Es muß hervorgehoben werden, daß kein Vorgang in der Natur ohne
Änderung von Energien in ihrer Menge oder Umwandlung in andere
Energien vorhanden ist. Wir sprechen allgemein von Umwandlung von
Energien. Ein Stein, den ich halte, hat Schwereenergie; lasse ich
ihn fallen, so geht ein Teil dieser Energie in Bewegungsenergie
über, ist der Stein auf die Erde gestürzt, so wandelt sich die
Bewegungsenergie in Wärme oder Energie beim Zerschlagen usf. um.
Die Schule der ~Energetiker~, deren Führer Wilhelm Ostwald ist,
setzt an Stelle aller Vorgänge Energieumwandlungen. Die Welt enthält
eine gewisse Zahl von Energien in bestimmter Gesamtmenge; das Leben
der Welt bedeutet die stetige Umwandlung dieser Energien hier und
überall, unter Wahrung der Gesamtmenge, die unveränderlich ist.
Bewegungsvorgänge, Lichtvorgänge, Wärmevorgänge, chemische Vorgänge
usf., alles ist nur Energieumwandlung. Das soll nun ebenso für die
Vorgänge des Lebens gelten, und zwar nicht bloß des animalischen,
sondern auch des seelischen und geistigen. Ostwald, in seinem Buche
„Die Energie“, sagt: „Dieses Verhältnis (des Begriffes der Energie
zu dem des Geistes) glaube ich so auffassen zu dürfen, daß die
geistigen Geschehnisse ebenso sich als energetische auffassen und
deuten lassen, wie alle übrigen Geschehnisse auch.“ Diese Theorie wird
an den Tatsachen des Lebens erläutert. Zunächst das rein Animalische
bietet keine Schwierigkeit, die Vorgänge im Körper sind ja die gleichen
wie sonst in und an beliebigen Körpern. Sind die Vorgänge in der
physischen Welt überhaupt nur Energieumwandlungen, so sind sie es auch
im Körper der Lebewesen. Die Sinneswahrnehmungen sollen gleichfalls
nur solche Umwandlungen bedeuten. Energien gelangen an und in unsere
Sinnesorgane, dort werden sie in andere Energien umgewandelt (z. B. wie
die Lichtenergie im Sehpurpur des Auges auch in chemische Energie),
dann findet eine Leitung durch den Nerv (seinen Achsenzylinder)
statt, als „Nervenenergie“, deren Art Ostwald selbst als noch nicht
bestimmbar angibt. Im Zentralorgan, Gehirn oder Rückenmark (in den
Ganglien) angelangt, erfährt die Energie eine abermalige Umwandlung
in „psychische Energie“ (vielleicht Energie chemischer Zersetzung,
Dissimilation). Ein Teil wird Wahrnehmung, der andere geht als
Nervenenergie zurück, wandelt sich in den Organen des Körpers um und
veranlaßt dort die Energieumwandlungen, die wir in der Bewegung,
Ausscheidung usf. sehen. Also nur Umwandlung von Energien in Energien.
Und Ostwald sagt ausdrücklich: „Daß die geistigen Vorgänge in all ihrer
Mannigfaltigkeit eben nicht als ~Begleiterscheinungen~ der betreffenden
Energie, sondern ~als diese Energie selbst~ aufgefaßt werden müssen“.
Also die ganze psychische Tätigkeit ist Energie und deren Umwandlung.
(Übrigens behaupten die Mechanisten das gleiche in bezug auf Bewegung:
die psychistische Tätigkeit ist Bewegung und deren Umwandlung. Ostwald
faßt die Mechanistik anders auf: die psychistische Tätigkeit soll
danach Begleiterscheinung der Bewegung sein; das ist aber, wie ich
glaube, nicht die Ansicht Demokrits und seiner Nachfolger.) Was dazu zu
sagen ist, werde ich im nächsten Abschnitt beibringen.
Hier will ich nur einen der interessantesten Punkte dieser Energetik
hervorheben. Ostwald meint, die wesentlichste Energie in uns sei
die chemische. Nun lassen sich chemische Anordnungen ersinnen und
aufweisen, welche wiederholte Vorgänge leichter ausführen als
erstmalige. Dieses vergleicht Ostwald mit dem Gedächtnis in den
Lebewesen sowohl hinsichtlich des Eigenlebens als hinsichtlich
der Vererbung, also die chemische Erinnerungsfähigkeit mit der
psychischen. Indem er dann weiter das Bewußtsein des Ich gleichfalls
in die Erinnerung und die Erinnerungsmöglichkeit setzt, gewinnt er
einen Zusammenhang dieses Bewußtseins mit der chemischen Erinnerung.
So sagt er dann: „Hier schützt uns die Energetik alsbald gegen die
kindliche Vorstellung von der ‚Aufbewahrung der Erinnerungsbilder‘
in den Zellen des Gehirns, indem sie an die Stelle der ~Bilder~ die
entsprechenden Vorgänge, das heißt an die Stelle einer gedachten
~räumlichen~ Mannigfaltigkeit, für welche kein Substrat nachzuweisen
ist, eine ~zeitliche Reaktionsfolge~ setzt, die allein dem zeitlichen
Charakter der geistigen Vorgänge gerecht wird“. Ostwald hat mit der
Ersetzung des Raumes durch die Zeit sicher recht, wenn jemand die
Bilder im Raume annehmen würde. Der Psychiker tut das aber nicht; er
setzt sie in die Seele, die mit dem Raum gar nichts zu tun hat. Der
Mechanist muß freilich die Bewegungen im Gehirn verteilt annehmen.
Der Energetiker hebt -- so muß man wohl Ostwald verstehen -- den
Begriff des Raumes überhaupt auf, da er den der Masse auflöst.
Darüber später. Gleichwohl ist es schwer einzusehen, wie aus der
Reaktionsfolge Erinnerung und Erinnerungsvermögen sich ergeben sollen.
Jeder Schritt in einer Reaktion ist ja geschwunden, sobald er beendet
ist; er hat ja kein Bleibendes eben als Folge. Wie soll da im Laufe
einer Reaktionsfolge ein vergangener Schritt zum Vorschein kommen?
Wir entwickeln einen Gedankengang, das wäre eine Reaktionsfolge. Wir
können ihn nur entwickeln, wenn wir alle Schritte dieses Ganges uns
fortwährend vorhalten; sobald ein Schritt uns nicht gegenwärtig ist,
haben wir den Faden verloren, wie wir sagen. Also soll eine physische
Reaktionsfolge bei jedem Schritt die ganze voraufgegangene Reaktion
zugleich darstellen. Das ist notwendig; die einfache Nachwirkung von
Reaktionen, wie sie in der Physik und Chemie bekannt sind -- ein
Kautschukfaden dehnt sich anders, wenn er vorher schon gedehnt gewesen
ist, als wenn er das nicht war -- genügt nicht. Die ganze verflossene
Reaktion muß bei jedem Schritt der Reaktion immer wieder da sein. Es
ist dieses ein Seitenstück zu der Darlegung der organisierten Körper
als Maschinen mit ganz gleichen Maschinen als kleinsten Teilchen
derselben. Ich weiß nicht, wie man das verstehen soll. Nun gar das
Erinnerungs~vermögen~. Hier soll irgendeine Reaktion längst verflossene
Reaktionsfolgen hervorrufen, die mitunter mit ihr nicht die geringste
Ähnlichkeit haben, wie wenn man einen Ton hört und sich dabei einer
Farbe erinnert oder eines Gegenstandes oder einer Begebenheit. Die
Vorstellungen ohne Substrat müssen ja nach dieser Theorie gleichfalls
Reaktionsfolgen von Energien sein. Ich hebe diese Bedenken schon hier
hervor. Über die Auffassung unserer geistigen Tätigkeiten, unserer
Gefühle, unserer Anschauungsformen, unserer Kategorien (ob erworben
oder nicht erworben) im Sinne der Energetik, hat sich Ostwald nicht
ausgesprochen; er hat selbst anerkannt, daß das meiste noch sehr dunkel
sei.
Ostwald hat in seiner Energetik den Begriff der Materie in den der
Energien aufgelöst. Ich muß auch darauf hier schon eingehen, da wir
wissen müssen, was diese Auflösung eigentlich bedeutet. Auch ist
sie für seine Theorie von größter Wichtigkeit. Jede Energie ist
~zwiespältig~, ein Produkt von zwei Faktoren, der ~Intensität~ und der
~Kapazität~. Der nicht physikalisch vorgebildete Leser wird mich am
besten an einem Beispiel verstehen. Lebendige Kraft (Masse mal Quadrat
einer Geschwindigkeit) ist eine Energie. Steigen wir auf einen Turm
und lassen da ein Kilogramm aus freier Hand herunterfallen, so bekommt
dieses, an der Erde angelangt, eine bestimmte Geschwindigkeit und eine
bestimmte lebendige Kraft, Energie. Nehmen wir statt ein Kilogramm ein
Stück von zwei Kilogramm, so langt dieses an der Erde mit der gleichen
Geschwindigkeit an, aber seine lebendige Kraft ist doppelt so groß.
Bei drei Kilogramm ist die Geschwindigkeit wiederum die nämliche,
aber die lebendige Kraft dreimal so groß usf. Also richtet sich die
Aufnahmefähigkeit, Kapazität, für diese Energie nach der Masse. Diese
ist der eine Faktor. Nun besteigen wir einen anderen, viermal so hohen
Turm und lassen wieder das eine Kilogramm frei fallen. Wir finden
jetzt die Energie unten am Boden, indem die Geschwindigkeit, mit der
das Kilogramm dort anlangt, jetzt doppelt so groß ist, aufs vierfache
gesteigert. Bei einem neunmal so hohen Turm würden wir unten am Boden
das Kilogramm mit der dreifachen Geschwindigkeit ankommen sehen
und bei ihm eine neunfache Energie bemerken usf. Also ist hier die
Geschwindigkeit entscheidend. Diese, oder vielmehr ihr Quadrat, ist
das zweite an der Energie, ihr Intensitätsfaktor. Was hat nun Masse
mit Geschwindigkeit zu tun? Wir können jeder Masse jede beliebige
Geschwindigkeit erteilen. In der behandelten Energie sind aber Masse
und Geschwindigkeit zu einem Produkt vereint. Entsprechendes gilt für
alle Energien ausnahmslos. Alle führen ein zwiespältiges Dasein nach
zwei Richtungen.
Wir haben gewissermaßen eine Spinozasche Substanz mit zwei Attributen:
Intensität, Kapazität. Das wäre ganz gut. Aber diese Attribute sind
voneinander ~absolut unabhängig~; jedes kann für sich beliebig
konstant bleiben, wenn das andere variiert, oder variieren, wenn das
andere konstant ist; und variieren beide, so variiert jedes durchaus
nur für sich, ohne jede Beziehung zum anderen. Nicht einmal eine
Parallelvariation, wie bei den Spinozaschen Attributen der Substanz,
ist hier vorhanden. Auch die Abhängigkeit von der Energie ist nur eine
relative, denn wenn letztere variiert, braucht nur eines der Attribute
mit zu variieren, und wenn beide Attribute reziprok variieren, bleibt
die Energie konstant. Daraus folgt, daß keines der Attribute in Energie
aufgelöst ist. Beide Attribute, Kapazität und Intensität, stehen neben
Energie durchaus selbständig da. Nun ist in den wichtigsten Vorgängen
Masse eine solche Kapazität. Somit ~bleibt~ die Masse. Sie hat nur
ihren Namen geändert; sie ist als Kapazität einem allgemeinen Begriff
untergeordnet, zu dem Volumen, Form, Elektrizitätsmenge usf. gehört.
Eine wirkliche Vereinfachung hat so wenig stattgefunden, wie bei
mechanischen Vorgängen, wenn man das Bewegungsmoment einführt, das
gleichfalls Kapazität und Intensität hat, Masse und Geschwindigkeit.
Und alle Schwierigkeiten, die aus dem Begriff der Masse erwachsen,
namentlich alle Dualismen, sind in der Energetik nicht vermieden; sie
bleiben als solche und müssen sofort zutage treten, sowie man die
Energieumwandlungen in physischen Vorgängen wirklich verfolgt. Was
wandelt sich da, Kapazität oder Intensität? Oder wandeln sich beide?
Was bedeuten im einzelnen Vorgang Kapazität und Intensität? Fragt man
darnach nicht, so weiß man nicht, wie die Energie sich wandelt; ob
sie in ihrer Art unverändert bleibt oder in eine neue Art übergeht,
das heißt, ob wir innerhalb der einen Erscheinung bleiben, und diese
nur intensiv steigt oder fällt, oder ob wir überhaupt eine andere
Erscheinung erhalten. Also vom Wichtigsten bleibt man ununterrichtet.
