a. Geglühtes reines schwefelsaures Kali mit absolutem Alkohol unter
häufigem Schütteln einige Tage kalt digerirt, lieferte ein Filtrat,
welches, mit Wasser verdünnt und mit Chlorbaryum versetzt, am Anfang
völlig klar blieb und erst nach längerer Zeit ein schwaches Opalisiren
zeigte. Beim Abdampfen zur Trockne blieb ein sehr geringer, aber
immerhin deutlich auf Schwefelsäure reagirender Rückstand.
b. Dasselbe Salz in gleicher Weise unter Zusatz von etwas reiner
concentrirter Schwefelsäure behandelt, lieferte ein Filtrat, welches, in
Platin verdampft, einen ganz deutlichen, feuerbeständigen Rückstand von
schwefelsaurem Kali hinterliess.
7. $Verhalten des Chlorkaliums an der Luft und beim Erhitzen$
(§. 47. c.).
0,9727 Grm. geglühtes (nicht geschmolzenes) reines Chlorkalium verloren,
10 Minuten in einem offenen Platinschälchen in dunkler Rothglühhitze
erhalten, 0,0007 Grm., -- weitere 10 Minuten bei derselben Temperatur
erhalten, blieb das Gewicht völlig gleich. -- Zum hellen Rothglühen
erhitzt, bis halb geschmolzen, nahm das Salz um 0,0009 Grm. weiter ab,
-- sehr stark geglüht, bis ganz geschmolzen, verlor es weitere 0,0034
Grm. -- An der Luft stehend hatte dasselbe nach 18 Stunden an Gewicht
nicht im mindesten zugenommen.