Ich habe mich wieder verleiten lassen.
Ach, die Verwirrung ist so groß! Ach, wie das Dunkel wächst! Und die
Mauern auf allen Seiten!
Man hat mir Stangen vor mein Fenster gegeben. Da soll ich meinen
Verstand daran ordnen. Aber die Ordnung schneidet so hart in die Seele.
* * * * *
Ich verzage. Ich glaube verzagen zu müssen. Hilft mir denn niemand? Ich
bitte darum.
Ach fände sich doch einer, der mir hilft! Ich glaube, ich kenne die Welt
nicht mehr? Und soll sie doch aufbauen, ganz allein. Aber wenn niemand
mir helfen will, so mag ich nicht länger der liebe Gott sein.
* * * * *
Ein einziges Wörtlein fällt mir noch ein:
Ich bin _nicht_ gegangen -- und bin doch schuldig. Ich habe _nicht_
getötet und bin doch schuldig.
Vielleicht ist es das? Vielleicht sind wir deshalb hier versammelt? Weil
wir es _nicht_ getan haben. Weil es die andern lieben Brüder, dieweil
wir unschuldig blieben, tun mußten.
Unschuldig! Das ist wohl meine Schuld?
* * * * *
Ach, wie bitter brennt doch die Ordnung! Sichelt so grausam durch die
Seele!
Aber Ordnung muß sein, sagt die Mariandjei. Sonst werde ich nie meine
Prüfung bestehen.