Geht man aber in das Einzelne, so sitzt man sofort wieder fest mit
der Kapazität und Intensität, zum Beispiel der Masse und dem Quadrat
der Geschwindigkeit usf. Und das ewige Problem: wie kann Variation
einer Masse psychische Vorgänge auch nur beeinflussen, zum Beispiel
sie stärken oder schwächen? bleibt so ungelöst, wie überhaupt in der
materialistischen Theorie. Denn die Antwort: weil die Masse Kapazität
der Energie ist, besagt gar nichts für das Problem, sie ändert nur
den Namen, Kapazität für Masse. Die Energetik leistet, von diesem
Gesichtspunkte betrachtet, nicht mehr als die Mechanistik; die
Hauptfragen läßt sie offen.
Gleichwohl darf man zugestehen, daß, wenn sonst nichts gegen sie
vorläge, sie der Mechanistik vorzuziehen ist, da sie ja bei weitem
allgemeiner sich darstellt und alles Physische umfaßt, und da
Arbeit, Energie viel mehr an Psychisches anklingt als Bewegung. Nur
was sie zu leisten verspricht, das leistet sie tatsächlich nicht:
Kapazität (darunter auch Masse) und Intensität bleiben jede für
sich und jede neben der Energie, ganz so, wie in der Mechanistik
Masse und Geschwindigkeit jede für sich stehen und jede neben dem
Bewegungsmoment. Sagt der Mechanistiker, alle psychischen Vorgänge
sind Umwandlungen von Bewegungsmomenten, so spricht er gerade so wie
der Energetiker. Aber das Erhaltungsprinzip, das doch für Energien
immer, für Bewegungsmomente nur ausnahmsweise gilt? Das Prinzip hat
für die ~Art~ der Vorgänge gar keine Bedeutung. Man kann aus ihm
für diese Art absolut nichts entnehmen. Es ist für die Grundfrage
völlig irrelevant. Die Energetik sagt: psychische Vorgänge sind
Energieumwandlungen. Wir erfahren damit, daß sie dem Prinzip der
Erhaltung unterworfen sind. Aber was da wandelt, wie es wandelt,
erfahren wir durchaus nicht, da wir es doch erfahren müssen, wenn
wir nicht ein Wort für ein anderes setzen, und wenn wir zwischen
den verschiedenen psychischen Vorgängen unterscheiden wollen. Meint
man, daß wir das jetzt noch nicht können und daß die Zukunft uns
das aufdecken muß -- wohl! Aber die Rollen der Kapazitäten und der
Intensitäten muß die Energetik so gut wie die Mechanistik sogleich
aufdecken. Sogleich muß sie zeigen, warum, wenn im Gehirn eine Masse
variiert, zum Beispiel Wasser austritt, Ermüdung und Bewußtlosigkeit
entstehen können. Die Antwort, weil damit eine Energieänderung
verbunden ist, belehrt nicht. Denn erstens braucht das gar nicht der
Fall zu sein, da der zweite Faktor, die Intensität, die Energieänderung
durch die Stoffänderung sowohl nach Stärke als nach Art aufheben kann.
Zweitens ist eine solche Antwort nur eine Antwort in Worten, gerade so
wie in der Mechanistik. Über der Energie sind ihre beiden Faktoren zu
sehr vergessen worden. Obwohl sie doch so variieren können, daß die
Energie überhaupt nicht variiert, weder nach Stärke noch nach Art. Was
dann wirklich geschieht, werden wir uns ja leicht vorstellen, es kann
das ganze Leben zerstört werden. Was geschieht dann aber psychisch nach
der Energetik? Gar nichts!
Ich habe dieses alles erwähnen müssen, nicht um die Mechanistik
gegenüber der Energetik hervorzuheben -- die Mechanistik ist meines
Erachtens noch bei weitem unbrauchbarer auf psychischem Gebiete als
die Energetik --, sondern um klarzulegen, was wir an der etwas stark
prätentiös auftretenden Lehre der Energetik haben, worin sie uns
gerade so in Stich läßt wie alle physischen Theorien. Was im nächsten
Abschnitt zu sagen ist, wird das Vorstehende noch sehr verstärken.
~Häckel~ ist nicht so weit gegangen wie Ostwald, er hat der Materie
ihr Recht gelassen und möchte alles aus Umwandlungen von Materie
und Energie erklären. Häckel ist materialistischer Spinozist. Mit
Spinoza nimmt er ein Ding-an-sich an, und an diesem Ding Attribute.
Für das eine Attribut setzt er, entsprechend der Ausdehnung nach
Spinoza, die Materie. Als zweites Attribut nimmt er die Energie an.
Indessen fühlt er selbst sich gezwungen, dieses Attribut in zwei
Attribute zu zerlegen: in Energie, nach Art dessen, was wir gewöhnlich
Energie nennen, nämlich die gewöhnliche physikalisch-chemische, oder
physische, wie wir kürzer sagen, und in Energie, die er als ~Psychom~
bezeichnet. Letztere ist etwa die psychische Energie nach Ostwald.
Allein während Ostwald diese Energie nur so bezeichnet, weil er frei
lassen will, daß in psychischen Vorgängen auch andere Arten von Energie
mitwirken als die wir vorläufig kennen, haben Häckels Psychome eine
selbständigere Bedeutung. Sie wandeln wie die anderen Energien und
mit den anderen Energien, jedoch sie erhalten sich selbst, ohne diese
anderen Energien. Dadurch aber sind sie scharf von ihnen geschieden,
und sie sind ein ~drittes~ Attribut des Ding-an-sich, der allgemeinen
Substanz. Häckel sagt in seinem an Sich ausgezeichneten und höchst
edel geschriebenen Buche „Die Welträtsel“, einem Buche, das übrigens
den einzigen wirklichen Versuch einer Enträtselung der Welt auf Grund
der modernen Naturwissenschaft unternimmt: „Die drei fundamentalen
Attribute der Substanz (des Ding-an-sich): a. Raumerfüllung oder
Ausdehnung, Stoff (= Materie); b. Bewegung oder Mechanik, Kraft (=
Energie); und c. Empfindung oder Weltseele, Geist (= Psychom) sind
demnach ganz allgemeine Grundeigenschaften aller Körper.“ Und --
was also besonders bedeutungsvoll ist -- das Erhaltungsgesetz, das
er für die beiden ersten Attribute, Materie und Energie, für jedes
besonders, annimmt, läßt er in ganz gleicher Weise für das dritte
Attribut, das Psychom abermals besonders, gelten, denn gesperrt
gedruckt stellt er den Satz hin: „~Die Summe der Empfindung im
unendlichen Weltraum ist unveränderlich.~“ Also die drei Attribute
stehen nebeneinander; es handelt sich um eine ~Trinität~ der Welt, die
Häckel auch nennt. Materialist ist er nur darin, daß er dem dritten
Attribut die Eigenschaft der zwei anderen Attribute zuschreibt, was
aber gleichfalls Spinoza entsprechen würde. Indem er aber bei diesem
dritten Attribut von stufenweiser Verschiedenheit in der Reihe der
Körper spricht, von Erwerbung in der Entwicklung (der ontogenetischen
wie der phylogenetischen) und von Vererbung, stellt er es noch weiter
ab von der physischen Energie, bei der nichts von derartigem zu finden
ist, als allein aus der Verselbständigung folgen würde. Seine Lehre ist
aber durchaus eine Entwicklungslehre. Was also von dieser gesagt ist
und von ihrem Verhältnis zu den psychischen Eigenheiten, trifft hier
in jeder Hinsicht völlig zu. Und Häckel selbst kommt ja dem entgegen
durch die Sonderstellung des Psychomattributs. In allem aber, was er
von der Entwicklung des Bewußtseins spricht, so schön es ist, kann
man im Grunde nur eine Verfolgung der Bewußtseinszustände durch die
organische Reihe sehen. Wie aber diese Zustände ~physisch~ entstanden
sind, wie sie sich ~physisch~ entwickeln, davon wird nichts gesagt. Und
das gerade ist doch für uns die Hauptsache. Die geringste seelische
Regung zeigt sich so grundverschieden von jeder physischen Kraft, jedem
physischen Vorgang, jeder physischen Umwandlung, daß sie schon ein
Wunder dünkt, und daß es uns gar nichts hilft, wenn man uns erklärt,
daß zwischen unserer geistigen Tätigkeit und der der tiefststehenden
Lebewesen eine kontinuierliche Stufenleiter ist. Wir können das
zugeben. Aber woher selbst nur die erste tiefste Seelentätigkeit?
Die Frage bleibt unbeantwortet wie die: woher das erste tiefste
organisierte Wesen (nach Kant)? Hätte Häckel das nicht selbst gefühlt,
so würde er das Psychom als drittes Attribut nicht von der Energie
absolut abgesondert haben in seinem Wesen, es sogar für vererblich
erklärt haben.
Ostwald und Häckel sind die originalen Schöpfer der Energetik der
Psyche, nach zwei recht verschiedenen Richtungen. Ihre Schüler haben
nichts Wesentliches hinzugefügt, nicht selten aber die Lehren ihrer
Meister höchst mißverstehend angewendet. Nur den bekannten Physiker
~Felix Auerbach~ muß ich hervorheben, doch spreche ich von ihm später.
53. ~Über die physischen Welt- und Lebenanschauungen überhaupt;
Weltende, Unsterblichkeit.~
Wir kommen zu einer letzten Besprechung der vorstehend dargelegten
Anschauungen und nehmen erst die unbelebte Welt. Es handelt sich
allein um den Anfang, da nur hier etwas Außer- und Übernatürliches
in Frage kommen kann, für alles Folgende aber wir auf dem physischen
Standpunkt durchaus bleiben dürfen. Von dem Anfang nun wissen wir,
bestimmt, nichts. Aber wir können auf ihn schließen aus dem Ende,
falls wir annehmen, daß die Welt nicht unendlich ist an Stoff und
Energie. Diese Annahme der Begrenztheit an Stoff und Energie -- sie
entspricht der Anschauung von E. Dühring (S. 417) -- wollen wir
machen; ob sie sich rechtfertigen läßt, ist später untersucht. Wir
haben drei regulative Prinzipe kennen gelernt, nur das dritte kommt in
Betracht. Dieses Prinzip hat zur Folge, daß alle Vorgänge, erzwungene
und freie zusammen, die in einem absolut abgeschlossenen System
stattfinden, dahin gerichtet sind, in diesem System einen bestimmten
Zustand herzustellen, in dem nur noch in sich genau zurücklaufende und
rückgängig zu machende Vorgänge möglich sind, wie zum Beispiel Bewegung
von Körpern in stets gleichen Bahnen. Wo nun Widerstände vorhanden
sind und wo Energien mitspielen, die nur beschränkt sich in andere
Energien umwandeln, besteht keine Möglichkeit für genau rückgängig
zu machende Vorgänge. In diesen Fällen geht der Endzustand in einen
solchen über, in dem überhaupt keine Vorgänge mehr vorhanden sind;
das System ist, wie wir sagen können, physisch tot. Und -- das ist
das Wichtigste -- ~allein aus sich heraus kann dieses System niemals
wieder zu Leben gelangen, es bleibt in Ewigkeit in dem gleichen
Beharrungszustand, wenn von außen nicht etwas eingreift~. Dehnen wir
diesen Satz auf das Universum aus, so würde er bedeuten, daß, wenn jene
genannten Bedingungen erfüllt sind, auch das Universum einmal physisch
absterben, in einen bestimmten Beharrungszustand übergehen muß. Nun
kennen wir in der Tat Energien, die, nach den Verhältnissen, wie sie
eben im Weltall bestehen, nur beschränkt verwandelbar sind. Dazu gehört
als die wichtigste Energie die Wärme. Ob auch im Weltenraume überall
Widerstände vorhanden sind oder nur in beschränkter Zahl auftreten,
wissen wir natürlich nicht. Wir wissen aber, daß überall ungeheure
Massen von kleinen Körpern und von Staubwolken verbreitet sich finden.
Wir wissen, daß sehr oft Himmelskörper zusammenstoßen. Endlich sind
wir mehr und mehr gezwungen, anzunehmen, daß der Weltenraum mit einem
Stoff erfüllt ist, dem Äther, der ganz außerhalb alles Materiellen
stünde, wenn er nicht der Bewegung der Körper durch ihn einen -- wenn
auch noch so geringen -- Widerstand leistete. Über die Natur des Äthers
wird freilich noch viel zwischen den Gelehrten gestritten. Jedenfalls
haben wir Widerstände im Weltall, und wenn etwa irgendwo ein System
sich in der Tat absolut widerstandslos in Ewigkeit bewegen sollte,
wofür aber kaum eine Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, so würde eben
der Endbeharrungszustand die Bewegung dieses Systems einbegreifen.
Von den verlorenen Vorgängen könnte aber keiner allein aus der Welt
heraus wieder erstehen. Ich habe mich hier absichtlich sehr vorsichtig
ausgedrückt. Andere fassen das „Ende der Welt“ viel schärfer. Hier
betrifft das Ende entweder alle Vorgänge oder wenigstens gewisse
Vorgänge.
