Und Gustel ihm ein Liedchen singt. --

Thomas.

Nicht wahr, Herr, wenn's auch nicht gelingt,

Ein glücklicher Vater bleib' ich doch? --

Rübezahl (beiseite).

Bin, ich doch sonderbar bewegt,

Fast scheint's -- trotz meinem geistigen Wesen -- --

Daß Neid sich gegen die Menschen regt.

(laut) Wohlann, mein Freund, ihr sollt genesen!

Mutter.

Ist's möglich, Herr!

Rübezahl.

Ja, eure Krücken

Werft nur in Gottes Namen weit,

Es tut in wenig Augenblicken

Mein Balsam seine Schuldigkeit.

(Er setzt sich zu Thomas, zieht ein Büchschen hervor und reibt ihm das

Knie).

Mutter.

O Rübezahl! jetzt fühlen wir erst

Den ganzen Wert von deinem Geschenke.

Thomas.

Ha! diese zerschmetterten Gelenke --

Wie ist mir -- neues Leben zuckt

Durch jede Muskel, jede Nerve --

Die Last, die mich zu Boden gedrückt,

Wie leicht ich sie von der Schulter werfe! --

Gustav (faltet die Hände).

Ach, Mutter! ich bete Sprüch' und Psalter,

Das wird vielleicht von Nutzen sein.

Thomas.

Rübezahl Neue Sammlung der schönsten Sagen und Märchen von dem Berggeiste im Riesengebirge · 第 8 / 11 题