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Bundeslied 3

Sophie 4

Nein! 5

Gebet 6

Lalul[=a] 7

Zwölf-Elf 8

Mondschaf 10

Lunovis 11

Ralf 12

Fisches Nachtgesang 13

Frühlingslied 14

Hemmed 15

Problem 16

Trichter 18

Tanz 19

Knie 20

Seufzer 21

Bim, Bam, Bum 22

Wiesel 24

Schaukelstuhl 25

Wurm 26

Kunkel 27

Mitternachtsmaus 28

Himmel und Erde 29

Mondendinge 30

Gingganz 32

Lattenzaun 33

Flaschen 34

Blonder Korke 35

Würfel 36

Kronprätendenten 37

Weste 38

Philanthropisch 40

Mond 41

Westküsten 42

Unter Zeiten 45

Schwarzkünstler 46

Palmström 48

Traum der Magd 49

Nasob[=e]m 51

Anto-logie 52

Hystrix 54

Probe 56

Ameisen 58

Gaul 60

Pudel 62

Huhn 63

Möwen 64

Igel und Agel 65

Werwolf 66

Fingur 68

Km 21 69

Waldgeiß 70

Purzelbaum 71

Wurzeln 72

Laß die Moleküle rasen,

was sie auch zusammenknobeln!

Laß das Tüfteln, laß das Hobeln,

heilig halte die Ekstasen.

Bundeslied der Galgenbrüder.

O schauerliche Lebenswirrn,

wir hängen hier am roten Zwirn!

Die Unke unkt, die Spinne spinnt,

und schiefe Scheitel kämmt der Wind.

O Greule, Greule, wüste Greule!

Du bist verflucht! so sagt die Eule.

Der Sterne Licht am Mond zerbricht.

Doch dich zerbrach's noch immer nicht.

O Greule, Greule, wüste Greule!

Hört ihr den Ruf der Silbergäule?

Es schreit der Kauz: pardauz! pardauz!

da taut's, da graut's, da braut's, da blaut's!

Galgenbruders Lied an Sophie, die Henkersmaid.

Sophie, mein Henkersmädel,

komm, küsse mir den Schädel!

Zwar ist mein Mund

ein schwarzer Schlund --

doch du bist gut und edel!

Sophie, mein Henkersmädel,

komm, streichle mir den Schädel!

Zwar ist mein Haupt

des Haars beraubt --

doch du bist gut und edel!

Sophie, mein Henkersmädel,

komm, schau mir in den Schädel!

Die Augen zwar,

sie fraß der Aar --

doch du bist gut und edel!

Nein!

Pfeift der Sturm?

Keift ein Wurm?

Heulen

Eulen

hoch vom Turm?

Nein!

Es ist des Galgenstrickes

dickes

Ende, welches ächzte,

gleich als ob

im Galopp

eine müdgehetzte Mähre

nach dem nächsten Brunnen lechzte

(der vielleicht noch ferne wäre).

Das Gebet.

Die Rehlein beten zur Nacht,

hab acht!

Halb neun!

Halb zehn!

Halb elf!

Halb zwölf!

Zwölf!

Die Rehlein beten zur Nacht,

hab acht!

Sie falten die kleinen Zehlein,

die Rehlein.

Das große Lalul[=a].

Kroklokwafzi? Se[=m]eme[=m]i!

Seiokrontro -- prafriplo:

Bifzi, bafzi; hulale[=m]i:

quasti basti bo ...

Lalu lalu lalu lalu la!

Hontraruru miromente

zasku zes rü rü?

Entepente, leiolente

klekwapufzi lü?

Lalu lalu lalu lalu la!

Simarar kos malzipempu

silzuzankunkrei (;)!

Marjomar dos: Quempu Lempu

Siri Suri Sei []!

Lalu lalu lalu lalu la!

Der Zwölf-Elf.

Der Zwölf-Elf hebt die linke Hand:

Da schlägt es Mitternacht im Land.

Es lauscht der Teich mit offnem Mund.

Ganz leise heult der Schluchtenhund.

Die Dommel reckt sich auf im Rohr.

Der Moosfrosch lugt aus seinem Moor.

Der Schneck horcht auf in seinem Haus.

Desgleichen die Kartoffelmaus.

Das Irrlicht selbst macht Halt und Rast

auf einem windgebrochnen Ast.

Sophie, die Maid, hat ein Gesicht:

Das Mondschaf geht zum Hochgericht.

Die Galgenbrüder wehn im Wind.

Im fernen Dorfe schreit ein Kind.

Zwei Maulwürf küssen sich zur Stund

als Neuvermählte auf den Mund.

Hingegen tief im finstern Wald

ein Nachtmahr seine Fäuste ballt:

Dieweil ein später Wanderstrumpf

sich nicht verlief in Teich und Sumpf.

Der Rabe Ralf ruft schaurig: `Kra!

Das End ist da! Das End ist da!´

Der Zwölf-Elf senkt die linke Hand:

Und wieder schläft das ganze Land.

Das Mondschaf.

Das Mondschaf steht auf weiter Flur.

Es harrt und harrt der großen Schur.

Das Mondschaf.

Das Mondschaf rupft sich einen Halm

und geht dann heim auf seine Alm.

Das Mondschaf.

Das Mondschaf spricht zu sich im Traum:

`Ich bin des Weltalls dunkler Raum.´

Das Mondschaf.

Das Mondschaf liegt am Morgen tot.

Sein Leib ist weiß, die Sonn' ist rot.

Das Mondschaf.

Lunovis.

Lunovis in planitie stat

Cultrumque magn' expectitat.

Lunovis.

Lunovis herba rapta it

In montes, unde cucurrit.

Lunovis.

Lunovis habet somnium:

Se culmen rer' ess' omnium.

Lunovis.

Lunovis mane mortuumst.

Sol ruber atque ips' albumst.

Lunovis.

Der Rabe Ralf.

Der Rabe Ralf

will will hu hu

dem niemand half

still still du du

half sich allein

am Rabenstein

will will still still

hu hu

Die Nebelfrau

will will hu hu

nimmt's nicht genau

still still du du

sie sagt nimm nimm

's ist nicht so schlimm

will will still still

hu hu

Doch als ein Jahr

will will hu hu

vergangen war

still still du du

da lag im Rot

der Rabe tot

will will still still

du du

Fisches Nachtgesang.

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U U

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U U U U

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U U U U

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U U U U

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U U U U

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U U

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Galgenbruders Frühlingslied.

Es lenzet auch auf unserm Spahn,

o selige Epoche!

Ein Hälmlein will zum Lichte nahn

aus einem Astwurmloche.

Es schaukelt bald im Winde hin

Und schaukelt bald drin her.

Mir ist beinah, ich wäre wer,

der ich doch nicht mehr bin ..

Das Hemmed.

Kennst du das einsame Hemmed?

Flattertata, flattertata.

Der's trug, ist baß verdämmet!

Flattertata, flattertata.

Es knattert und rattert im Winde.

Windurudei, windurudei.

Es weint wie ein kleines Kinde.

Windurudei, windurudei.

Das ist das einsame

Hemmed.

Das Problem.

Der Zwölf-Elf kam auf sein Problem

und sprach: Ich heiße unbequem.

Als hieß' ich etwa Drei-Vier

statt Sieben -- Gott verzeih mir!

Und siehe da, der Zwölf-Elf nannt' sich

von jenem Tag ab Dreiundzwanzig.

Galgenlieder nebst dem 'Gingganz' · 第 6 / 10 题