XVIII. BONZJE SCHWEIG'

(_Literatur un' Leben_, pp. 11-22)

Dā, auf der Welt, hāt Bonzje Schweig's Tōdt gār kēin Rōschem nischt

gemacht! Frägt Emizen becheerem, wer Bonzje is' gewesen, wie asō er

hāt gelebt, auf wās er is' gestorben! Zu hāt in ihm dās Harz

geplatzt, zu die Kōches senen ihm ausgegangen, oder der Marchbēin

hāt sich übergebrochen unter a schwerer Last ... wer wēisst?

Efscher is' er gār var Hunger gestorben!

A Ferd in Tramwaj soll fallen, wollt' män sich mehr interessirt, es

wollten Zeitungen geschrieben, hunderter Menschen wollten vun alle

Gassen geloffen un' die Neweele bekuckt, betracht't afile dem Ort,

wu die Mapole is' gewe'n....

* * * * *

Nor dās Ferd in Tramwaj wollt' äuch die S-chie nischt geha't, es

soll sein tausend Milljon Ferd' wie Menschen!

Bonzje hāt still gelebt un' is' still gestorben; wie a Schatten is'

er durch durch unser Welt.

Auf Bonzje's Bris hāt man kēin Wein nischt getrunken, es hāben kēin

Kōsses geklungen. Zu Barmizwe hāt er kēin klingendige Drosche

nischt gesāgt ... gelebt hāt er wie a gro, klēin Kerndel Samd beim

Breg vun'm Jam, zwischen Milljonen seins Gleichen; un' as der Wind

hāt ihm aufgehōben un' auf der anderer Seit Jam arüber gejāgt, hāt

es Kēiner nischt bemerkt.

The History of Yiddish Literature in the Nineteenth Century · 第 113 / 134 题