Ein krystallisirtes Fossil, meist von schön himmelblauer Farbe, auch weiss
und geflammt, in langen rhomboedrischen Prismen, oft durchsichtig, stark
glänzend, sehr hart und fast ohnschmelzbar. Aus Indien kommen, wenn auch
nicht häufig, geschliffene Cyanite, die man gern für Sapphir verkauft, auch
Sapphirspath nennt. In Europa findet er sich weniger schön, in
Glimmerschiefer eingewachsen, hat keine technische Anwendung. Den
sogenannten blauen Schörl aus Tyrol fixirte Werner 1785 als die Gattung
Cyanit, entlehnte den Namen von Cyanos der Griechen, der unser Kupferlasur
war. Saussure analysirte das Fossil, und nannte es 1789 Sapparre.
Der Orient und das Alterthum wird den Cyanit gekannt, und wohl mit dem
Sapphir (dem nila und jakut) verbunden haben; wir wissen aber nicht, unter
welchem speciellen Namen.
_disthène_ der Franzosen, auch _saparre_, früher beril feullété und schörl
bleu;--_disteno_ im Italienischen und Spanischen;--_kyanite_ im
Englischen;--_kyanit_ im Schwedischen, Dänischen, früher auch _egkö_ im
Magyarischen.