Martin Luther.“

Und endlich als es wieder auf die Heimreise ging, kündigt Luther Käthe

die Rückkehr an und bestellt einen Willkommtrunk.

„Der reichen Frauen zu Zulsdorf, Frauen Doktorin Katherin Lutherin, zu

Wittenberg leiblich wohnhaftig und zu Zulsdorf geistlich wandelnd,

meinem Liebchen zu handen. — Abwesend dem Doktor Pomeran, Pfarrherr, zu

brechen und zu lesen.

... (Ew. Gnaden) ... wollen schaffen, daß wir einen guten Trunk bei Euch

finden. Denn, ob Gott will, morgen Dienstag wollen wir auf sein gegen

Wittenberg zu. Es ist mit dem Reichstage zu Hagenow ein Dreck, ist Mühe

und Arbeit verloren und Unkost vergeblich. Doch, wo wir nichts mehr aus

gerichtet, so haben wir doch Magister Philippus wieder aus der Hölle

geholet und wieder aus dem Grabe fröhlich heimbringen wollen, ob Gott

will und mit seiner Gnaden, Amen.

Es ist der Teufel hieraußen selber mit neuen bösen Teufeln besessen,

brennt und thut Schaden, das schrecklich ist. Meinem gnädigsten Herrn

ist im Thüringer Wald mehr denn tausend Acker Holz abgebrannt und

brennet noch. Dazu kommt heute Zeitung, daß der Wald bei Werda auch

angegangen sei und viel Orten mehr; hilft kein Löschen. Das will teuer

Holz machen. Betet und lasset beten wider den leidigen Satan, der uns

sucht nicht allein an Seele und Leib, sondern auch an Gut und Ehre aufs

allerheftigste. Christus, unser Herr, wolle vom Himmel kommen und auch

ein Feuerlein dem Teufel und seinen Gesellen aufblasen, daß er nicht

löschen könnte, Amen.

Ich bin nicht gewiß gewesen, ob Dich diese Briefe zu Wittenberg oder zu

Zulsdorf würden finden; sonst wollt' ich geschrieben haben von mehr

Dingen. Hiemit Gott befohlen, Amen. Grüße unsere Kinder, Kostgänger und

alle. Montags nach Jacobi (26. Juli) 1540.

Katharina von Bora: Geschichtliches Lebensbild · 第 48 / 92 题