a. Frisch gefälltes, vollständig ausgewaschenes Kieselfluorbaryum wurde
mit Wasser unter häufigem Umschütteln 4 Tage hindurch kalt digerirt. --
Das Filtrat gab mit verdünnter Schwefelsäure sogleich, mit Gypslösung
nach 1 bis 2 Secunden sehr sichtbare Trübungen, und nach einigem Stehen
Niederschläge. 84,82 Grm. desselben hinterliessen 0,0223 Grm. scharf
getrockneten Rückstand, also erforderte 1 Thl. Salz 3802 Thle. Wasser.
b. Frisch gefälltes Kieselfluorbaryum von anderer Bereitung wurde mit
Wasser zum Kochen erhitzt und die Lösung erkalten gelassen (wobei
sich gelöst gewesenes Salz ausschied). Die mit dem ungelösten Salz
alsdann noch lange kalt in Berührung gelassene Flüssigkeit zeigte zu
Gypssolution dasselbe Verhalten wie die in a. genannte. 84,82 Grm.
hinterliessen 0,0250. -- Demnach erforderte 1 Thl. Salz 3392 Thle.
Wasser.
19. $Löslichkeit des Kieselfluorbaryums in Salzsäure enthaltendem
Wasser$ (zu §. 50. c.).
a. Frisch gefälltes reines Kieselfluorbaryum wurde mit Wasser, welches
mit Salzsäure angesäuert war, 3 Wochen lang unter häufigem Umschütteln
kalt digerirt. Das Filtrat gab mit Schwefelsäure einen ziemlich starken
Niederschlag. 84,82 Grm. hinterliessen 0,1155 Grm. scharf getrockneten
Rückstand. Rechnet man denselben als Kieselfluorbaryum, so kommen auf 1
Thl. 733 Thle. Flüssigkeit.
b. Frisch gefälltes reines Kieselfluorbaryum wurde mit Wasser, welches
ganz wenig Salzsäure enthielt, zum Kochen erhitzt. Auf 12° erkaltet,
hinterliessen 84,82 Grm. des Filtrats 0,1322 Grm. Rückstand. Verhältniss
wie 1 : 640.
NB. Die Lösung in Salzsäure erfolgt nicht ohne Zersetzung, wenigstens
enthielt der Rückstand, auch nach dem Glühen, ziemlich viel
Chlorbaryum.
20. $Löslichkeit des schwefelsauren Strontians in Wasser$
(zu §. 51. a.).
a. _Von_ 14°.
84,82 Grm. durch viertägige Digestion von frisch niedergeschlagenem
schwefelsauren Strontian mit Wasser bei gewöhnlicher Temperatur
bereitete Lösung hinterliessen 0,0123 Grm. schwefelsauren Strontian,
also löst sich 1 Thl. SrO, SO_{3} in 6895 Thln. Wasser.
b. _Von_ 100°.
84,82 Grm. durch mehrstündiges Kochen von frisch gefälltem
schwefelsauren Strontian mit Wasser bereitete Lösung hinterliessen
0,0088 Grm., also löst sich 1 Thl. SrO, SO_{3} in 9638 Thln. kochenden
Wassers.
21. $Löslichkeit des schwefelsauren Strontians in Salzsäure und
Schwefelsäure enthaltendem Wasser$ (zu §. 51. a.).
a. 84,82 Grm. durch dreitägige Digestion bereitete Lösung hinterliessen
0,0077 Grm. SrO, SO_{3}.
b. 42,41 Grm. durch viertägige Digestion bereitete Lösung hinterliessen
0,0036 Grm.
c. Reiner kohlensaurer Strontian wurde in überschüssiger Salzsäure
gelöst, die Lösung mit überschüssiger Schwefelsäure gefällt und 14 Tage
in der Kälte stehen gelassen. 84,82 Grm. des Filtrats hinterliessen
0,0066 Grm.
Nach a. bedarf 1 Thl. SrO, SO_{3} 11016 Thle.
" b. " 1 Thl. " " 11780 Thle.
" c. " 1 Thl. " " 12791 Thle.
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Mittel 11862.
22. $Löslichkeit des kohlensauren Strontians in kaltem Wasser$
(zu §. 51. b.).
Frisch gefällter, völlig ausgewaschener SrO, CO_{2} wurde mit
destillirtem Wasser unter häufigem Umschütteln einige Tage lang kalt
digerirt. 84,8200 Lösung hinterliessen abgedampft 0,0047 geglühten
Rückstand. 1 Thl. erfordert somit 18045 Thle. Wasser zur Lösung.
23. $Löslichkeit des kohlensauren Strontians in Wasser, welches
Ammon und kohlensaures Ammon enthält$ (zu §. 51. b.).
Eine andere Portion des in 18. genannten kohlensauren Strontians wurde
4 Wochen lang mit der genannten Flüssigkeit wie in Nro. 22. digerirt.
84,82 Grm. hinterliessen 0,0015 Grm. SrO, CO_{2}, also erfordert 1 Thl.
56545 Thle.
Fällt man Chlorstrontiumlösung mit kohlensaurem Ammon und Ammon nach
§. 80. 2. a., so wird das Filtrat nach Zusatz von Alkohol durch
Schwefelsäure nicht getrübt.