Wenn aber ein Vorgang ein Ende hat, so muß er in einer endlichen Welt
einmal begonnen haben. Er kann aus anderen Vorgängen erwachsen sein,
wie Wärmebewegung aus dem Zusammenstoß von Körpern. Dann sind es diese
anderen Vorgänge, an die wir uns zu halten haben. So können wir in
der Reihe weiter zurückgehen. Ist nun die Welt endlich, so müssen wir
in endlicher Zeit auf etwas gelangen, hinter dem die Reihe nicht
mehr fortgesetzt werden kann, da in einer endlichen Welt die Zahl der
Zustände nicht unendlich sein kann. Das bedeutet aber, daß irgend wann
Vorgänge geschaffen sein müssen, aus denen heraus sich alle Vorgänge
unserer Welt entwickelt haben, die zuletzt wieder zur Beharrung führen.
Wieviele Vorgänge geschaffen sein sollen, ist gleichgültig, denn eine
Schöpfung ist eine solche, ob es sich um Millionen von Vorgängen
handelt oder nur um einen Vorgang. Das gilt für die gesamte Welt, auch
wenn Kohärenzen (S. 441) stattfinden. Also für eine endliche Welt
kommt man -- so lehrt die Naturwissenschaft -- nicht ohne einen Anfang
aus, das heißt, nicht ohne einen Schöpfungsakt der Vorgänge. Eugen
Dühring nimmt, wie wir wissen (S. 417), gleichfalls einen vorgangslosen
Urzustand der Welt an. Er lehnt einen Schöpfungsakt für die Vorgänge,
oder wenigstens für einen Vorgang, ab. Wie er aber dann zu einer Welt
mit Vorgängen kommen will, ist rein naturwissenschaftlich absolut nicht
zu ersehen. Eine Schöpfung, ob durch Gott oder eine Weltseele, ist ganz
unausweichlich. Ein absoluter Ruhezustand kann aus sich niemals einen
Vorgang hervorbringen. Es bedarf dazu durchaus eines Einwirkens von
Außen.
Es ist begrifflich gleichgültig, ob wir von einer Schöpfung der
Vorgänge, oder der Körper, oder einer Materie im Sinne eines Chaos
sprechen. Doch ist es zweckmäßig, nicht mehr zu sagen als die Lehre
ergibt. Gleichwohl möchte ich noch folgendes hinzufügen. Die neuere
Wissenschaft führt mehr und mehr zu der Anschauung, daß, was man letzte
Teilchen der Materie nennt, Atome, Korpuskeln usf., Ungleichheiten
im Weltäther bedeuten, wie kleine Wirbel Ungleichheiten in einem
Wasser. Die Körper wären Ansammlungen solcher Ungleichheiten.
Ungleichheiten aber können entstehen und vergehen. Sind in dem Stoff,
in dem sie sich finden, hier der Weltäther, Widerstände vorhanden,
so müssen die Ungleichheiten einmal entstanden, das heißt geschaffen
sein. Dann reduzierte sich der Anfang auf den Äther allein, außer
der Schöpferkraft. Und zuletzt müssen die Ungleichheiten schwinden.
Zusammen bedeutet dieses, daß die Welt der Materie geschaffen ist und
allmählich sich auflöst. Mit dem Prinzip der Erhaltung der Materie
steht das nicht im Widerspruch, wenn wir den Äther in Rücksicht
ziehen, denn die Ungleichheiten lösen sich eben nur auf, der Äther in
ihnen bleibt. Was die Energien anbetrifft, so müssen sie am Anfang
alle sogenannte Spannungsenergien gewesen sein, und zwar, wenn auch
die Materie geschaffen ist, solche im Äther. Der große englische
Physiker Maxwell hat derartige Energien im Äther angenommen. An die
Materie knüpfen sie sich entweder nur scheinbar oder tatsächlich, wenn
die Materie selbst nur Äther in besonderem Zustand ist. Aus diesen
ursprünglichen Spannungsenergien sind dann durch die Geschehnisse
die anderen Energien hervorgegangen, und in diese Spannungsenergien
werden diese anderen Energien zurückkehren, wenn die körperliche Welt
das bezeichnete Ende, auch der Körper, gefunden hat. Das Ende ist der
Anfang. Eine Idee, die übrigens schon bei den Alten sich findet.
Ist nun die Welt wirklich endlich? Darüber kann man nur Vermutungen
anstellen. Die meisten werden der Ansicht sein, daß das nicht der
Fall ist. Indessen haben William Thomson (Lord Kelvin) und Ritter
Berechnungen über die möglichen Geschwindigkeiten der Himmelskörper im
Weltall aufgestellt, aus denen sich ergibt, daß die materielle Welt
nicht wohl unendlich angenommen werden kann. Ich darf auf mein Buch
„Die Entstehung der Welt“ usf. verweisen. Wäre diese Welt unendlich,
so müßte sie entweder erst seit endlicher Zeit bestehen, geschaffen
sein, oder die Himmelskörper sollten außerordentlich viel größere
durchschnittliche Geschwindigkeiten aufweisen, als sie solche zeigen.
William Thomson geht so weit, die Zahl der Himmelskörper, an der
Größe der Sonne gemessen, auf höchstens Tausend oder zehntausend
Millionen zu schätzen. Selbstverständlich ist eine solche Schätzung
nicht entscheidend, da wir einerseits nicht bis in die unendlichen
Tiefen des Raumes tauchen können, andererseits unsere Kenntnisse von
den Geschwindigkeiten der Gestirne doch nur sehr beschränkt sind.
Aber während die Antinomie der Vernunft an sich Unendlichkeit und
Endlichkeit gleich wahrscheinlich läßt, ist für die Endlichkeit doch
wenigstens ein Argument aus der Wirklichkeit beigebracht, während
die Unendlichkeit nur durch eine Meinung vertreten werden kann. Das
Argument müssen wir anerkennen. Und so ist die Endlichkeit der Welt
wahrscheinlicher als die Unendlichkeit, und damit die Schöpfung
wahrscheinlicher als die Anfangslosigkeit.
Um einer solchen, für den Materialismus ja verhängnisvollen, Schöpfung
(als Folge des Endes) zu entgehen, hat Häckel gemeint, jenes dritte
Weltprinzip gelte zwar für isolierte endliche Systeme, nicht aber für
das Universum, denn in der Unendlichkeit könne manches vorkommen,
was das Prinzip durchbricht. (Ich weiß nicht, ob er dabei an die
Boltzmann-Planckschen Kohärenzen gedacht hat, die ja aber das Prinzip
gerade im Universum nicht durchbrechen.) Das heißt doch eigentlich,
Vorgänge im Universum zugestehen, die man für irgendwelche endliche
Teile der Welt absolut leugnet. Nun wissen wir freilich nicht viel
vom Universum, aber seine Einheitlichkeit ist doch gut erwiesen.
Und ferner: will man hier besondere, in dem uns bekannten Teil der
Welt verbotene Vorgänge zugestehen, dann fallen alle Naturgesetze,
namentlich auch die beiden Erhaltungsgesetze für Materie und Energie,
die wir doch auch nur in sehr beschränktem Gebiete prüfen können.
Es liegt also hier eine arge Inkonsequenz vor. Man kann nicht
monistisch-materialistisch auf einer Seite die absolute Gleichheit in
der Natur behaupten, und auf der anderen Seite ein Gesetz, das für noch
so große und noch so gelegene Systeme der Welt Geltung haben soll, für
die ~ganze~ Welt ableugnen, ohne gerade das einzuführen, was ja der
Materialist am meisten bekämpft, außerweltliche Eingriffe.
Wir wenden uns zu der ~belebten Welt~. Über die Mechanistik selbst,
wie sie vorzustellen sein möchte, ist nichts zu sagen; Bewegung,
Stoß, Druck, Strahlung sind allen bekannt. ~Zehnder~ hat in einer
Schrift: „Das Leben im Weltall“ vielleicht das vollständigste und
durchgearbeitetste materialistisch-mechanistische System für die
Struktur und die Bildung der Lebewesen gegeben. Ich kann die
Lektüre dieser ausgezeichneten und anregenden Arbeit nur auf das
angelegentlichste empfehlen. Doch wird der Leser an der Hand der
vorstehenden und der noch folgenden Auseinandersetzungen bald ersehen,
daß für die Lösung unserer Fragen, trotz der tiefen Untersuchung,
nichts gewonnen ist, wie meines Erachtens auf diesem Wege auch
gar nichts gewonnen werden kann. Den Ansichten Zehnders über die
~Fistillen(Röhrchen-)struktur~ der kleinsten Elemente der organischen
Gewebe dürfte aber neben der von Quincke und anderen vermuteten
~Schaumstruktur~ des Protoplasma vielleicht dauernder Wert zukommen.
Eingehender muß ich von der Energetik sprechen. Was da zu entwickeln
ist, werden wir auf die Mechanistik anwenden, soweit über diese
noch etwas bemerkt werden muß. Das physische Leben soll also
Energieumwandlungen sein. Über die Art der Energien und ihrer
Umwandlung ist nichts gesagt. Etwas kann aber darüber festgesetzt
werden, und muß es auch, wenn die Energetik nicht von vornherein
abgewiesen werden soll. Es stehen nämlich die Folgen der einwirkenden
Energien mitunter in gar keinem Verhältnis zu der Stärke dieser
Energien, was sie doch nach dem Prinzip der Erhaltung tun müßten.
Hier hilft nur die Erfahrung aus, daß ungeheure Wirkungen durch
geringe Ursachen ausgelöst werden können, wie die Explosion eines
Pulverfasses durch einen Funken. Der Funke reißt vielleicht nur zwei
Atome des Pulverhaufens auseinander, aber das genügt, daß nunmehr alle
Atome des Haufens auseinanderfahren. Der Funke hat mit seiner Energie
die Spannungsenergie im Pulverhaufen frei gemacht, daß sie sich in
furchtbare Explosionsenergie verwandelt.
Ich glaube nun, daß, wenn man die Seelentätigkeiten überhaupt als
Energien ansehen will, man sie als ~auslösende Energien~ betrachten
muß. Daß der Wille wie eine auslösende Tätigkeit wirkt, ist schon
lange vermutet und behauptet worden. Ich meine aber, daß alle anderen
Seelentätigkeiten gleichfalls nur auslösend sich kundtun. Es seien
zur Klarstellung einige Beispiele angeführt. Ein Riß, ein Schnitt
in unseren Körper kann keine größere physikalisch-chemische Energie
bedeuten, als zum Zerteilen des betreffenden Gewebes erforderlich
ist. Diese Energie bringt das Gefühl Schmerz hervor. Und welche
enormen physikalisch-chemischen Energien kann dieser Schmerz zur
Äußerung bringen: Schreien, Weinen, Umsichschlagen, Krampf aller
Muskeln, selbst Selbstverletzung usf., Energien, die schon jede für
sich die ursprünglich angewandte Energie beim Riß oder Schnitt bei
weitem überragen. Fände nur eine Umwandlung statt, so dürften sie
alle zusammen nur höchstens so intensiv sein wie diese letztere
Energie. Also sind durch die Seelentätigkeit Schmerz ganz neue
physikalisch-chemische Energiemengen ins Leben gerufen, sie können
nur ausgelöst sein. Dazu denke man noch, daß wir diese Energien bis
zu einem gewissen Grade durch unseren Willen ja auch zu unterdrücken
vermögen; wir halten uns tapfer oder wir schämen uns, uns so gehen
zu lassen, die Energien sind dann nicht ausgelöst, ein Antagonist
gegen den Schmerz, der Wille, hat ihre Auslösung gehemmt. Beispiele
entsprechender Art ließen sich unzählige anführen; man denke an die
ungeheuren Energieentwicklungen, welche das Ehrgefühl, das Rachegefühl,
die Liebe usf. im Gefolge haben können und haben, während die auf
uns einwirkende physikalisch-chemische Energie -- ein Wort, also
ein Schall, der unser Gehör trifft, oder Licht, von der Geliebten
Gestalt in unser Auge gestrahlt, und ähnliches -- äußerst geringfügig
sein kann. Ferner, wir sind imstande, eine Unzahl von Bewegungen mit
demselben Willen gleichzeitig auszuführen. Als Knabe habe ich in meinem
Heimatorte fahrende Musikanten bewundert, die ein ganzes Orchester
waren; Hand und Fuß, Kopf und Mund, kurz, fast jeder Körperteil
bearbeitete ein Instrument, und nicht selten klangen alle Instrumente
zugleich und machten einen Heidenlärm. Wir vermögen ja auch von
einer Zentrale beliebig viele Sprengungen zugleich zu vollführen,
alles auslösend. Man könnte im letzten Beispiel freilich sagen, um
mehr oder viel zu tun, bedarf es einer entsprechend vergrößerten
Willensleistung, wie in dem analogen physikalischen Beispiel die
Zahl der erforderlichen elektrischen Funken wächst wie die Zahl der
Sprengungen. Wir besitzen noch kein entscheidendes objektives Maß
für die Intensität unserer Seelentätigkeiten; was davon nach außen
zum Vorschein kommt, steht in gar keinem Verhältnis zu ihnen, wie ja
schon daraus erhellt, daß wir bei noch so heftiger innerer Erregung
jede Äußerung unterdrücken können, so daß wir wie innerlich völlig
tatlos erscheinen. Es ist möglich, daß man noch Mittel und Wege
finden wird, auch die im Inneren verlaufenden Seelentätigkeiten
physikalisch-chemisch festzustellen und zu verfolgen. Die Wirkungen von
Reizen auf das Zentralnervensystem werden ja bereits nach geistvollen
Methoden untersucht. Einstweilen aber wenden wir uns noch am besten an
uns selbst. Und da glaube ich, daß man zwar seinen Willen stärken und
schwächen kann, aber nicht, indem man ihn verdoppelt, verdreifacht,
vervierfacht usf. oder unterteilt, sondern indem man mit dem gleichen
Willen andere Seelentätigkeiten wie Gleichgültigkeit, Trägheit,
Abschweifung, Bedenken, Furcht usf., kurz, Antagonisten oder Hemmer
aus dem Wege schafft. Der „Geübte“ braucht ja auch nur eines relativ
kleinen Willens, um die physikalisch-chemische äußere Energie zu
entwickeln, die der Ungeübte bei noch so heftigem Wollen nicht zustande
bringt, weil eben die Seelentätigkeiten einander nicht beliebig
weichen, von den bekannten physiologischen Verhältnissen zu schweigen,
da sie im letzten Grunde -- selbst wenn für „gewohnte Nervenbahnen“
andere histologische Struktur oder chemische Zusammensetzung oder
physikalisches Verhalten nachgewiesen sein sollten, wie für die
ungewohnten -- doch wieder auf psychologische Verhältnisse zurückführen.
