18. $Löslichkeit des Kieselfluorbaryums in Wasser$ (zu §. 50. c.).

a. Frisch gefälltes, vollständig ausgewaschenes Kieselfluorbaryum wurde

mit Wasser unter häufigem Umschütteln 4 Tage hindurch kalt digerirt. --

Das Filtrat gab mit verdünnter Schwefelsäure sogleich, mit Gypslösung

nach 1 bis 2 Secunden sehr sichtbare Trübungen, und nach einigem Stehen

Niederschläge. 84,82 Grm. desselben hinterliessen 0,0223 Grm. scharf

getrockneten Rückstand, also erforderte 1 Thl. Salz 3802 Thle. Wasser.

b. Frisch gefälltes Kieselfluorbaryum von anderer Bereitung wurde mit

Wasser zum Kochen erhitzt und die Lösung erkalten gelassen (wobei

sich gelöst gewesenes Salz ausschied). Die mit dem ungelösten Salz

alsdann noch lange kalt in Berührung gelassene Flüssigkeit zeigte zu

Gypssolution dasselbe Verhalten wie die in a. genannte. 84,82 Grm.

hinterliessen 0,0250. -- Demnach erforderte 1 Thl. Salz 3392 Thle.

Wasser.

19. $Löslichkeit des Kieselfluorbaryums in Salzsäure enthaltendem

Wasser$ (zu §. 50. c.).

a. Frisch gefälltes reines Kieselfluorbaryum wurde mit Wasser, welches

mit Salzsäure angesäuert war, 3 Wochen lang unter häufigem Umschütteln

kalt digerirt. Das Filtrat gab mit Schwefelsäure einen ziemlich starken

Niederschlag. 84,82 Grm. hinterliessen 0,1155 Grm. scharf getrockneten

Rückstand. Rechnet man denselben als Kieselfluorbaryum, so kommen auf 1

Thl. 733 Thle. Flüssigkeit.

b. Frisch gefälltes reines Kieselfluorbaryum wurde mit Wasser, welches

ganz wenig Salzsäure enthielt, zum Kochen erhitzt. Auf 12° erkaltet,

hinterliessen 84,82 Grm. des Filtrats 0,1322 Grm. Rückstand. Verhältniss

wie 1 : 640.

NB. Die Lösung in Salzsäure erfolgt nicht ohne Zersetzung, wenigstens

enthielt der Rückstand, auch nach dem Glühen, ziemlich viel

Chlorbaryum.

20. $Löslichkeit des schwefelsauren Strontians in Wasser$

(zu §. 51. a.).

a. _Von_ 14°.

84,82 Grm. durch viertägige Digestion von frisch niedergeschlagenem

schwefelsauren Strontian mit Wasser bei gewöhnlicher Temperatur

bereitete Lösung hinterliessen 0,0123 Grm. schwefelsauren Strontian,

also löst sich 1 Thl. SrO, SO_{3} in 6895 Thln. Wasser.

b. _Von_ 100°.

84,82 Grm. durch mehrstündiges Kochen von frisch gefälltem

schwefelsauren Strontian mit Wasser bereitete Lösung hinterliessen

0,0088 Grm., also löst sich 1 Thl. SrO, SO_{3} in 9638 Thln. kochenden

Wassers.

21. $Löslichkeit des schwefelsauren Strontians in Salzsäure und

Schwefelsäure enthaltendem Wasser$ (zu §. 51. a.).

a. 84,82 Grm. durch dreitägige Digestion bereitete Lösung hinterliessen

0,0077 Grm. SrO, SO_{3}.

b. 42,41 Grm. durch viertägige Digestion bereitete Lösung hinterliessen

0,0036 Grm.

c. Reiner kohlensaurer Strontian wurde in überschüssiger Salzsäure

gelöst, die Lösung mit überschüssiger Schwefelsäure gefällt und 14 Tage

in der Kälte stehen gelassen. 84,82 Grm. des Filtrats hinterliessen

0,0066 Grm.

Nach a. bedarf 1 Thl. SrO, SO_{3} 11016 Thle.

" b. " 1 Thl. " " 11780 Thle.

" c. " 1 Thl. " " 12791 Thle.

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Mittel 11862.

22. $Löslichkeit des kohlensauren Strontians in kaltem Wasser$

(zu §. 51. b.).

Frisch gefällter, völlig ausgewaschener SrO, CO_{2} wurde mit

destillirtem Wasser unter häufigem Umschütteln einige Tage lang kalt

digerirt. 84,8200 Lösung hinterliessen abgedampft 0,0047 geglühten

Rückstand. 1 Thl. erfordert somit 18045 Thle. Wasser zur Lösung.

23. $Löslichkeit des kohlensauren Strontians in Wasser, welches

Ammon und kohlensaures Ammon enthält$ (zu §. 51. b.).

Eine andere Portion des in 18. genannten kohlensauren Strontians wurde

4 Wochen lang mit der genannten Flüssigkeit wie in Nro. 22. digerirt.

84,82 Grm. hinterliessen 0,0015 Grm. SrO, CO_{2}, also erfordert 1 Thl.

56545 Thle.

Fällt man Chlorstrontiumlösung mit kohlensaurem Ammon und Ammon nach

§. 80. 2. a., so wird das Filtrat nach Zusatz von Alkohol durch

Schwefelsäure nicht getrübt.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 709 / 749 题