FOOTNOTES

[1] Seizures foreseen and authorised by art. 4 of the Hague

Convention of 1907.

[2] «[Die Einwohner sind geflüchtet im Dorf. Da sa es] gräulich

aus. Das Blut glebt an alle Baute, und was sa man für Gesichter,

grässlich sa alles aus. Es wurde sofort sämtliche Tote, die Zahl 60,

sofort beerdigt. Fiele alte Frauen, Väter, und eine Frau, welche in

Entbindung stand, grauenhaft alles anzusehen. 3 Kinder hatten sich

zusammengefast und sind gestorbe. Altar und Decken sind eingestürzt.

Hatte auch Telefon-Verbindung mit dem Feind. Und heut morgen, den

2. 9., da wurden sämtliche Einwohner hinausgetrieben, so sah ich auch

4 Knaben, die eine Wiege trugen auf 2 Stäben mit einem kleinen Kinde

5-6 Monat alt. Schrecklich alles mitanzusehen. Schuss auf Schuss!

Donner auf Donner! Alles wird geplündert ... (_on the verso_:) Mutter

mit ihren beiden Kinder, der eine hatte eine grosse Wunde am Kopf und

ein Auge verloren.»

[3] «3. 9. 1914. _Creil._ Die Brücke (eiserne) gesprengt. Dafür

Strassen in Brand gesteckt, Civilisten erschossen.»

[4] «3. 9. 1914. Ein schreckliches Blutbad, Dorf abgebrannt, die

Franzosen in die brennenden Häuser geworfen, Zivilpersonen alles

mitverbrandt.»

[5] «Kurz vor Diest liegt das Dorf Schaffen. Hier hatten sich gegen

50 Civilisten auf dem Kirchturm versteckt und schossen von hier aus

auf unsere Truppen mit einem Maschinengewehr. Sämtliche Civilisten

wurden erschossen.»

[6] It may be incidentally mentioned, and merely for greater

precision, that the _1_^{st} _Report of the Belgian Commission_

enumerates some of the "civilians" killed at Schaffen on the 18^{th}

of August. Amongst others "the wife of François Luyckz, aged 45 _with

her daughter aged twelve who were found in a ditch and shot_" and

"the daughter of one Jean Oogen, _aged nine_ who was shot" and one

André Willem, the sacristan who was tied to a tree and _burnt alive_".

[7] «26. 8. 1914. Das wunderschöne Dorf Gué-d'Hossus soll ganz

unschuldig in Flammen gegangen sein. Ein Radfahrer soll gestürzt sein

und dabei sein Gewehr losgegangen, gleich ist auf ihn geschossen

worden. Man hat männliche Einwohner einfach in die Flammen geworfen.

Solche Scheusslichkeiten kommen hoffentlich nicht wieder vor.»

[8] «Wir besetzen nach Durchbrechen einer Mauer das Haus eines

anscheinend wohlsituirten Einwohners vorn an der Maas. Nachdem

ich durch ein Labyrinth ... (two words illegible) bis in das

vorderste gedrungen war, traf ich in (?) an der Schwelle auf die

Leiche des Besitzers. In den Räumen hatten unsre Leute bereits wie

die Vandalen gehaust. Alles war durchstöbert worden. Der Anblick

den die überall umherliegender Leichen der Erschossenen Einwohner

geben spottet jeder Beschreibung. Die Nachschüsse haben meist den

Schädel halb weggerissen. Jedes Haus im ganzen Tale ist durchstöbert

w[orden] u[nd] dabei einige d[er] Einwohner aus den unmöglichsten

Schlupfwinkeln hervorgezogen. Männer erschossen. Frauen und Kinder

ins Kloster. Aus diesem wurde heraus geschossen: beinahe wäre deshalb

das Kloster in Brand gesteckt w[orden]. Nur durch Auslieferung der

Schuldigen und Zahl[un]g von 15.000 francs konnte es sich lösen.»

[9] «Gleich am Eingange lagen ca. 50 erschossene Bürger, die

meuchlings auf unsre Truppen gefeuert hatten. Im Laufe der Nacht

wurden noch viele erschossen, sodass wir über 200 zählen konnten.