Die obigen Auseinandersetzungen mögen noch Zweifel lassen, im ganzen
werden sie aber wohl die aufgestellte Behauptung rechtfertigen, daß die
psychischen Energien ~auslösende~ sind. Über die Frage, wie sich die
psychischen Energien gegeneinander verhalten, wird später gesprochen
werden.
Indessen haben die psychischen Energien noch ganz andere Aufgaben
zu erfüllen, als nur Energien auszulösen. Vier Klassen von
Zusammenwirkungen zwischen physischen und psychischen Energien sind zu
unterscheiden: physische Energien gegen physische, psychische Energien
gegen physische, physische Energien gegen psychische, psychische
Energien gegen psychische.
Die erste Klasse bietet gegenwärtig grundsätzlich kein besonderes
Interesse mehr. Es besteht, wie schon oft hervorgehoben, kein Zweifel,
daß alle physikalischen und chemischen Vorgänge im Körper der Lebewesen
ganz nach den Gesetzen der physikalisch-chemischen Vorgänge überhaupt,
wie sie in der unbelebten Welt sich abspielen, erfolgen. Das haben
unsere großen Physiko-Physiologen Johannes Müller, du Bois-Reymond,
Helmholtz und viele andere unzweideutig nachgewiesen.
Die zweite Klasse ist schon schwieriger zu übersehen. Es handelt sich
hier um die Wirkungen der Psyche auf den Körper. Wir nennen sie, nur
dem Brauch folgend, motorische Wirkungen. An sich sind sie nicht bloß
bewegend, sondern überhaupt auch der Art nach sehr mannigfaltig.
Wir haben Bewegungen, wie die der einzelnen Gliedmaßen, mancher
Eingeweide, des Herzens, der Augen usf. Der Wille löst hier lebendige
Kräfte aus. Dann kommen Ausscheidungen, Sekretionen, wie die in den
Verdauungsorganen und den Drüsen. Mit solchen Wirkungen verbinden
sich die Vorgänge bei der Aufnahme von Stoffen in den Körper, durch
unmittelbare Einführung, durch Absorption, Osmose usf. Kurz, alles was
zum Wachstum, zur Ernährung und zur Erhaltung des Körpers dient. Diese
Wirkungen sind nicht mehr rein motorischer Art, hier spielen chemische
und besondere physikalische Energien mit, aber immerhin handelt es sich
noch um Auslösung von Energien. Nun aber kommen Wirkungen der Psyche
auf den Körper, die rein ~regulierend~ sind. Wir können hierher schon
Hunger, Durst, Atemnot, Sekretionsdrang und ähnliches rechnen, die
analog den Zentrifugalregulatoren unserer Dampfmaschinen wirken. Sie
regulieren den Stoffgehalt, also auch den Energieinhalt des Körpers.
Noch wichtiger ist, daß Seelentätigkeiten die physischen Energien
zwingen, sich in ganz bestimmter Weise zu äußern und zu wandeln. Das
wichtigste Beispiel der morphologisch-biologischen Regulierung haben
wir behandelt (S. 453 f.). Andere Beispiele geben die regulierenden
Tätigkeiten mittels des Nervus vagus und anderer Nerven auf Herz,
Zwerchfell, Drüsen, Eingeweide usf. Hier handelt es sich also nicht
mehr um Umwandlungen von Energien ineinander, sondern um Herbeiführung
von bestimmten Verhältnissen in diesen Umwandlungen. Die Psyche,
so können wir zunächst sagen, verhält sich hier dem Energieprinzip
gegenüber ganz so wie das physische Regulativ, welches gleichfalls
die Energieumwandlungen innerhalb jenes Prinzips beherrscht. Die
Energien als solche regulieren ihre Umwandlungen selbst nicht, nur daß
ihre Summe konstant bleibt, ist gesichert. Aber eine Summe kann aus
den verschiedensten Summandenreihen hervorgehen; daß eine bestimmte
Summandenreihe sie bildet, erfordert ein eingreifendes Prinzip. Das
ist in der Physik und Chemie eben das dritte physische Prinzip. Man
könnte sagen, in die Lebenserscheinungen greife ebenfalls das dritte
Weltprinzip ein. Das tut es gewiß. Allein wozu sind die regulierenden
Gefühle und Nerven vorhanden? Die äußeren Umstände sollten doch,
wie in physikalischen und chemischen Vorgängen, allein genügen, die
Umwandlungen zu regulieren. Aber immer, wenn die Umwandlungen einen
für die Entwicklung oder Erhaltung des Lebens ungeeigneten Verlauf
einschlagen, tritt die Regulierung durch besondere Seelentätigkeiten
ein. Wir haben eben zwei Regulierungen, eine rein physische Regulierung
nach dem physischen Prinzip, bestimmt durch den Zustand des Körpers,
die rein mechanisch wirkt, wie in einem unbelebten Körper, ganz ohne
Bezugnahme auf das Leben, und eine Regulierung, die unmittelbar auf das
Leben gerichtet ist. Diese kommt bei belebten Wesen als neue hinzu.
Unser Denken ist diskursiv, nicht intuitiv. Wenn wir Teile haben, die
sich vor uns zu einem Ganzen zusammensetzen, so wissen wir, wie das
Ganze aus ihnen hervorgegangen ist, haben wir aber nur ein Ganzes,
so ist uns die Entstehung aus den Teilen verborgen. Kant begründet
damit in der Kritik der Urteilskraft das Prinzip der Zweckmäßigkeit.
Das wollen nun die Materialisten nicht anerkennen, sie lehnen es als
Einbildung ab. Aber ich weiß nicht, wie man rein mechanistisch oder
energetisch die psychische Regulierung bei Entwicklung des Körpers aus
den unzähligen Möglichkeiten nach der ganz bestimmten Richtung (S. 450
f.), und im Körper sich verständlich machen will, ~die zweifellos ein
Besonderes neben der physischen ist~, die, ich möchte sagen, immer die
Umstände so wandelt, daß das physische Regulativ so reguliert, wie es
für die Erhaltung des Körpers erforderlich ist. Das zeigt sich ja schon
bei der chemisch-physikalischen Assimilation und Dissimilation der
Stoffe in den Zellen (z. B. den Ganglien), die immer im Gleichgewicht
gehalten werden, und bei dem Ruhebedürfnis, sobald durch körperliche
oder geistige Tätigkeit die Dissimilation vorherrschend geworden ist.
Wenn also die psychischen Tätigkeiten physische Energien auslösen,
so würden sie auch das physische Regulativ für die Vorgänge zwischen
den Energien stetig auslösen. Kann man da die psychischen Tätigkeiten
überhaupt noch als physische Energien ansehen? In der Physik und Chemie
tun Energien, wie bemerkt, ~nichts~ dergleichen. Nur ~auszulösen~
vermögen sie und sich ineinander zu wandeln, ~weiter nichts~. Das ist
noch der entgegenkommendste Ausdruck für das Verhältnis der psychischen
Regulierung zur physischen. Manche werden sogar geneigt sein, die
erstere als Kampfregulierung gegen die letztere zu betrachten. Und
sie hätten recht, da, sobald die psychische Regulierung fehlt und die
physische frei waltet, der Körper zugrunde geht.
Zu dieser Klasse gehören auch noch diejenigen Auslösungen, welche
als Ausdruck unserer Seelentätigkeiten nach Außen dienen, wie die
der physischen Energien beim Sprechen zum Ausdruck der Gedanken und
Wünsche, beim Wechseln der Gesichtszüge zum Ausdruck der Empfindungen,
bei vielen anderen Bewegungen zum Ausdruck der Triebe, Gefühle usf.
Hier liegen die Verhältnisse anscheinend wieder einfach, physische
Energien treten als Folge von psychischen auf. Die Bedeutung, die diese
Vorgänge haben, beruht zum großen Teil auf Übereinkommen, wie bei
der Sprache. In anderen Fällen ist es naturgemäße Abwehr oder Flucht.
In noch anderen, wie bei Schreien aus Schmerz, das so weit in der
Tierreihe verbreitet ist, bei Lachen und Singen aus Vergnügen und bei
Weinen ist es schwer, die Bedeutung abzuleiten.
Wir kommen zur dritten Klasse; sie umfaßt das Tätigkeitsgebiet der
sensiblen Nerven; Reize der physischen Energien bringen psychische
Erscheinungen, und zwar fast alle -- die Physizisten sagen,
überhaupt alle -- hervor. Teilen wir die psychischen Erscheinungen
ein in: Wahrnehmen (physisch und psychisch), Vorstellen (Anschauen,
Phantasieren, Erkennen, Erinnern usf.), Empfinden (Fühlen, Begehren
usf.), Denken (Schließen, Glauben usf.), Wollen, so würden also im
Extrem alle diese Erscheinungen von physischen Energien hervorgerufen
werden können. Dagegen läßt sich nichts sagen, jeder weiß es. Und
wenn der Körper mit der Außenwelt in Verbindung sein soll, muß es ja
auch selbstverständlich so sein. Es fragt sich nur wie? Wenn jemand
unsere zur Faust geschlossene Hand ergreift und öffnen will, so löst
diese Energie unseren Willen aus, und dieser löst die physische
Gegenwirkung unserer Muskeln gegen den Angriff aus. Das ist einfach:
ein explodierender Pulverhaufen kann von Feuererscheinungen begleitet
sein, die den erloschenen Funken, der ihn zur Explosion gebracht
hat, wieder entzünden. Ähnlich brächten physische Energien in den
Sinnesorganen psychische Sinneswahrnehmungen hervor, wie die fünf
bekannten, dazu noch Kälte- und Wärmeempfindung, Schmerzempfindung,
Gleichgewichtsgefühl, Körpergefühl usf., wobei nicht entschieden zu
werden braucht, ob spezifische oder nur graduelle Verschiedenheiten
zwischen einigen dieser Wahrnehmungen bestehen. Schwieriger ist
es schon, zu begreifen, wenn Reize Erkennen, Erinnern, Denken,
Fühlen auslösen, und noch mühevoller, wenn dieses mit mehreren
Seelentätigkeiten der verschiedensten Art zugleich geschieht.
Ich habe bei den bisherigen Betrachtungen die unbewußten
Seelentätigkeiten von den bewußten nicht getrennt; um so mehr aber muß
jetzt ein Unterschied gemacht werden. Über das Verhältnis der ersteren
zu den physischen Energien kann man die Behauptungen nicht prüfen,
denn es fehlt hier auch die ~innere~ Untersuchung, von der äußeren
ganz zu schweigen. Bei den bewußten Seelentätigkeiten aber haben wir
die innere Prüfung zur Verfügung. Hier glaube ich nun behaupten zu
dürfen, daß zwischen Reiz und ausgelöster Seelentätigkeit stets ein
anderes sich schiebt, die Kausalität. Es ist bekannt, daß die physische
Anschauung apriorische Eigenschaften der Psyche nicht anerkennt. Mit
allen Kategorien soll die Kausalität erworben, aus der Erfahrung
jedes einzelnen oder ganzer Geschlechter erschlossen, abstrahiert
sein. Die Kausalität ist dann, wie alle Kategorien, selbst psychisch
wesenlos, denn die Seelentätigkeit ist das Schließen, nicht das Ende
des Schließens, der Schluß. Und eine andere Ansicht kann die physische
Anschauung vom Leben auch gar nicht haben. Von diesem Standpunkte aus
~folgt~ die Kausalität, wie jede Kategorie, den durch Reize ausgelösten
Seelentätigkeiten. Der Gegenstand ist außerordentlich schwierig.
