IV

Du Hüterin! . . . Da reißt sich schief

Grimassenhäuser Front, da packen

Der Gäule Hufe ins Gehirn.

Ein Dom treibt Widerhaken.

Du Hüterin . . . Die ziehst du all

Heraus magnetischer Streichelhände.

. . . O Haupt im Tabernackelschoß . . .

Laß mich, dir gut, vollenden!

Und Tag! und Tag! Hah grellstes Licht

Peitscht an, rings Züge sausen.

Ein lilabrauner Himmel schwer

Presst tief. Im Pflaster scheint uns wer.

Gespenstertote hausen.

Man brüllt nach Du. Dein Atem bricht

In längsten Samumstößen.

Es stockt und ebbt schon der Tumult:

Melodisch schwemmen Abendfluren.

Wir Fabelschiffe wiegen.

-- Du fütterst ihn. Du ziehst ihn groß.

Wie ist er da entsprossen!

Gleich Fahne flackert dessen Hos.

Vorbei die Kugeln spritzten.

Von dir gedacht er: so gefeit.

Gestauter Welt ein Zünder.

Die Arme wehen Signale weit.

Ekstatischer Verkünder!!!

O Einsamkeit -- jetzt überwand

Dich heißestes Zerdringen.

Mein Prisma du, von mir durchbrannt

Zu tausend Strahlen schwingend.

Du streichest aus der Frauen dumpf

Gehock. Kristallenen Klumpen knetend,

Jäh meiner Brust: finster geballt.

Ein Labyrinth von Schimmelwald,

Erfüllt mit Mord der Schul und Väter.

Wir kehren nicht zurück zum Schoß,

Gen Scharlachdämmerungen.

Vom Fundament wir bauten los

Uns. Tod ward übersprungen.

Du Brücke aus der Nacht Revier --

Geharnischte Winter schlagen.

Wir schweben fest! Der Kragen

Dreht sich zum Strick. Du löst ihn mir.

Du Engel an der Pforte.

So bin ich aufgeschält.

Es blühen aus Vase meines Munds euch Heimatworte.

An deiner Stirn sich reibend auf perlig: ein Lilienfeld.

Verhüllte Meere knistern

Herein, der Donner breiter Takt.

Wir aber landeten an Küsten

Mit Gärten, Mond und Freund beflaggt.

Du klaffst: des Eilands Brunnen,

Daraus der reine Mann sich schöpft.

Nah Aeroplane knurren.

Ein Sterngewimmel tropft.

Von schaukelnden Tribünen

Gleich Flamm der Dichter loht:

Der Völker Psalmenhort,

Die rings um ihn wie Herden dehnen.

Ja --: brüderlich Verschmelzen!

Nicht einsam, sondern _jeder_ sein!

Abschraubt des Hochmuts Stelze!

Fahrt in die Huren ein!

(Schraubt euch auch dumm und klein!)

Der Mantel wie ein Drahtzaun

Schlingt sich um unsere Hüfte.

O lasset uns restlos vertrauen!

Geschminkte Masken lüften!!

Du hast es ihm vollbracht:

O brüderlich Verschmelzen.

Nacht schwillt: Lampione-Nacht.

Geteerte Sommer wälzen.

Wir blättern strahlend Fächer.

Von deiner Augen Süßsee

Schlürft oft der Lippe Mal.

Verbrüderung: Gedichte · 第 25 / 50 题