[Illustration: CROW INSEL im SALWIN FLUSS]
Vor Sonnenaufgang in zwei Gharries ein paar Meilen bis zur Fähre des
Salween-Flusses, den wir (die drei Amerikaner, Poche und ich) auf einem
lebensgefährlichen Floss übersetzen, -- dann in einem landesüblichen
»Bullockcart« die gute Fahrstrasse weiter bis zu den »Farm Caves«,
ausgedehnte Höhlen in merkwürdigen Bergen, die, mit reichster Vegetation
überwachsen, senkrecht aus der Ebene aufsteigen. Zwei dieser Höhlen sind
Wallfahrtsorte und mit Buddha-Statuen minderen Kunstwerthes ausgefüllt;
die anderen bieten einigen Millionen Fledermäusen Asyl und werden letztere
durch unsere bengalischen Kerzen unangenehm aufgescheucht -- doch ist ein
längerer Aufenthalt wegen des Gestankes und der Hitze undurchführbar.
Die Rückfahrt auf dem originellen federlosen Holzkarren, dessen Zebus
fortwährend durchgehen wollen, ist sehr amüsant -- schiesse einige
Riesengeier. -- Sonnengluth in Burmah scheint nach der heutigen
Probe kolossal! Abends Besuch des Gefängnisses, wo aber egyptische
Augenkrankheit grassirt und wir schleunigst davonlaufen. -- Vergebliches
Trachten, einen berühmten Holzschnitzer zu finden: der Mann wohnt
im Birmanenviertel, unser Kutscher spricht blos bengalisch -- also
Verständigung unmöglich. -- Am Flussufer produciren sich uns einige
Arbeitselefanten, die zur Tränke geführt werden -- auf Befehl des
Kornak knien sie nieder, heben die Rüssel in die Höhe und trompeten ein
donnerndes Salaam! Die ihnen zugeworfenen Annastücke heben sie sorgfältig
auf und reichen sie dem alten Wärter!
[Illustration: ELEFANTEN BEI DER ARBEIT]
[Illustration]