Ich glaube aber, wie schon bemerkt, in meinem Buche „Philosophische
Grundlagen der Wissenschaften“ naturwissenschaftlich das getan zu
haben, was Kant philosophisch geleistet hat: erwiesen zu haben, daß
Reize bewußte Seelentätigkeiten gar nicht auslösen ohne Mitwirkung
der Kausalität, daß diese Mitwirkung -- wenn nicht gar ~Vor~wirkung
-- die unausweichliche Bedingung ist für jedes bewußte Leben in der
physischen Welt. In dieser Hinsicht nimmt die Kausalität für das Leben
die gleiche Stellung ein wie das Bewußtsein selbst. Ja, man könnte
wohl sagen: es gibt gar kein Bewußtsein von der Einheit des Ich im
Verhältnis zur äußeren Welt und zu der Mannigfaltigkeit der inneren
Welt ohne Kausalität, denn ohne Kausalität ist ein Erkennen sowohl
des Verschiedenen als des Gleichen völlig ausgeschlossen, also das
Erkennen überhaupt und jeder Zusammenhang. Ich glaube sogar erwiesen zu
haben, daß selbst die Anschauung, die wir von den Besonderheiten des
Raumes haben, nicht ohne die Kausalität hat gewonnen werden können,
gerade wenn naturwissenschaftlich gesprochen wird. Ist dies aber
alles zutreffend (man vgl. auch S. 409, 414 f.), wie soll man sich
dann die Verbindung zwischen Kausalität -- und das gilt auch für alle
anderen Kategorien -- und physischen Energien vorstellen? Kann da auch
nur von einer Auslösung gesprochen werden? Ich glaube, so wenig wie
bei der Zeit- und Raumanschauung. Und diese haben wir ununterbrochen
im bewußten Zustande, die Kausalität tritt aber hier jedesmal erst
auf, wenn ein Reiz ausgeübt wird, und dann folgt die betreffende
Seelentätigkeit als Erkennung des Reizes.
Endlich die vierte Klasse, die Verbindung der psychischen Tätigkeiten
miteinander. Häckel sagt geradezu: „Jede Psychomform kann in eine
andere übergeführt werden“. Also Umwandlung der psychischen Energien
ineinander. Hierfür scheint manches zu sprechen. Wir haben die
Empfindung „Hunger“; wir essen, und allmählich schwindet diese
Empfindung, und es wächst die Empfindung „satt“ heran, die bis zu
„übersatt“ steigen kann, die eine oder andere als Äquivalent für die
verlorene Empfindung Hunger. So wandelt sich auch mitunter das Gefühl
der Verehrung in das der Gleichgültigkeit oder gar der Verachtung,
das der Liebe in Haß usf. Indessen kennen wir auch Fälle, in denen
von einer Umwandlung des einen in das andere doch wohl nicht die
Rede sein kann. Es scheint, als ob die Seelentätigkeiten in Gruppen
zu teilen sind, die sich getrennt voneinander halten, sich nicht
ineinander wandeln. Worin soll sich das Bewußtsein wandeln, da es
doch überall dabei sein muß und, wie das Auge die Gegenstände, so die
anderen Seelentätigkeiten wie ganz außer und über ihnen betrachtet?
Wer Kategorien, wie die Kausalität, anerkennt, wird auch wegen ihrer
in Verlegenheit sein. Sie sind die Regulative für alle inneren
Seelentätigkeiten, wie Wahrnehmen, Denken usf. Nehmen wir noch ein
handgreiflicheres Beispiel. Es meint ein Mensch, aus Unwissenheit oder
aus Aberglauben, oder aus besonderer Stimmung heraus, ein Gespenst
zu sehen. Es ist eine innere Wahrnehmung. Bangen, Furcht und Angst
ergreifen ihn und dauern mit der Wahrnehmung. Eine Umwandlung der
Wahrnehmung in diese Gefühle hat nicht stattgefunden, die Wahrnehmung
kann diese Gefühle sogar überdauern. Aus solchen und ähnlichen
Beispielen glaube ich entnehmen zu sollen, daß auch die psychischen
Energien, um wieder energetisch zu reden, sich nur auslösen, und daß
die Umwandlungen nur scheinbar sind, indem immer ein anderes dazwischen
tritt, so der Reiz, den die Speisen ausüben, der die eine Empfindung,
Hunger, aufhebt und die andere, „satt“ oder „übersatt“, auslöst, neue
Wahrnehmungen über den Gegenstand der Verehrung oder Liebe usf. Daß
aber außerdem, auch hier wie bei der dritten Klasse, Erscheinungen
auftreten, Regulierungen, die keiner physischen Energie zukommen.
Überblicken wir alles bisher Gesagte, so ergibt sich folgendes:
1. Werden die Seelentätigkeiten als physische Energien betrachtet, so
hat man sie als auslösende Energien anzusehen. Sie können dann ihr
Äquivalent nur ineinander finden, was allgemein nicht zutrifft. Oder
sie haben ihr Äquivalent in den physischen Energien der betreffenden
Nervenzellen (Ganglien und Ganglienanhäufungen im Gehirn, Rückenmark,
Sonnengeflecht), im ~Psychoplasma~, wie Häckel sagt. Das letztere
zu behaupten sind die Materialisten und Energetiker naturgemäß am
meisten geneigt. Aber haben sie die Behauptung auch schon experimentell
bewiesen? Man kann darauf nur mit Nein antworten. Die feststehende
Tatsache, auf die sie sich immer berufen, daß Körper und Geist sich
stets beeinflussen, ist kein Beweis. Es ist richtig, daß das Gehirn
eines müden Menschen durch Dissimilation gewisse Stoffe mehr enthält
und andere weniger als das eines nicht müden. Müssen darum diese
Umwandlungen Äquivalente der Gedanken- oder Gefühlsenergien sein,
können sie nicht indirekt entstanden sein? Man denke an folgenden
Fall. Der Wille zwingt einen Muskel, sich zusammenzuziehen oder zu
strecken. Während des Zustandes der Kontraktion oder Streckung bildet
sich im Muskel als störender Stoff Milchsäure aus, und der Muskel
ermüdet und zehrt zuletzt gewissermaßen den Willen auf. Aber unter
wie anderen Ernährungsverhältnissen steht der kontrahierte oder
gestreckte Muskel gegenüber dem normal liegenden! Diese Änderung der
Ernährungsverhältnisse hat die Änderung in der Zusammensetzung des
Muskels herbeigeführt, die Änderung ist kein Äquivalent des Willens.
Ähnlich ist kaum eine Seelentätigkeit ohne Beeinflussung des Herzens
und anderer Teile des Körpers vorhanden. Die dadurch herbeigeführten
physischen Änderungen müssen auch die Ernährung der Zellen ändern. Dies
alles kann man, wie ich glaube, mit großem Rechte jener apodiktischen
Behauptung so lange entgegenhalten, als nicht Beweise im einzelnen
beigebracht sind. Und diese fehlen noch, wenn auch zugestanden werden
kann, daß die Untersuchung namentlich der Stromschwankungen in den
Nerven und der Stoffumsetzungen in den Ganglien einiges in Aussicht
stellen mag.
2. Die Seelentätigkeiten bieten Erscheinungen, die bei keiner
physischen Energie anzutreffen sind, indem sie namentlich, zur
Entwicklung und Erhaltung des Körpers als ~lebenden~ Gegenstandes,
auch ~regulierend~ wirken. Hierüber ist nach dem Gesagten nichts
hinzuzufügen.
3. Es gibt Seelentätigkeiten, denen der Charakter von Energien
beizumessen nicht angängig ist. Dahin gehört vor allem die Anschauung
der Zeit und gehören die Kategorien, wie namentlich die Kausalität,
Regulative des inneren Lebens und des Lebens in und mit der äußeren
Welt. Auch das Bewußtsein würde ich hierher rechnen als Organ zur
~Wahrnehmung~ des inneren Lebens.
Endlich bedenke man noch folgendes: Was haben wir von den physischen
Erklärungen der psychischen Tätigkeiten noch außerdem zu verlangen?
4. Alle physischen Vorgänge müssen sich zusammengefaßt als ein
~Gesamtes~ erkennen; es entspricht das unserem Bewußtsein von
unserem Ich und dem was auf S. 455 f. davon und von den Ostwaldschen
Reaktionsfolgen gesagt ist.
5. Jeder physische Vorgang muß sich außerdem für sich ~in sich~
erkennen.
6. Jeder physische Vorgang muß ~jeden anderen~ Vorgang kennen und
erkennen, da jeder jeden anderen hervorruft und korrigiert, zum
Beispiel die Empfindung Schmerz den Willen Schreien.
7. Kein physischer Vorgang darf durch Hinzutreten neuer Vorgänge oder
durch Schwinden vorhandener ~gestört~ werden. Das könnte man physisch
noch am ehesten verstehen.
8. Jeder physische Vorgang muß andere Vorgänge, beliebiger Art, selbst
entgegengesetzte, ~voraussehen~, denn wir kennen unsere inneren und
äußeren Handlungen und wissen, was auf jeden Vorgang in uns folgt, bis
zu bestimmter Vorstellung oder gar Wahrnehmung.
Wer das alles von physischen Vorgängen glaubt zugestehen zu können, mag
die Welt der Psyche der Welt der Physis gleich machen. Ich persönlich
halte ein solches Zugeständnis für ganz undenkbar. Automaten, selbst
solche unseres phantastischesten Dichters E. T. A. Hoffmann wird
wohl niemand mehr als Beispiele anführen. Oberflächliche Analogien
kann man überall finden. Darum handelt es sich nicht. Um bestimmte
Verständlichmachung handelt es sich, daß man mit Einsicht sagen
kann: Jawohl, so kann es sich in der Tat verhalten. Davon aber sind
Mechanistik und Energetik unendlich weit entfernt, selbst wenn man von
den Widersprüchen absieht, in die sie sich gegen sich selbst verwickeln
und von denen der bedeutendste der der Gegenwirkung des physischen und
des psychischen Regulativs ist. Die physikalisch-chemischen Gesetze
wirken im Leben ganz so wie in der unbelebten Welt. Aber sie sind im
Leben nicht die einzigen Gesetze, es kommen noch andere Gesetze hinzu,
namentlich regulierende, die in der unbelebten Welt nicht bestehen,
soviel wir wissen, und deren Aufgabe in Gegenwirkungen gerade gegen
jene physikalischen Gesetze besteht. Auch die physikalisch-chemischen
Erscheinungen erschöpfen das Leben nicht; es sind im Leben noch
andere Erscheinungen vorhanden, die wir in der unbelebten Welt nicht
treffen, wie die wunderbaren der phylogenetischen und ontogenetischen
Entwicklung aus den unzähligen Möglichkeiten (S. 448 ff.). Das Leben
enthält eben mehr als das Unbelebte, und zwar Eigenes, Besonderes.
Nun noch einige Worte. Die physischen Anschauungen bringen es
anscheinend mit sich, daß weder von Gott noch von Freiheit oder
Unsterblichkeit gesprochen werden kann. Ich will nur über das letztere
etwas sagen, die Unsterblichkeit. Als Ganzes kommt sie physisch nicht
in Betracht. Aber vielleicht zum Teil? Wir wissen, daß in der Natur
Wärme unsterblich ist. Alle Vorgänge in der Natur sind irgendwo
mit Wärmeentwicklung verbunden. Wärme ist nur beschränkt in andere
Energie verwandelbar, also muß insgesamt immer eine Wärmezunahme
erfolgen. Und so steigt die Menge Wärme im Weltall zu bestimmtem
Höchstbetrag, der dann bleiben muß (vgl. jedoch S. 440). Wenn in den
psychischen Energien solche vorhanden sein sollten, die gleichfalls
nur beschränkt verwandelbar sind, so müssen diese stetig zunehmen.
Ohne Umwandlungen sind solche Energien Leben ohne Tätigkeit; also
dieses Leben muß im Weltall stetig wachsen. Am Ende sind diese Energien
allein von allen psychischen Energien vorhanden, und wir haben nur
Leben ohne Tätigkeit, kein anderes. Das erinnert frappierend an das
buddhistische Nirwana-Leben. Es ist ein Leben, nur ohne Tätigkeit.
