Gewisse Verbindungen der Metalle mit Schwefel heissen Kies, und wenn sie
krystallisirt sind, Markasit. Am häufigsten, fast überall verbreitet ist
das Schwefeleisen, der Eisen-oder Schwefelkies, bey welchem der Mineralog
viele Arten unterscheidet, als Leber-, Speer-, Magnetkies u.s.w., der dem
Kupferkies (s. diesen) in der Farbe ähnlich ist. Indem in das Schwefeleisen
andere Metalle mit eintreten, erscheint Kupfer-, Arsenik-, Kobaltkies
u.s.w. Manche Arten von Schwefelkies sind so hart, dass sie Feuer schlagen
und in früherer Zeit wurde der Schwefelkies ziemlich allgemein als
Feuerstein benutzt. Was die Anwendung betrifft, so wird der Schwefelkies
gewöhnlich nicht auf Eisen benutzt, häufig aber auf Schwefel, Vitriol
u.s.w. In früherer Zeit (auch im Alterthume) schliff man manchen
Schwefel-und Arsenikkies, nannte diese Stücke Elementar- oder
Gesundheitssteine und schrieb ihnen medicinische oder magische Wirkungen
zu. Die alten Einwohner von Peru fertigten Spiegel daraus (miroirs des
Incas).
_chi-tchong-hoang_ im Chinesischen, auch _tang-chi_ (d.i. cubischer
Stein);--_mas_ im Malaiischen (wie der zum Theil ähnlich krystallisirte
Diamant), auch _amas, orang_. _markshika_ im Bengalischen und im Sanscrit,
auch _tarri_, der gelbe ist _nilamrittika_, auch _madhudhatu_ (honiggelber
Stein);--_markassit_ im Persischen, wobey man unterscheidet: a) den
Goldmarkasit oder abrendsche, der zum Polieren der Edelsteine gebraucht
wird, wohl nicht hieher gehört; b) der Silber-, Kupfer- und Eisenmarkasit;
ob der miskal hieher gehört, ist zweifelhaft;--_marchasita_ im Arabischen
(ist wohl eigentlich der krystallisirte), auch _schaghharat, buritasch_
(mit pyrites zusammenhängend) und _alrusenat_, der harte, feuerschlagende
Kies.
_byritaes_ im Türkischen;--_puritos_ im Syrischen, auch _markeschito_, was
eigentlich Zinnkies seyn soll;--_[Greek: pyritês]_ im Griechischen, auch
_[Greek: pyrimachos]_ (wenn auch der letztere Name mit [Greek: pyr] das
Feuer zusammenhängen wird, so stammt ersterer doch gewiss aus dem
Oriente);--_pirites_ der Römer;--_pyrites, iron pyrites_ im Englischen (der
dortige Bergmann nennt den Kies meist mundic, wohl von mwn im Wälschen d.i.
Erz--in Schottland auch dogger);--_pirites_ im Portugiesischen, auch
_markasita_, wenn er krystallisirt ist;--_pirita_ im Spanischen, auch
_marquesita_, in der Bergwerkssprache: cascajo, marquesitas mundic, bronce
margaritoso (bronce dorado ist Kupferkies, bronce bianco Arsenikkies);
magistral ist eine Verbindung von Schwefel- und Kupferkies, die zur
Amalgamationsbeschickung benutzt wird;--_pirite_ im
Italienischen;--_pirite_ im Französischen.
_kjes_ im Lappländischen, auch _swfwelkjes_;--_kyss, kenkovecs, vasercz
kenköves_ im Magyarischen;--_kys, kyz, sjriccnjk zelezicny_ im
Czechischen;--_kyss, wasserkys_ beym teutschen Bergmanne, in Ungarn ist
gelf der bleiche, blachmal der goldhaltige; _kies_ im Schwedischen, auch
svafvelkies, jernkies, fyrsten (Feuerstein), marchasister ist der
krystallisirte;--_küs_ im Dänischen, jernküs, ildstein.
_kaltschedan_ im Russischen;--_chidsch_ im Armenischen.