricht

als die armen Kinder in hiesiger Freischule genießen könnten«. Die

Stadtbehörde kam der Eingabe wohlwollend entgegen. Mit dem Entwurfe

und der Ausführung wurde der damalige Baudirektor der Stadt Leipzig,

Dauthe, betraut. Im März 1796 legte er die Pläne zu dem Schulgebäude

vor, das auf der Moritzbastei seinen Platz finden sollte, da man dort

in dem Mauerwerk der alten Festung den besten Untergrund zu finden

hoffte.

[Illustration: Abb. 2. =Frauenberufsschule Leipzig, altes Wappen der

Moritzbastion= (Rekonstruktion nach Gurlitt)]

Diese Festungsbastion war in den Jahren 1551 bis 1553 in offener

Fünfeckform erbaut worden, und zwar auf Veranlassung des Kurfürsten

Moritz, der auch weiterhin die alten Befestigungswerke Leipzigs

aufbauen und noch mehrere neue Bastionen dazu errichten ließ. Die

Leitung der Bauten lag dem damaligen Bürgermeister Lotter ob. Aus

dem ersten Baujahre (1551) existiert ein altes kurfürstliches Wappen

an der Spitze der alten Zwingmauer, das heute noch, allerdings stark

verwittert, von den Anlagen aus zu sehen ist. Die Festungskeller der

Bastion sind mit der Zeit zum großen Teile zugeschüttet worden, nur

etwa ein Sechstel der gesamten Kelleranlage ist noch zugänglich. Diese

starken äußeren Bastionsmauern bewiesen sich als standhaft zum Aufbau

der Schule und sind es auch heute noch, aber das Innere der Bastion

bot nicht den Baugrund, den man zu finden hoffte. Man war gezwungen,

die nach dem Hofe zu liegenden Umfassungsmauern des Schulgebäudes

auf die Gewölbe der Bastion zu setzen. Diese gaben jedoch nach,

da außerdem der tiefere Baugrund nicht aus »gewachsenem Boden«

bestand, sondern aus den ehemals bei der Ausgrabung des Stadtgrabens

hier aufgeschütteten Erdmassen, ein Baugrund, »in dem der Rammel

noch bei den längsten Pfählen keinen Halt gefunden«. Man sah sich

deshalb veranlaßt, die Gewölbe zu untermauern, nachdem außerdem durch

Pfahlroste ein einigermaßen geeigneter Baugrund geschaffen worden war.

Trotzdem waren aber späterhin noch des öfteren Reparaturarbeiten an

der Gründung nötig. – Die Form der Bastion bedingte eine auch nicht

alltägliche Grundrißlösung. Ein Blick auf den Grundriß der Schule zeigt

das Festhalten Dauthes an einem damals bereits überholten Baustile[5].

Man könnte meinen, es hier mit einem Bau aus der Rokokozeit zu tun

zu haben, während die Fassade dementgegengesetzt das Wiederaufleben

des Klassizismus zur Schau trägt. Auffällig und eigentümlich ist die

Gestaltung der Aula, die stark an den alten Gewandhauskonzertsaal

Dauthes in Form und Abmessung erinnert (rund 11 Meter × 23 Meter). Auch

hier in dieser Schulaula zeigt sich wie dort eine gute Akustik; es

scheint, als ob der Architekt hierauf ebenfalls großen Wert gelegt hat,

denn es sind ähnliche Prinzipien befolgt wie bei jenem Saale.

[Illustration: Unterer Keller.]

Abb. 3]

[Illustration: Oberer Keller.]

Abb. 4]

[Illustration: Abb. 5]

[Illustration: Durchschnitt im nordöstlichen Flügel

Durchschnitt im südwestlichen Flügel

Abb. 6]

[Illustration: Abb. 7. =Hofansicht der Schule aus heutiger Zeit=]

[Illustration: Abb. 8. =Bürgerschule.= Außenansicht der Schule aus dem

Jahre 1830]