Frauen und Kinder, die Lampe in der Hand, mussten dem entsetzlichen

Schauspiele zusehen. Wir assen dann immitten der Leichen unsern Reis,

seit Morgen hatten wir nichts gegessen.»

[10] «Les habitants de la ville d'Andenne, après avoir protesté

de leurs intentions pacifiques, out fait une surprise traître sur

nos troupes. C'est avec mon consentement que le Général en chef a

fait brûler toute la localité et que cent personnes environ ont été

fusillées.»

The Belgian Report questions whether the inhabitants of Andenne

committed any hostile acts against German troops, and adds: «In

reality, more than 200 persons were shot. Everything almost is

ravaged. The houses have been burnt over a distance of nine miles.»

[11] «Celui qui n'obtempère pas de suite au commandement «Levez les

bras!» se rend coupable (_sic_) de la peine de mort.»

[12] «A l'avenir, les localités les plus rapprochées de l'endroit

où de pareils faits (destructions de voies ferrées et de lignes

télégraphiques) se sont passées,--_peu importe qu'elles soient

complices ou non_--seront punies sans miséricorde. A cette fin,

des otages ont été emmenés de toutes les localités voisines des

voies ferrées menacées par de pareilles attaques, et, à la première

tentative de détruire les voies de chemin de fer, les lignes

télégraphiques ou du téléphone, ils seront immédiatement fusillés.»

[13] «Langewiller, 22. Dorf durch die 11. Pioniere zerstört. 3 Frauen

an den Bäumen erhängt: hier die ersten Tote gesehen.»

[14] «So haben wir 8 Häuser mit den Einwohnern vernichtet. Aus einem

Hause wurden allein 2 Männer mit ihren Frauen und ein 18 jähriges

Mädchen erstochen. Das Mädel konnte mir leid tun, den[n] sie machte

solch unschuldigen Blick, aber man konnte gegen die aufgeregte Menge

nicht[s] ausrichten, denn dann sind es keine Menschen, sonder[n]

Tiere.»

[15] «Sämtliche Civilpersonen werden verhaftet. Eine Frau wurde

verschossen, weil sie auf «_Halt_» Rufen nicht hielt, sondern

ausreissen wollte. Hierauf Verbrennen der ganzen Ortschaft.»

[16] «Aus der Stadt wurden 300 erschossen. Die die Salve überlebten

mussten Totengräber sein. Das war ein Anblick der Weiber, aber

es geht nicht anders. Auf dem Verfolgungsmarsch nach Wilot ging

es besser. Die Einwohner, die verziehen wollten, konnten sich

nach Wunsch ergeben, wo sie wollten. Aber der schoss, der wurde

erschossen. Als wir aus Owele marschierten, knatterten die Gewehre:

aber da gab es Feuer, Weiber, und Alles.»

[17] The meaning of this sentence may perhaps be: «but there, fire,

women and everything.»

[18] «Hier hatten Belgier auf deutsche Soldaten geschossen, und

gingen wir sofort daran den Güterbahnhof zu plündern. Einige Kisten:

Eier, Hemden, und alles was zum essen war wurde aus den Kisten

herausgeschlagen ... Der eiserne Geldschrank wurde eingeschlagen und

das Gold unter die Leute geteilt, Werthpapiere wurden zerrissen.»

[19] «23. 8. 1914. Der Feind hat das Dorf Bièvre besetzt und den

Waldrand dahinter. Die 3. Kompagnie ging in 1. Linie vor. Wir

stürmten das Dorf, plünderten und brannten fast sämtliche Häuser

nieder.»

[20] «24. 8. 1914. _Haybes._ Hier kamen wir in das erste Gefecht

(Dorfgefecht). Das 2. Bataillon hinein in das Dorf, die Häuser

untersucht, geplündert, und wo herausgeschossen wurde, abgebrannt.»

[21] «10. 8. 1914. Parie (_sic_) das erste Dorf verbrannt, dann gings

los: 1 Dorf nach dem andern in Flammen; über Feld und Acker mit Rad

his wir an Strassengraben kamen, wo wir dann Kirschen assen.»

[22] «5. 10. 1914. Ein Auto kommt ins Lazarett und bringt

Kriegsbeute: 1 Klavier, 2 Nähmaschinen, viele Alben, und allerlei

sonstige Sachen.»

