An den Vater

Schlangenader längs der Stirne rollt.

Gabel stößt er pfeifend in Salat.

Weißer Suppe krummes Maul träuft voll.

Makkaroni würgt aus Nase grad.

In den Weinberg kroch er, dichtes Laub,

Den Kniefällen seiner Kinder taub:

Dorther wächst und wächst ein Donnerschnarchen.

Die ihn sucht, sich bückt --: sie schreckt die Blöße.

Auf den Lippen gischtet Spülichtschlamm.

Szepter in der Faust des Patriarchen.

Füße Schweiß mit ihren Haaren klamm

Wäscht sie. Arme Braut des Bösen.

Später, da er vor den weiten Plätzen

Ängstigend sich preßt in ihren Arm --

Seufzer schickt sie den Erbarmungsblicken,

So ihr zu oft glänzende Herren nicken . . .

(Mancher stößt sich in sie rauschend warm).

Die ihm dient als Boot zum Übersetzen.

Ausgeleiert. Nur ein Ausstück. Fetzen.

Finger birgt sie, die erfroren rot

Von Stricknadeln (Messerwald) durchlöchert.

Aus geschwollener Augen Köcher

Spritzeln Tränen auf zerdrehtes Brot.

Niederstürzt sie, die er täppisch rupft,

An die sich heraufwälzt stumpfer Bauch.

Zitternd in ihr kleines Bett sie schlupft:

Ausgesogen, starr. Ein windiger Schlauch.

Bei dem Löffel in die Teller Klirren --:

Hund am Tisch du! Klaffender Tyrann!

Wo dein Sohn, Indianer, dir auflauert

Zwischen Zähnen Beil er fiebernd kauert

Vor dem Schlafgemach -- bis schwirrend

Saust das Beil! Das Beil --: es fällt dich an!

Verbrüderung: Gedichte · 第 6 / 50 题