Die genauen Fortschritte des Baues lassen sich aus den Akten nicht

feststellen, man kann lediglich die verbrauchten Bausummen hierbei

zu Rate ziehn. 1796 war begonnen worden, 1802 war erst ein Drittel

der Gesamtanlage äußerlich vollendet. Schuld an der Verzögerung

waren die Gründungsarbeiten, die in unvorhergesehenem Maße Zeit und

Geld verschlangen. Müller sollte die Vollendung des Baues nicht

mehr erleben, da er 1801 verstarb. Mit ihm war der Hauptförderer

dahingegangen, was auf dem weiteren Fortgang der Bauarbeiten von

wenig gutem Einfluß war. 1803 wurde versuchsweise in dem inzwischen

ausgebauten linken Flügel mit dem Unterricht begonnen. Bis 1804 wurde

dann noch der Mittelbau fertiggestellt, während die nun folgenden

Jahre nur geringen Fortschritt der Bauarbeiten zeigen. Erst Dauthes

Nachfolger im Leipziger Bauamte, der Bauinspektor August Wilhelm

Kanne, stellte die Schule vollständig bis zum Jahre 1834 fertig. In

der Grundrißgestaltung ist deutlich zu erkennen, daß beim Ausbau

des rechten Flügels eine andere Architektenhand als bisher gewirkt

hat. Bei Dauthe ist ein Festhalten an barocker Grundrißgestaltung

unverkennbar, Kanne ist jedoch darauf bedacht, den Grundriß so

übersichtlich wie möglich auszubilden: alle Räume sind bei ihm fast

durchweg rechteckig gehalten. Im Äußeren mußte sich Kanne an den

bereits bestehenden Flügelbau halten und ihn in derselben Weise

ausführen. Durch die schlechten Erfahrungen Dauthes über die Gründungen

der Hofumfassungsmauern war Kanne gewitzigter geworden; er ließ die

darunter befindlichen Keller einfach ausfüllen und gut verstampfen und

schaffte sich dadurch einen guten Baugrund, den Dauthe erst nach großer

Mühe, durch viele Kosten und dann auch noch unvollkommen erreicht

hatte. Gleichzeitig wurden bei dem weiteren Ausbau an den bereits

bestehenden Gebäudeteilen verschiedene Ausbesserungen vorgenommen, da

sich dort die Gründungsmauern wieder wesentlich im Laufe der Jahre

gesenkt hatten. Im Schulhofe ließ Kanne einen Brunnen aufführen,

der später wieder weggerissen wurde. Der neuausgebaute Flügel wurde

zunächst der Lehrerschaft zur Verfügung gestellt, erst im Jahre

1848 wurde er seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt. Äußerlich

vollendet war das Gebäude im Jahre 1826, die inneren Ausbauarbeiten

zogen sich jedoch noch längere Zeit hin, so daß die Schule erst 1834

als endlich fertig gelten konnte.

[Illustration: Abb. 9. =Heutige Ansicht der Aula=]

[Illustration: Abb. 10. =Die Bürgerschule=]

Führt heute die Leipziger ihr Weg an diesem Gebäude vorüber, so

wird wohl selten jemand bei Anblick der Schule sich bewußt sein,

ein baugeschichtlich wertvolles und typisches Beispiel reinsten

Klassizismus vor sich zu haben. Es liegt dies wohl daran, daß sich

unsere heutigen Begriffe über bauliche Schönheiten in ganz anderen

Bahnen bewegen. Sollte aber dennoch dieser oder jener durch meine

Ausführungen dazu angeregt werden, sich eingehender mit diesem

Baustil zu befassen, so möchte ich es nicht versäumen, auf einige

andere Schöpfungen Dauthes hinzuweisen. Man besichtige nur einmal

das Innere der Nikolaikirche, um verstehen zu können, daß Dauthe

durch diese geniale Arbeit den Ruf eines der bedeutendsten Vertreter

des Neu-Klassizismus (des sogenannten Zopfstiles) erlangt hat. Und

welchem Leipziger ist es unbekannt, daß dem alten, vor drei Jahrzehnten

beseitigten Gewandhauskonzertsaal eine Akustik innewohnte, die der

ganzen Welt bekannt und vorbildlich war; wer aber wußte bis heute,

daß das Verdienst, diese überragende Anlage geschaffen zu haben,

Dauthe gebührt? Wie oft auch eilen wir im Hasten der Großstadt

gedankenlos durch Anlagen unserer Stadt, ohne sie einer näheren

Würdigung zu unterziehen. Man nehme sich nur einmal die Zeit, unsere

Schwanenteichanlage, deren Gestaltung wir ebenfalls Dauthe verdanken,

in Muße zu betrachten, und man wird erkennen, welch imposante Schönheit

und reizvolle Anmut dieser Promenadenteil bietet. Viele andere

Schöpfungen dieses Architekten sind der Zeit zum Opfer gefallen; wer

sich restlos mit diesen Dingen zu befassen gedenkt, dem möge mein

eingehendes Werk »Leipzigs Bauwesen in der Zeit von Dauthe bis zu

Geutebrück« als Wegweiser dienen[6].

Fußnoten:

[5] Der rechte Flügelbau des Schulgebäudes ist nicht

eigentliches Werk Dauthes, er ist später nach dessen Tode

fertiggestellt worden, worauf später nochmals hingewiesen

wird.

[6] Exemplare zur Einsicht befinden sich im

Stadtgeschichtlichen Museum und in der Leipziger

Stadtbibliothek.

Leipziger Bauten aus der Schinkelzeit

Von Dr.-Ing. _Gero Schilde_

Mit Eigenaufnahmen des Heimatschutzes

Um die Wende des vorletzten Jahrhunderts erlebte die Baukunst bei dem

wirtschaftlichen Tiefstand in Deutschland, welchen der Siebenjährige

Krieg und das napoleonische Jahrzehnt mit sich brachte, eine äußerst

dürre Zeit. Die Geschichte der Baukunst hat die damalige Stilbewegung

des Klassizismus an Schinkels Namen geknüpft und nennt bis auf Schinkel

und Klenze nur wenige Architekten, die sich in bescheidener Weise bei

ihren spärlichen Bauaufträgen als Baukünstler auswirken konnten. In

Sachsen, welches durch die vergangenen politischen Wirren zu besonderer

Einschränkung gezwungen worden war, kann sich Leipzig rühmen, in dieser

Zeit Architekten besessen zu haben, die immerhin zu den bedeutenderen

der Klassizisten zählen, und die Leipzig als Stätte der Baukunst für

die Periode des Klassizismus betonen.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XIV, Heft 7-8 · 第 1 / 3 段