Und sollten etwa gar selbst die sonst beschränkt verwandelbaren
Energien der Natur diesen psychischen Energien gegenüber unbeschränkt
verwandelbar sein, was ja in keiner Weise ausgeschlossen ist, so würden
überhaupt die letzten Energien nur Leben sein, ohne Tätigkeit. Das
Nirwana-Leben würde in den Äther versinken, wo es zum Beginn der Welt
war und durch einen gewaltigen Akt in physisches Leben übergeführt
worden ist, um am Ende der Tage in den Äther zurückzukehren. Kaum
brauche ich hervorzuheben, daß diese Unsterblichkeitslehre nicht
die spiritualistische ist, die sich ja auf das Individuum bezieht,
während es sich hier um das Gesamte handelt, wofür Häckel in seinem
Psychom-Erhaltungsgesetz sie unmittelbar feststellt. Aber etwas
Individuelles haftet ihr doch auch an, wenn die Psychome eben nur
beschränkt verwandelbar sind. Fast ist es schade, daß man eine Theorie
ablehnen muß, die zu so bedeutenden Unsterblichkeitsfolgerungen führen
kann. Aber gegenwärtig scheint mir jede Anschauung auf rein physischer
Grundlage aussichtslos.
In letzter Stunde ist mir eine Schrift von ~Felix Auerbach~ bekannt
geworden, „Ektropismus oder die physikalische Theorie des Lebens“.
Der zweite Titel hätte besser fortgelassen werden sollen, denn eine
physikalische Theorie des Lebens wird nicht gegeben, nicht einmal
angedeutet. Nur daß der Verfasser der Ostwaldschen Energetik anhängt,
möchte aus der Schrift hervorgehen. Doch spricht er von Geist und
Willen wie von etwas Besonderem -- er nennt sie das „Göttliche“ im
Menschen -- gegenüber den Erscheinungen in der unbelebten Natur. Es
handelt sich also nur um den Ektropismus. Ektropismus nun ist der
Gegensatz zum Entropismus. Letzterer bedeutet, wie wir wissen, und
Auerbach namentlich feststellt, die ~Ausgleichung~, ~Zerstreuung~
und ~Entwertung~ der Energie. ~Ektropismus~ bezieht sich also auf
~Sonderung~, ~Konzentrierung~ und ~Werthebung~ der Energie. Von selbst
tritt allein Entropismus ein, Ektropismus dagegen immer nur durch
Wirkung von außen. So ist der Vorgang des Falles schwerer Körper
entropisch, die Körper fallen von selbst. Das Steigen schwerer Körper
aber ist ektropisch, in jeder höheren Lage haben sie mehr Energie.
Und von selbst steigen sie nicht, sie müssen von außen gehoben oder
heraufgedrückt werden. Auerbach ist nun der Ansicht, daß die belebten
Wesen ektropisch wirken. Das ist an sich nicht neu; denn daß die
lebenden Wesen Energien vor der Zerstreuung wahren und aufspeichern,
z. B. die Pflanzen in ihrem Körper, wer weiß es nicht? Aber Auerbach
gibt dieser Tatsache eine höhere Bedeutung, und zwar analog derjenigen
der Regulation (S. 451). Das Leben ist eine Regulation gegen den Tod
des Weltalls, der nach dem Entropieprinzip unvermeidlich eintreten
soll; ist es kein absolut abhelfendes Prinzip -- verstehe ich Auerbach
recht, so möchte er sogar so weit gehen -- so ist es doch jedenfalls
ein retardirendes. Daß Anfang und Ende aufs genaueste zusammenhängen,
stellt auch er fest, und so will ich seinen Hauptsatz, soweit er hier
in Betracht kommt, im Wortlaut anführen. Er setzt einen Urzustand etwa
im Sinne Eugen Dührings voraus, Chaos nennt er ihn, in dem also alle
Energie entropisch war (oder war gar keine Energie da?), da keine
Vorgänge bestanden. Dieser Urzustand wurde plötzlich durch einen
Schöpfungsakt zur höchstmöglichen Ektropie gebracht: „Am Anfange wurde
aus dem Chaos der Kosmos (also die Welt der Vorgänge). Das Chaos war
schlaff und träge, der Kosmos ist gespannt und bewegt. Das Chaos ist
leer, der Kosmos ist gefüllt mit Energie. Ihre Quantität bleibt immer
dieselbe, aber ihre Qualität unterliegt fortwährendem Wandel; und was
die Rolle der Wandlungen durchgemacht hat, ist für den Kosmos verloren.
Spannung und Bewegung lassen nach, die Energie wird gebunden und
zerstreut, verwirrt und entwertet, die Energie strebt einem Maximum zu.
Da tritt eine neue Erscheinung auf den Plan: das Leben. In der leblosen
Natur herrscht der Ablauf, nur schwach gedämpft durch den Aufzug. In
der lebendigen Natur herrscht die Entwickelung, und sie versucht, dem
auch hier tätigen Ablauf die Spitze zu bieten. Der Versuch gelingt
nur allmählich und nur in bescheidenen Grenzen. Aber die ordnende,
auslösende und ektropische Begabung kommt und reift mählich und
heimlich. Und im Menschengeschlechte feiert sie mit strahlendem
Glanze das Fest ihrer Befreiung.“ Das Leben ist wie ein „Wächter“,
der unablässig eingreift und das „Schädliche“ (das Entropische)
„absiebt“. Wenn der Leser das in unsere einfache Sprache überträgt,
so findet er es nicht weit von den hier geäußerten Ideen, wenigstens
nach ~einer~ Richtung, denn die anderen, fast noch bedeutungsvolleren
Regulationen kommen bei Auerbach nicht zur Behandlung. Eigenartig
ist noch, daß Auerbach an die Entstehung des Kosmos aus dem Chaos
die Entstehung auch der größten Ordnung anschließt, die allmählich
entropisch in die Un-Ordnung übergeht (S. 441). Das Leben greift wieder
regulierend ein, es schafft Ordnungen aus den Un-Ordnungen. Wie das
Leben dieses tut, wie es überhaupt den Kampf gegen den Entropismus
durch Ektropismus führt, darüber sagt der Verfasser nichts Bestimmtes.
Aus einigen Nebenäußerungen möchte man schließen, daß er das Leben in
gewissen selektiven Eigenschaften der protoplasmatischen Stoffe sucht,
analog etwa der selektiven Eigenschaft mancher als halbdurchlässig
bezeichneten Stoffe, die zum Teil von einer Zuckerlösung wohl das
Wasser, aber nicht den Zucker durchlassen. Aber freilich sollte die
grobe Mechanistik seinem System sehr fern stehen. Wegen der weiteren
Schlüsse in bezug auf das Verhalten des Menschen und der Menschheit,
darf ich auf die sehr interessante Schrift verweisen. Der Satz „Der
Kosmos -- und mit ihm sein Vertreter, der Staat -- hat ein direktes
Interesse nur an dem starken und ektropischen Individuum“, klingt ganz
nach Nietzsche.
Alles was in diesem Abschnitt ausgeführt ist, hängt mit dem
~Vitalismus~ und ~Neuvitalismus~, z. B. nach ~Reinke~, zusammen. Ich
habe diese Bezeichnungen zu benutzen vermieden; ihre Bedeutung geht
nach der einen Seite, nach der physischen, zu weit, nach der anderen
Seite, nach der psychischen, hier geistigen, viel zu sehr in die Enge.
Man soll auch keine Worte auffrischen, die nun einmal, und mit Recht,
eine so unwissenschaftliche Nebenbedeutung bekommen haben wie der
Vitalismus. Ich schließe dieses Buch mit einigen Bemerkungen über die
Welträtsel im allgemeinen.
~Du Bois-Reymond~, in seiner berühmt gewordenen Ignorabimusrede,
die Häckel einer psychologischen Metamorphose zuschreibt, die aber
aus einer allmählich gewachsenen Erkenntnis geflossen ist, daß der
Materialismus in keiner Form ausreicht, die „Welträtsel“ zu lösen,
wie sie ja bei vielen anderen Forschern gleichfalls allmählich sich
geltend machen mußte, hat sieben solche Welträtsel aufgestellt. Drei
davon sollen überhaupt unlösbar, „transzendent“ sein: der Ursprung
der Materie und der Kraft, der Ursprung der Bewegung, die Entstehung
der einfachen Sinnesempfindung und des Bewußtseins. Drei andere
sollen lösbar sein, wenn auch schwer: die Entstehung des Lebens, die
(anscheinend absichtsvolle) Zweckmäßigkeit der Natur, das vernünftige
Denken und der Ursprung der damit verbundenen Sprache. Eines bleibt
unentschieden: die Frage nach der Willensfreiheit. Hat die spätere
Entwicklung der physischen Anschauungen dem Manne Unrecht gegeben?
Ich glaube nein! Im Gegenteil, mir scheint sie die Rätsel noch
mehr transzendent gemacht zu haben als er sie auffaßte. Wir sehen,
selbst mit den bei weitem besseren Mitteln der Energetik kommt man
der Lösung jener Rätsel nicht einen Schritt näher, höchstens, daß
man sie auf andere Dinge bezieht, etwa das erste Welträtsel statt
auf Materie und Kraft, auf Energie mit seinen beiden Faktoren; das
zweite Rätsel statt auf Bewegung auf Energieumwandlung. Nur das
Ignorabimus möchte ich ablehnen. Es ist gar kein Ignorare, wenn man
sich davon überzeugt hat, daß es in der Welt doch etwas mehr gibt als
ein Einzelnes im ewigen Einerlei der Existenz und des Wechsels. Wir
suchen zwar überall nach Vereinfachung und sollen danach suchen. Wenn
aber Vereinfachungen zu nichts führen als zu Redewendungen, ohne die
Einsicht in das Wesen der Sache irgend zu fördern, und nur Rätsel
und Unverständliches zu Rätseln häufen, so sind sie kein Gewinn und
müssen fallen gelassen werden, sobald ihre Untauglichkeit erkannt
ist. Bei den rein physischen Anschauungen ist dieses, glaube ich,
der Fall. Die rein materialistische mag schon kein Mensch mehr. Die
energetische, so bestechend sie ist, wird, davon bin ich überzeugt,
ihr Schicksal teilen. Spinozas Anschauung in Verbindung mit Kants
Transzendentalismus, scheint mir allem am besten gerecht zu werden,
soweit menschliche Voraussicht und Einsicht etwas behaupten darf. Sie
bietet noch den ungeheuren Vorteil, daß wir sie so leicht fortführen
und erweitern können, wie Häckels Beispiel zeigt. In der Tat müssen
wir jetzt schon sagen, daß der allgemeinen Substanz für unsere Welt
mindestens drei Attribute zukommen: Geist, Energie, Materie (oder was
für Materie stehen kann). Die allgemeine Substanz soll ja unendlich
viele Attribute haben. So ist es durch nichts ausgeschlossen, daß
unsere Welt in der Tat diese drei oder vielleicht noch mehr Attribute
ausmacht. Und andere Welten, von denen schon die Alten träumten,
können mit diesen noch andere Attribute bedeuten in beliebiger Zahl.
Wer also ein Ding-an-sich mit unendlich vielen Attributen annimmt,
muß unendlich viele Welten zugestehen und vielleicht noch Übergänge
und Überdeckungen zwischen ihnen. Und er darf sogar die Leben-Reihe
(S. 221) durch diese verschiedenen Welten führen. Auch eine solche
Auffassung bildet einen Monismus und gehörte in die Anschauungen des so
umfassenden ~Monistenbundes~. Aber freilich verirrt sich schon manches
ins Mystische, wohin Kant auch seine „Träume eines Geistersehers“
geführt haben, da wir von nichts wissen als allein von unserer Welt.
Namen- und Sachregister.
A
Aberglaube 27, 434.
Abspiegelung, die Welt als 300, 379.
Abwehrformeln 190.
Achamoth 273 ff.
Adam 150.
Adam von Bremen 93.
Afrika 20 ff., 57 ff. u. a. a. O.
Agnostizismus 420.
Agrippa Cornelius 312.
Ägypter 100 ff., 129, 132, 155, 158, 165, 180, 184, 188, 198, 219,
228 u. a. a. O.
Ahnenkult 43 ff., 46 u. a. a. O.
Aion 271 u. a. a. O.
Akademie 248, 355.
Akzidens 289.
Alanus 303.
Albertus Magnus 294.
Alchemie 290.
d’Alembert 435.
Allegorie 98.
Alte vom Tage 291.
Altruismus 437 u. a. a. O.
Amerika 17 ff. u. a. a. O.
Ammonios Sakkâs 277.
Amulett 40.
Ananke, ἀνάγκη 250, 352, 422.
Anaxagoras 243, 269, 423.
Anaximandros 237, 269.
Anaximenes 236.
Andrée 164.
Animismus 36 ff. u. a. a. O.
Anschauungsformen 360 ff., 475 f. u. a. a. O.
Anselm 300.
Antinomien 363 ff.
Apokastase 253.
Apollonios von Tyana 256.
A posteriori 360 ff.