[23] «Hier hatte gestern die 6. Kompagnie gehaust, nicht als Soldaten

sondern als gemeine Diebe. Einbrecher und Räuber, die eine Unehre für

unser Regiment und unser Heer sind. Schon vorher hatten unsre Truppen

_Champs_ halb zerstört.»

[24] «Schlimm sind die Pioniere; die Artillerie, eine Räuberbande.»

[25] «Leider muss ich ein Vorkommnis mitteilen, das nicht hätte

stattfinden sollen und dürfen. Aber es gibt auch in unserm Heere

entmensch[t]e Kerle, Schweinhunde, denen nichts heilig ist. Ein

solcher hat in die mit dem Schlüssel verschlossene Sakristei, in

der das Allerheiligste stand und in welcher ein _Protestant_ aus

Ehrfurcht vor demselben sich nicht schlafen legte, einen grossen

Kaktus gesetzt. Wie kann es solche Menschen geben? In der vorigen

Nacht hat ein mehr als 35jähriger Landwehrmann, verheiratet, die noch

junge Tochter seines Quartierwirtes vergewaltigen wollen; dem Vater,

der dazu kam setzte er das Bayonett auf die Brust.»

[26] «Einschlagen von Granaten in die Häuser. Abends Feldgesang:

_Nun danket alle Gott_.»

[27] «Im Wald, eine sehr schöne Kuh nebst Kalb angeschossen gefunden:

und wieder franz. Leichen schrecklich verstümmelt.»

[28] Is there any need to remark that it is no more "treacherous"

than it is lawful to shoot from the bows of a tree than from a

window or from the bottom of a trench? On the contrary, the rest of

the narrative will moreover prove it, it is as courageous as it is

dangerous.

[29] «[Von der Wut der Soldaten kann man sich ein Bild machen, wenn

man die zerstörten] Dörfer sieht. Kein Hans ist mehr ganz. Alles

essbare wird von einzelnen Soldaten requiriert. Mehrere Haufen

Menschen sah man, die standrechtlich erschossen wurden. Kleine

Schweinchen liefen umher und suchten ihre Mutter. Hunde lagen an

der Kette und hatten nichts zu fressen und zu saufen und über ihnen

brannten die Häuser.

«Neben der gerechten Wut der Soldaten schreitet aber auch purer

Vandalismus. In ganz leeren Dörfer setzen sie den roten Hahn ganz

willkürlich auf die Häuser. Mir tun [die] Leute leit. [Wenn] sie auch

unfaire Waffen gebrauchen, so verteidigen sie doch nur ihr Vaterland.

Die Grausamkeiten die verübt wurden und noch werden von seiten der

Bürger werden wüst gerächt.

«_Verstümmelungen der Verwundeten sind an Tagesordnung._»

[30] The pamphlet entitled «_Appel aux nations civilisées_» which

the German government spread abroad, says: «_Il n'est pas vrai que

nous fassions la guerre au mépris du droit des gens. Nos soldats ne

commettent ni actes d'indiscipline ni cruautés._» This is the text

of our translation. The German text published under the title «_An

die Kulturwelt_» says: «_Es ist nicht wahr dass unsre Kriegsführung

die Gesetze des Völkerrechts missachtet. Sie kennt keine zuchtlose

Grausamkeit_». There is, as will be seen, a nuance between these two

versions, both equally official. The German version seems to admit

as legitimate «_die zuchtmässige Grausamkeit_» "cruelty exercised on

service".

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| Transcriber's Notes |

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| The following inconsistencies were kept: |

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| Langewiller -- Langeviller |

| Regt. -- Reg^t |

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| Mistakes in German cites were not corrected unless there |

| was a plate available showing the German text, or it looked |

| like wrong reading of handwritten text. |

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| The following changes have been made: |

