71. Fall.

~Tödtliche Apoplexie des Neugebornen.~

Ein neugeborner Knabe war auf einem Misthaufen gefunden worden.

Die Leiche war von Ratten oder anderen Thieren angefressen worden,

und es fehlten zwei Drittel der linken Lunge. Trotzdem ergab die

hellrosenrothe Farbe der übrigen Lungentheile, ihr Knistern, ihre

Schwimmfähigkeit, ihr Luft- und Blutgehalt bei Einschnitten, dass

das Kind gelebt gehabt, und der apoplectische Befund, dass es an

Schlagfluss gestorben war, der aber nicht auf irgend eine äussere

Gewalt bezogen werden konnte. Denn Verletzungen am Unterleibe, die

sich vorfanden, waren angeblich und auch, beim Mangel jeder lebendigen

Reaction, augenscheinlich mit einer Mistgabel erst nach dem Tode beim

Auffinden der Leiche ihr zugefügt worden.

Gerichtliche Leichen-Oeffnungen. Erstes Hundert. · 第 72 / 118 题