In vielen Beziehungen geistesverwandt mit dem Altmeister Eduard Pötzl,
ist er es auch in dem einen Punkte, die Liebe zum Österreichertum,
zum Deutschtum in Österreich besonders, letzten Endes aber die
Liebe zu Wien, zu jenem alten Wien, das nicht mehr ist, zum Wien
Guschelbauers und des guten alten Wiener Liedes. Was Stüber-Gunther da
über das österreichische Staatsbeamtentum sagt, wie er den Offizier
sieht, die Gedanken, die er über die Lebensauffassung der in Wien
ansäßigen Tschechen im Gegensatz zu den Deutschen andeutet, geben
einem aufmerksamen Leser sehr zu denken. Die Gestalten des Romans
sind glänzend und wahr gezeichnet. Es gibt Episoden darin, die zu den
schönsten gehören, was man zu lesen bekommt. Der Gesamteindruck: Ein
selten schönes Buch, das zu jenen Büchern gehört, die man sich aufhebt,
und das sind alljährlich wohl sehr wenige.
A. Wohlfahrt in Fricks Rundschau.