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| p. 5 ";" inserted. |

| p. 6 "prisonners" changed to "prisoners". |

| p. 6 "Ecole" changed to "École". |

| p. 6 "document" changed to "documents". |

| p. 8 "telephoningto" changed to "telephoning to". |

| p. 8 "Stabe" changed to "Stäben" (footnote). |

| p. 8 "eingestürtz" changed to "eingestürzt" (footnote). |

| p. 9 "Art. I" changed to "Art. 1". |

| p. 9 "customes" changed to "customs". |

| p. 9 " inserted. |

| p. 10 "«" inserted. |

| p. 10 "and" changed to "und" (footnote). |

| p. 11 "»" inserted. |

| p. 11 "," changed to ".". |

| p. 11 "23" changed to "23^{rd}". |

| p. 11 "gestürtz" changed to "gestürzt" (footnote). |

| p. 12 First paragraph's style changed from blockquote to |

| normal text. |

| p. 12 "surrunder" changed to "surrender". |

| p. 12 "troups" changed to "troops". |

| p. 12 "regt" changed to "Regt". |

| p. 12 "embarass" changed to "embarrass". |

| p. 12 "Aublick" changed to "Anblick" (footnote). |

| p. 12 "umherliegender" changed to "umherliegenden" (footnote). |

| p. 12 "Schadel halbweggerissen" changed to "Schädel halb |

| weggerissen" (footnote). |

| p. 12 "Schluppwinkeln" changed to "Schlupfwinkeln" (footnote). |

| p. 12 "losen" changed to "lösen" (footnote). |

| p. 12 "entzetzlichen" changed to "entsetzlichen" (footnote). |

| p. 12 "immitten" changed to "inmitten" (footnote). |

| p. 14 "Liége" changed to "Liège". |

| p. 14 "troups" changed to "troops". |

| p. 14 "Andennes" changed to "Andenne" (footnote). |

| p. 15 "they" changed to "the". |

| p. 15 "Pionniere" changed to "Pioniere" (footnote). |

| p. 16 "christian" changed to "Christian". |

| p. 18 "Halte!" changed to "Halt!". |

| p. 18 "(" replaced by ",". |

| p. 19 "." removed (before "doubted"). |

| p. 20 "." removed (after "7th"). |

| p. 21 "Erfahrungsgemäss" changed to "erfahrungsgemäss". |

| p. 21 "entiered" changed to "entered". |

| p. 21 "«" inserted (footnote). |

| p. 21 "sofor" changed to "sofort" (footnote). |

| p. 22 "." changed to ":". |

| p. 22 ")" removed. |

| p. 22 "besetz" changed to "besetzt" (footnote). |

| p. 23 "." removed (footnote). |

| p. 23 "gestört" changed to "zerstört" (footnote). |

| p. 24 "Plate 11" changed to "Plate 10". |

| p. 24 "Pionniere" changed to "Pioniere" (footnote). |

| p. 24 "in" changed to "ein" (footnote). |

| p. 26 "o" changed to "of". |

| p. 26 "Rég^t" changed to "Reg^t". |

| p. 26 "1^{ts}" changed to "1^{st}". |

| p. 26 "preceeding" changed to "preceding". |

| p. 28 "whe" changed to "who". |

| p. 28 "Vaulx-les-Palameix" changed to "Vaux-lès-Palameix". |

| p. 28 "," inserted after "away". |

| p. 28 " inserted. |

| p. 29 "Oberlieutenant" changed to "Oberleutnant". |

| p. 29 "Regiments Kommandeur" changed to "Regiments-Kommandeur". |

| p. 29 "pirees" changed to "pieces". |

| p. 29 "In" changed to "Im" (footnote). |

| p. 29 "ein" removed (footnote). |

| p. 29 "eingeschossen" changed to "angeschossen" (footnote). |

| p. 31 "a" changed to "at". |

| p. 31 "FUR" changed to "FÜR". |

| p. 31 "is" inserted (footnote). |

| p. 33 "in a heap" changed to "on a heap". |

| p. 34 "Kompagnie Führer" changed to "Kompagnie-Führer". |

| p. 34 " inserted. |

| p. 38 "megalomaniaes" changed to "megalomaniacs". |

| p. 38 "," inserted. |

| p. 38 "chivalvy" changed to "chivalry". |

| p. 39 "." changed to ":". |

| p. 39 "german" changed to "German" (footnote). |

| p. 40 "reprensatatives" changed to "representatives". |

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German Atrocities from German Evidence · 第 13 / 13 题