Reines, frisch gefälltes Schwefelcadmium wurde in Wasser vertheilt, und
mit dieser Flüssigkeit folgende Versuche gemacht.
a. Ein Theil wurde mit überschüssigem Ammon versetzt, kalt digerirt,
dann filtrirt. -- Die Lösung, mit Salzsäure versetzt, blieb vollkommen
klar.
b. Ein Theil wurde mit überschüssigem Ammon heiss digerirt. Die Lösung
blieb mit Salzsäure ebenfalls vollkommen klar.
c. Ein Theil wurde mit Cyankaliumlösung versetzt und nach längerer
Digestion abfiltrirt. -- Die Lösung blieb, nach Zusatz von Salzsäure,
ebenfalls ganz klar.
d. Ein Theil wurde mit Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium versetzt,
digerirt und filtrirt. -- Die Lösung trübte sich nach Zusatz von
Salzsäure, rein weiss. -- (Diese Versuche stellte ich an im Hinblick auf
eine Bemerkung $Wackenroder$'s im Repertor. der Pharm. von $Buchner$,
46, 226.)
55. $Bestimmung des Natrons in Salzen mit organischen Säuren$
(zu §. 77. 4.).
1,154 Grm. traubensaures Natron gaben durch heftiges Glühen nach Abzug
von 0,004 Grm. Kohle 0,630 NaO,CO_{2}, entsprechend 0,3698 NaO = 32,05
Proc. (berechnet 32,14 Proc.), d. i. 99,7 statt 100,00.
56. $Bestimmung des Baryts durch Fällung mit kohlensaurem Ammon$
(zu §. 79. 2. a.)
0,7553 reines geglühtes Chlorbaryum gaben, nach §. 79. 2. a. gefällt,
0,7142 BaO,CO_{2}, enthaltend 0,554719 BaO = 73,44 Proc. (100 Thle.
BaCl hätten liefern müssen 73,59), es wurden somit erhalten 99,79 statt
100,00.