7. Februar.

[Illustration: CROW INSEL im SALWIN FLUSS]

Vor Sonnenaufgang in zwei Gharries ein paar Meilen bis zur Fähre des

Salween-Flusses, den wir (die drei Amerikaner, Poche und ich) auf einem

lebensgefährlichen Floss übersetzen, -- dann in einem landesüblichen

»Bullockcart« die gute Fahrstrasse weiter bis zu den »Farm Caves«,

ausgedehnte Höhlen in merkwürdigen Bergen, die, mit reichster Vegetation

überwachsen, senkrecht aus der Ebene aufsteigen. Zwei dieser Höhlen sind

Wallfahrtsorte und mit Buddha-Statuen minderen Kunstwerthes ausgefüllt;

die anderen bieten einigen Millionen Fledermäusen Asyl und werden letztere

durch unsere bengalischen Kerzen unangenehm aufgescheucht -- doch ist ein

längerer Aufenthalt wegen des Gestankes und der Hitze undurchführbar.

Die Rückfahrt auf dem originellen federlosen Holzkarren, dessen Zebus

fortwährend durchgehen wollen, ist sehr amüsant -- schiesse einige

Riesengeier. -- Sonnengluth in Burmah scheint nach der heutigen

Probe kolossal! Abends Besuch des Gefängnisses, wo aber egyptische

Augenkrankheit grassirt und wir schleunigst davonlaufen. -- Vergebliches

Trachten, einen berühmten Holzschnitzer zu finden: der Mann wohnt

im Birmanenviertel, unser Kutscher spricht blos bengalisch -- also

Verständigung unmöglich. -- Am Flussufer produciren sich uns einige

Arbeitselefanten, die zur Tränke geführt werden -- auf Befehl des

Kornak knien sie nieder, heben die Rüssel in die Höhe und trompeten ein

donnerndes Salaam! Die ihnen zugeworfenen Annastücke heben sie sorgfältig

auf und reichen sie dem alten Wärter!

[Illustration: ELEFANTEN BEI DER ARBEIT]

[Illustration]

Meine Reise nach Siam 1888-1889. Aufzeichnungen des k. und k. Legationsrathes Dr. J. Camille Samson · 第 42 / 54 题