Appetition 341 ff.
A priori 360 ff.
Araber 108, 208.
Archeus 329.
Archonten 257, 273.
Archytas 242.
Ariost 18.
Aristoteles 249 ff. u. a. a. O.
Arkesilaos 355.
Arnobios 269.
Arrhenius 179, 448.
ἀρχαί 7 ff.
Aschariten 288.
Äschylos 185.
Assimilation 372, 473.
Assoziationsprinzipe 359, 400, 411, 415, 418.
Assyrier 108 ff.; s. a. Babylonier.
Astrologie 109, 188, 290.
Atheismus 154.
Äther 465 f.
Atomistik 422 ff., 465 f. u. a. a. O.
Attribute 335, 392 ff., 461 f., 484 u. a. a. O.
Auerbach, Felix 463, 482 f.
Auferstehung 192 ff.
Aufklärungsphilosophie 347, 434 ff.
Augustinus 281, 315.
Australien 17 u. a. a. O.
Automatisches 419, 428, 479 u. a. a. O.
Averroes 288, 295.
Avicebrol 291.
Avicenna 288.
Avidyia 350.
Awatars 169.
B
Babylonier 108 ff., 130, 134, 153, 158, 160, 161, 178, 183, 196.
Bacon Roger 299.
-- von Verulam 402 ff.
Barden 95.
Basilides 268 ff.
Bastian Adolf 66 ff.
Baur 267.
Begriffsgottheiten 141 f.
Belebung 32 ff., 424, 436 u. a. a. O.
Beneke 413.
Berkeley 356 ff.
Bernhardy 426.
Bernouilli 441.
Beschwörung 54, 190.
Beseelung 36 ff., 319, 382 ff., 390, 424, 436 u. a. a. O.
Besessene 56.
Bessarion 309.
Bewegungsmoment 459.
Bewußtsein 400, 474 ff. u. a. a. O.
Bewußtseinsleiter 399.
Bewußtseinsschwelle 399.
Bhagavad-Gîtâ 115 u. a. a. O.
Bibel 106 f., 157, 177, 184 u. a. a. O.
Biogenetisches Grundgesetz 449.
Blavatsky, Helene Petrowna 330.
Böhme, Jakob 323 ff. u. a. a. O.
Boltzmann 440.
Bonaventura 303.
Boyle, Robert 434.
Brahmaismus 120.
Brugsch 100, 146 u. a. a. O.
Bruno Giordano 317 ff. u. a. a. O.
Büchner 438.
Buddha 215 u. a. a. O.
Buddhismus 120, 122, 214.
Bürger 55.
C
Calvin 315.
Campanella 322.
Cartesius 333 ff.
Cäsar 88 f., 94, 97, 216.
Centrosom 450.
Chachma 266.
Chamberlain 83.
Chauvinismus 83.
Cherubim 280.
Chinesen 120 f., 143, 164, 210, 235.
Christian Science 257.
Chromatin 450.
Chrysippos 233.
Cicero 99, 253.
Civitas dei 294.
Claudius, Kaiser 95.
Clausius 441.
Comte 40, 415 ff.
Condillac 411.
Constant, Benjamin 29.
Contemplatio 304.
Cooper 23.
Curtis 50 f.
Cusanus, Nikolaus 306.
Czolbe 438.
D
Dämonenglaube 43 ff., 53, 257.
Dante 206, 297.
Darwin 445 ff., 450 ff.
Deismus 253 ff.
Delitzsch, F. 153.
Demiurg 268 f. u. a. a. O.
Demokritos 423 f.
Dennis 205.
Derwische 261.
Descartes 333 ff. u. a. a. O.
Deszendenzlehre 445 ff., 449.
Determinismus 296.
Dharma 215.
Diderot 435.
Diels 352 u. a. a. O.
Dies fasti et nefasti 191.
Ding-an-sich 365, 390 ff., 461 ff. u. a. a. O.
Diogenes von Apollonia 236.
Dionysios Areopagita 280.
Dissimilation 372, 455.
Doketen 276.
Driesch 343, 370, 450 f.
Droßbach 345.
Dualismus 13, 148, 267, 458 ff. u. a. a. O.
Dubois Reymond 438, 471, 483.
Dühring, Eugen 416 ff., 463, 481.
Duns Scotus 298.
E
Eckehart, Meister 303.
Edda 93 f.
Egoismus 435.
Ei 450 ff.
εἴδωλον 37, 193.
Einheitlichkeit der Welt 16 ff.
Eklektiker 261.
Ektropie 480 ff.
Eleaten 351 u. a. a. O.
Elemente 423.
Elysium 204.
Emanationslehre 253 ff., 263 f., 278 u. a. a. O.
Empedokles 220, 423.
Empirismus 376, 401 ff., 454 ff., 483.
Endlichkeit 363 f., 464 f.
Energetiker 454, 483.
Energie 421 ff., 454 ff. u. a. a. O.
-- psychische 455 ff.
Energismus 420 ff.
Engel 261 u. a. a. O.
Entelechie 250 u. a. a. O.
Entropie 440 u. a. a O.
Entwicklungslehre 443 ff.
Enzyklopädismus 435.
Epigenesis 448.
Epikuros 425.
Eranier 110, 131, 139, 148, 159, 162, 166, 174, 202, 216.
Erhaltungsprinzipe 440.
Eristik 354.
Eschatologie 71 ff., 192 ff.
Eschmunazar, König 108.
Essäer 276.
Ethische Gottheiten 138 f.
Etrusker 205.
Eucken 390.
Euemeros 52, 97.
Eukleides aus Megara 354.
Euripides 96 f., 183, 244.
Evolution 258, 269, 282, 295, 420, 447 f., 452.
F
Fakire 261.
Fananybrauch 42.
Fatalismus 138, 234, 437.
Faust 54, 266.
Fechner 398 f.
Fegefeuer 192 ff.
Ferment 329.
Fervers 111, 208.
Fetische 39 ff., 90, 104 u. a. a. O.
Fetischismus 36 ff.
Feuerbach, Ludwig 438.
Feuth, Ludwig 113.
Fichte 358, 373 f.
Flammarion 399.
Florenz, Karl 124.
Fludd 329.
Flutsagen 161 ff.
Fohi 121.
Foismus 122.
Formen 249, 383 u. a. a. O.
Frank, Sebastian 316.
Franziskus der Heilige 300.
Freiheit 182 ff., 367, 393, 479 u. a. a. O.
Fresnel 441.
Frobenius 5, 42, 57 ff., 74, 79.
Frohars 111, 208.
Funktionsübertragung 453.
G
Ganglien 455, 473.
Gassendi 431.
Gastrulation 450.
Gegengottheiten 148 f.
Gegenstandsgottheiten 127 ff.
Geheimbünde 57, 254.
Geheimlehre 189.
Geister 55.
Geisterglaube 48 ff., 53.
Geistige Vorgänge 455 ff.
Generatio equivoca 384, 446.
Germanen 88 ff., 136 f., 140, 156, 158, 167, 173, 206.
-- Nord- 92 ff.
Gerson, Johann 303.
Gespenster 53.
Geulincx 336.
Gilgamesepos 109, 188, 196.
Gleichartigkeit der Menschheit 11 f.
Gnostiker 267 ff., 277 u. a. a. O.
Goethe 266, 275, 277, 307, 396, 445.
Gorgias 355.
Götterglaube 56.
Götterneid 185.
Götzenbilder 48.
Götzendienst 43 ff.
Graßmann 103 u. a. a. O.
Grey 4, 53.
Griechen 50, 95 ff., 130, 137 f., 143, 162, 167, 171, 203, 230
u. a. a. O.
Grimm, Jakob 37, 45, 73, 75, 90 ff.
Gruppe 255 f.
Gubernatis 114.
H
Häckel 401, 449, 461 ff.
Hades 204.
Hafis 261.
Halbkulturvölker 4.
Haller, Albrecht v. 447.
Hammurabi 110.
Hanusch 86.
Harmonie 241.
-- Gesetz der 453.
-- Prästabilierte 338 ff.
Harnack, Adolf 267 ff., 274.
Harpyen 73.
Hartmann, Eduard v. 386 ff.
-- Franz 330.
Hebräer 49, 106 ff., 144, 156, 177, 192.
Hegel 376.
Heimarmene, εἰμαρμένη, 239, 422.
Hel 206 f.
Helmholtz 448, 471.
Helmont, Baptist van 328.
-- Franz van 338.
Hemsterhuis 413.
Henotheismus 144, 147 ff.
Herakleitos 238, 353.
Herbart 347.
Herder 435.
Hermogenes 269.
Herodot 45 f., 50, 89, 106.
Hesiod 158, 172.
Hexen 53 ff.
Hierarchie 280.
Himmel der Erde gleich 17 ff.
Himmelskörper 466 u. a. a. O.
Hinduismus 119.
Hippias 355.
Hobbes 432 f.
Hoffmann, E. T. A. 479.
Holbach 435 ff.
Hölle 78, 192 ff., 208.
Homa 96, 155 f., 171.
Homer 112.
Homoiomerien 423.
Horatius 188.
Hugo von St. Victor 300.
Hume 358, 407 ff.
Hylodeismus 236 ff.
Hylopsychismus 235 ff.
Hylozoismus 235 ff.
Hypostasie 366, 437.
I
Ideale 365.
Idealismus 349 ff., 360 ff. u. a. a. O.
Idealphilosophie 253, 349 u. a. a. O.
Ideen 244 ff., 264, 335, 364, 405 u. a. a. O.
Ideenassoziation 432 u. a. a. O.
Identitätsphilosophie 385 ff. u. a. a. O.
Idololatrie 50 f.
Illusionslehre 350.
Indier 113 ff., 132, 135, 139, 156 f., 161, 162, 166, 176, 187, 200,
211, 228, 258, 350 f., 424.
Indifferentismus 234.
Individuation 295.
Induktion 402.
Inkarnationen 169.
Intelligenzen 288.
Intelligible Dinge 282 u. a. a. O.
Intensität 457.
Intuition 263 u. a. a. O.
Irreversibilität 440 f.
Isaak 302.
Istars Höllenfahrt 197.
Italiker 158.
J
Jamblichos 277.
Japaner 123 f., 133, 164, 210, 235.
Jehuda Halevi 293.
Jenseits der Kulturvölker 192 ff.
-- -- Naturvölker 71 ff.
Jeremias, Alfred 110 u. a. a. O.
Jezira 291.
Johannes, Apostel 265.
K
Kabbala 290 ff.
Kalpa 201.
Kant, Immanuel 359 ff., 484 u. a. a. O.
Kapazität 457.
Karäer 293.
Karlstadt 316.
Karma 215, 330.
Karneades 355.
Katasterismen 34.
Kategorien 222 f., 360 ff. u. a. a. O.
Kategorischer Imperativ 367.
Kausalität 409, 414 f., 474 ff. u. a. a. O.; s. auch Kategorien,
Regulative.
Keimteilchen 423, 447.
Kelten 94 ff., 208, 216.
Kepler 345.
Kiesewetter 293.
Kismet 138, 288.
Klopstock 150.
Kohärente Systeme 441, 467.
Konstitutionsprinzip 366 ff.
Kopernikus 321, 428, 432.
Kosmos, κόσμος 238, 240, 481 u. a. a. O.
Kräfte als Wille 382 ff.
Krause 328.
Kritizismus 355 u. a. a. O.
Krönig 441.
Kultur 80 ff.
Kulturvölker 4, 6, 80 ff.
Kyrenaiker 355 f.
L
Labilität 439 ff.
Lactantius 270.
Lamaismus 122.
Lamarck 445.
Lamettrie 435 ff.
Lange, F. A. 422, 438.
Lao-tsse 210, 220, 235, 350.
Lasson, Adolf 319, 401.
Lavater 396.
Leben 16 ff., 482 u. a. a. O.
Lebenanschauung, Erklärung 1 ff.
Leben-Reihe 220 ff.
Lebensschicksal 182 ff.
Leere 240, 424.
Leibniz 340 ff. u. a. a. O.
Lessing 346, 434.
Leukippos 424.
Liber scriptus 299.
Liber vivus 299.
Lichtreich 272.
Lilith 150.
Lippert 40 ff., 84 ff., 90 ff., 102 f., 112, 124 ff., 131.
Littauer 85, 87, 164.
Livingstone 74.
Locke, John 402 ff.
Logos 142, 262, 265 ff., 422 u. a. a. O.
Longfellow 21.
Longinus 277.
Lotze 396 f.
Lucanus 95.
Lucretius Carus 426 ff., 441.
Lullus, Raimundus 305.
Luther 265, 314.
M
Mach, Ernst 414, 417 ff.
Magier 112.
Maimonides 293.
Malebranche 336.
Mandäer 276.
Manichäer 270 ff.
Manu 213, 217.
Märchen 22.
Marsilius Ficinus 309.
Maschinen 369, 457.
Materialismus 420 ff., 467 f., 477 ff. u. a. a. O.
