Frisch gefällte, aufs sorgfältigste mit Ammon enthaltendem Wasser
ausgewaschene phosphorsaure Ammon-Magnesia wurde in etwas Salzsäure
enthaltendem Wasser gelöst, dann Ammon im Ueberschuss zugefügt und 24
Stunden kalt stehen gelassen. 169,64 Grm. des Filtrates hinterliessen
0,0031 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia, gleich 0,0038 wasserfreie
phosphorsaure Ammon-Magnesia. Also war 1 Thl. in 44600 Thln. der
Flüssigkeit gelöst.
33. $Löslichkeit der basisch phosphorsauren Ammon-Magnesia in
Salmiak enthaltendem Wasser$ (zu §. 53. b.).
Frisch gefälltes, völlig ausgewaschenes Salz wurde mit einer 1 Salmiak
auf 5 Wasser enthaltenden Lösung kalt digerirt. 18,4945 Grm. des
Filtrats hinterliessen 0,0020 pyrophosphorsaure Magnesia, entsprechend
0,00245 Doppelsalz. Also löst sich 1 Thl. desselben in 7548 Thln.
34. $Löslichkeit der basisch phosphorsauren Ammon-Magnesia in Salmiak
und Ammon enthaltendem$ Wasser (zu §. 53. b.).
Frisch gefälltes, wohl ausgewaschenes Salz wurde mit einer 1 Salmiak auf
7 ammonhaltiges Wasser enthaltenden Lösung kalt digerirt. 23,1283 Lösung
hinterliessen 0,0012 pyrophosphorsaure Magnesia, entsprechend 0,00148
Doppelsalz, 1 Thl. bedarf also 15627 Thle.
35. $Verhalten saurer Lösungen von pyrophosphorsaurer Magnesia zu
Ammon$ (zu §. 53. c.).
0,3985 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia wurden mehrere Stunden in der
Wärme mit concentrirter Schwefelsäure behandelt. Dieselbe wirkte nicht
bemerklich ein. Erst nachdem etwas Wasser zugesetzt war, löste sich der
Niederschlag. Die längere Zeit erhitzte Flüssigkeit lieferte bei Zusatz
von überschüssigem Ammon einen ganz krystallinischen Niederschlag. Nach
18 Stunden wurde filtrirt. Erhalten wurde 0,3805 Grm. pyrophosphorsaure
Magnesia, d. i. 95,48 Proc. -- Im Filtrat gab phosphorsaures Natron
einen geringen Niederschlag, welcher 0,0150 Grm. pyrophosphorsaure
Magnesia, d. i. 3,76 Proc. lieferte.
0,3565 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia wurden in 3 Grm. Salpetersäure
von 1,200 specif. Gewicht gelöst, erhitzt, verdünnt und mit Ammon
gefällt. Wiedererhalten wurden 0,3485 Grm. pyrophosphorsaure Magnesia,
d. i. 98,42 Proc., -- 0,4975 Grm. wurden mit 7,6 Grm. derselben
Salpetersäure auf gleiche Weise behandelt. Wiedererhalten wurden 0,4935
Grm., d. i. 99,19 Proc.
0,786 Grm. auf gleiche Weise mit 16,2 Grm. Salpetersäure behandelt,
lieferten 0,7765 Grm., d. i. 98,79 Proc.
Demnach:
_Verhältniss der_ PO_{5}, 2MgO _zur Salpetersäure_.
Wiedererhalten. Verlust.
1 : 9 98,42 Proc. 1,58
1 : 15 99,19 " 0,81
1 : 20 98,79 " 1,21