Löse etwa 1 Grm. Ferridcyankalium und etwa ebensoviel Ferrocyankalium
in 100 C.C. Wasser. Bestimme in 20 C.C. das Ferrocyan-, und in 20 weiteren
das Ferridcyankalium nach §. 198.
[166] Zur Bestimmung des Ferridcyans ist in meinem Laboratorium noch
eine zweite Methode von Herrn $Lenssen$ ermittelt worden,
welche ebenfalls sehr gute Resultate giebt. Sie beruht auf der
Thatsache, dass, wenn man Ferridcyankalium, Jodkaliumlösung und
Salzsäure zusammenbringt, sich für jedes Aeq. Ferridcyankalium
(4119) 1 Aeq. Jod (1586) ausscheidet (Cfdy, H_{3}) + JH = 2(Cfy,
H_{2}) + J. Bestimmt man nun das Jod nach $Bunsen$, so erfährt
man die Menge des Ferridcyankaliums mit grosser Genauigkeit. In
vier Versuchen erhielt Herr $Lenssen$ 99,22, -- 101,7, -- 102,1
-- 100,5 statt 100.
43. $Darstellung der zu den Bunsen'schen Jodbestimmungen
erforderlichen Lösungen.$
Verfahren siehe §. 114. Anhang. Der Gehalt der Jodlösung ist mittelst
sauren chromsauren Kalis zu ermitteln.