Materie 246, 279 u. a. a. O.
Maui 4 ff., 21.
Maxwell 441, 466.
Maya 350.
Mayavölker 125.
Mechanismus 420 ff. u. a. a. O.
„Medizin“ 42 ff.
Melanchthon 314.
Melissos aus Samos 354.
Mendelssohn, Moses 345.
Menschenopfer 46 u. a. a. O.
Messiasidee 169.
Metamorphosen 37.
Metempsychose 214 f.
Metensomatose 214 ff.
Mexikaner 124.
Meyer, Ludwig 391.
Milton 150.
Mirabaud 435.
Modus 335, 392.
Mohammedanismus 208.
Moleschott 13 u. a. a. O.
Monaden 339, 340 ff., 397 u. a. a. O.
Monismus 13 u. a. a. O.
Monistenbund 484.
Monolatrie 70.
Monotheismus 151 ff.
Montaigne 330.
Montesquieu 413.
Morphologisch-Biologisches Ordnungsgesetz 453.
Morphologisches Gesetz 451.
Mose de Leon 291.
Motakhallim 287.
Muatazile 287.
Müller, Johannes 470.
-- K. O. 205.
-- Max 20, 24 ff., 33 f., 38, 81, 115, 211, 217, 265.
Multismus 13.
Mysterien 57.
Mystiker 290 f., 293 ff., 300 ff. u. a. a. O.
Mystizismus 254 u. a. a. O.
Mythologie 56.
N
Natur 251.
Naturalismus 401 ff.
Naturgesetze 439 ff.
Naturphilosophen 231 u. a. a. O.
Naturphilosophie 376.
Naturreligion 56 f.
Naturvölker 4, 16 ff.
Naturzweck 369 ff.
Nekromantie 254.
Nephesch 292.
Neschamah 292.
Neuplatonismus 277 ff.
Neupythagoräer 255 ff.
Neuspinozismus 396.
Neuvitalismus 483.
Newton 428, 434.
Nichtordnung, elementare 441, 482.
Nichtumkehrbarkeit 440 f.
Nietzsche 385.
Nikolaus Cusanus 306.
Nirvana 211 ff., 226, 480 u. a. a. O.
Nominalisten 293 f. u. a. a. O.
Noumena 363.
Nukleus 450.
Nus, νοῦς 243 u. a. a. O.
O
Objektivation 379 ff.
Occasionalismus 336, 413 u. a. a. O.
Occultismus 254.
Offenbarung 30, 294.
Ontogenie 445 ff., 449.
Ophir 61.
Ophiten 276.
Orakel 189.
Orcus 205.
Organisierte Dinge 369.
-- Wesen 369 ff.
Orphiker 255 f.
Ossian 95.
Ostwald, Wilhelm 454 ff., 462 u. a. a. O.
Otto III., Kaiser 300.
Ovid 100.
Ozeanier 17 ff.
P
Palingenesie 449.
πᾶν, τό 231, 255.
Pan 255.
Pandämonismus 56.
Pandeismus 227 ff., 254 u. a. a. O.
Panpsychismus 235 ff. u. a. a. O.
Panspermie 317, 447.
Pantheismus 227, 390 ff.
Pantheos 234.
Paracelsus 316.
Paradies 78, 159, 192 ff., 208.
Paraklet 270.
Parallelen, anthropologische 10 ff.
Parallelismus, psychophysischer 393, 397 ff. u. a. a. O.
Paralogismen 363 ff.
Parmenides 352.
Pascal, Blaise 329.
Patristische Philosophie 281.
Patritius 317.
Paulus Diaconus 45.
Pausanias 97.
Peraten 276.
Peripatetiker 253.
Peruaner 125.
Perzeption 341.
Pessimismus 384 ff.
Peters, Carl 61.
Phänomenalismus 356 ff. u. a. a. O.
Pherekydes 256.
Philolaos 242.
Philon 261 ff.
Philostratos 257.
Phönizier 108.
Phylogenetische Evolution 452.
Phylogenie 445 ff., 449.
Physische Energien 468 ff., 473 u. a. a. O.
Physizismus 420 ff.
Pico Giovanni 310 f.
Pistis Sophia 274.
Planck, Max 418, 440, 442.
Platon 217 f., 221, 244 ff. u. a. a. O.
Pleroma 272.
Plethon Gemistos 309.
Plotinos 277 ff.
Pluralismus 13.
Plutarchos 257.
Poincaré 417.
Polarität 324, 450.
Polygnotos 204.
Polylatrie 70 f.
Polynesier 66 u. a. a. O.
Polytheismus 127 ff.
Porphyrios 277.
Positivismus 394, 401 ff.
Potentialität 250, 414.
Potenz, morphologische 451.
Prana 223, 230.
Prädestination 285 u. a. a. O.
Prädetermination 414 u. a. a. O.
Prediger 186.
Preußen 87.
Primalitäten 322.
Prinzipe 7 ff., 367 ff.
Prodikos 355.
Propheten 107.
Protagoras 355.
Protoplasma 450 ff., 468.
ψυχή 36 ff. u. a. a. O.
Psychische Energien 454 ff., 468.
Psychologie, assoziative 359, 397, 400, 411, 415, 418 u. a. a. O.
Psychom 461.
Psychophysik 398.
Psychophysiologie 399.
Psychoplasma 477.
Pyramidentexte 198.
Pyrrhon 355.
Pythagoräer 217, 239.
Pythagoras 239.
Q
Qualitates occultae 313.
Quellgeister 325 ff.
Quincke 468.
Quinta essentia 313, 316.
R
Rabbaniten 293.
Ramanuga 258.
Rationalismus 333.
Ratzel 61.
Raum 246, 360, 433 u. a. a. O.
Realen 347.
Realismus 349 ff., 401 ff. u. a. a. O.
Realisten 293 f. u. a. a. O.
Regeneration 453.
Regulation 454, 481.
-- biologische 454.
-- morphologische 454.
Regulative 360 ff., 365 ff., 439 ff. 471.
Reinkarnation 211 ff.
Reinke 483.
Religionsursprung 23 ff., 434 ff.
Rephaim 193.
Restitution 452 f.
Resurrektion 79.
Reuchlin, Johann 311.
Reversibilität 440 f.
Richard von St. Victor 302.
Riehl 401.
Rigveda 20 u. a. a. O.
Ritter, Heinrich 466.
Römer 50, 98 ff., 129, 143, 172, 203.
Rousseau 413.
Ruach 292.
Rudimentäre Organe 450.
Runen 94.
Ruysbroek 304.
S
Salomon ben Gabirol 291.
Samenteilchen, Keimteilchen 423 ff.
Sankara 260, 351.
Sankhya 259.
Satan 149 ff.
Schamanismus 39, 44 ff., 122.
Scheible 293.
Schelling 327, 375.
Schicksalsgottheiten 136 ff.
Schiller 367.
Schleiermacher 378.
Schmitt, Heinrich 267, 271, 274.
Scholastiker 293 f., 305 u. a. a. O.
Schopenhauer 379 ff.
Schöpfer 131 u. a. a. O.
Schöpfung 464 u. a. a. O.
Schwartz, W. 132.
Schwenkfeld 316.
Scotus Erigena 283 f.
Seele 36 ff., 45, 71 ff., 343 u. a. a. O.
Seelenarten 221 ff.
Seelenkult 43 ff. u. a. a. O.
Seelentätigkeiten 221 ff., 473 ff. u. a. a. O.
Seelenwanderung 211 ff. u. a. a. O.
Selbsterhaltung 347, 436, 444.
Sensualismus 356, 394, 401 ff., 425 u. a. a. O.
Seraphim 280.
Shintoismus 123.
Sigê 271.
Simon Magus 276.
Sirenen 73 f.
Skeptizismus 354 ff. u. a. a. O.
Slawen 85 ff., 208 u. a. a. O.
Sohar 294.
Sokrates 219, 248.
Soma 117.
Sophia 267 ff., 272.
Sophisten 354 f.
Speiseverbote 191.
Spektralanalyse 442.
Spencer, Herbert 420.
Speusippos 249.
Sphärenharmonie 242.
Spieß 77.
Spinoza 337, 390 ff., 484 u. a. a. O.
Spinozismus 390 ff. u. a. a. O.
Spiritismus 254.
Stabilität 439 ff.
Stammannahmen 7 ff.
Stammbegriffe 360 ff.; s. auch Kategorien.
Stephens, John 126.
Steresis 251.
Sterne, Carus 113 u. a. a. O.
Stirner, Max 386.
Stoff 250.
Stoiker 232 ff.
Strabon 112.
Stuhlmann 52.
Substanz 335, 392 ff.; s. auch Ding-an-sich.
Sufismus 258.
Sundainseln 17 f. u. a. a. O.
Sündenfall 159 f.
Supranaturalismus 254.
Swedenborg 330.
Sympathie der Dinge 277 u. a. a. O.
Synesius 269.
Syzygien 271.
T
Tabu 48.
Tacitus 88 ff.
Tangaroa 69 ff.
Tao 121, 143, 210.
Taurellus 323.
Teleologie 251 f., 367, 397.
Telesius 317.
Teufel 37 u. a. a. O.
Thales 236.
Themistokles 97.
Theogonie 131 u. a. a. O.
Theosophie 223, 253 ff., 286 ff., 330 u. a. a. O.
Therapeuten 276.
Theophanie 284.
Theromorphie 101 ff.
Theurgie 254.
Thomas von Aquino 296.
Thomson, William 448, 466.
Thronen 280.
Totemismus 39, 47.
Totenbehandlung 41 f. u. a. a. O.
Totenbuch 199 u. a. a. O.
Totenkahn 72 ff.
Totenkult 72 ff. u. a. a. O.
Totenland 73 ff.
Totenrichter 192 ff.
Totenvögel 73 ff.
Trägheit 340, 436, 439 ff.
Transzendentalismus 359 ff., 484 u. a. a. O.
Transzendenz 350 ff., 400 f. u. a. a. O.
Träume 43 ff.
Twesten 138.
Tylor 34 f., 49.
U
Überlebsel 55.
Umkehrbarkeit 440.
Unbewußtes 386 ff., 474 ff.
Unendlichkeit 363 f., 464.
Universalien 293.
Unsterblichkeit 192 ff., 204, 220 ff., 395, 479 u. a. a. O.
Unterwelt 171 ff., 192 ff.
Upanishaden 201, 211 f., 385.
Urwesen 446 ff.
Urzustand 417, 481.
Utilismus 435.
V
Vaiseshika 424.
Valentinus 271.
Vedantaphilosophie 212 f., 258 ff.
Vedareligion 119.
Vererbung 444 ff.
-- biologische 450.
-- funktionale 450.
-- Lokalisations- 450.
-- morphologische 450.
Verworn 420.
Virgil 206.
Vischer, Friedrich 35.
Vitalismus 483.
Vogt, Karl 438.
Volksetymologie 98.
Voltaire 435.
Vorstellung, die Welt als 379 ff.
W
Wahrheit, doppelte 285, 331.
Wahrsagung 189.
Walhalla 207.
Weigel 323.
Weinstein 150.
Weismann 447.
Weissagungen 107.
Weltanfang 416 ff., 464 ff. u. a. a. O.
Weltanschauung, Erklärung 1 ff.
Weltbau 170 ff., 252.
Weltbaum 110, 132.
Weltentstehung 63, 67 ff., 155, 240, 335.
Welterlösung 389 u. a. a. O.
Weltgang 440 ff.
Weltgesetze 439 ff., 467.
Welträtsel 461 ff., 483.
Weltseele 247, 278, 313, 321.
Weltuntergang 166 ff.
Weltvernunft 243, 278 u. a. a. O.
Weltwiederholung 237, 346, 386, 416, 425 f. u. a. a. O.
Widergott 267.
Wiedertäufer 316.
„Wilde“ 70.
Wille, die Welt als 379 ff.
Windischmann 174.
Wirklichkeitsphilosophie 398, 416.
Wirklichkeit, transzendente 350 ff., 360 ff. u. a. a. O.
Wolff, Caspar Friedrich 447.
-- Christian 345.
Wollheim da Fonseca 200.
„Wort“ 265, s. Logos.
Wunderglaube 21, 283.
Wundt, Wilh. 399 ff.
X
Xenokrates 249.
Xenophanes 231, 351.
Y
Yamazaki-Ansai 235.
Yelch 62, 73.
ὕλη 236.
Yoga 260.
Z
Zahl 240 ff.
Zalmaweth 193.
Zauberer und Zauberwesen 53 ff.
Zehnder 46 ff.
Zeit 360, 406 u. a. a. O.
Zeitatome 287.
Zenogenesie 449.
Zenon 353 f.
Zöllner, Friedrich 398.
Zufall 182 ff.
Zwangsmechanismus 428 ff., 435 f. u. a. a. O.
Zweckmäßigkeit 372, 472 f.
Zwingli 315.