Derselbe soll ganz vollständig analysirt werden.
Die reinen Krystalle zerreibe im Porzellanmörser und presse sie zwischen
Fliesspapier.
a. _Bestimmung des Krystallwassers._ Wäge eine Kugelröhre leer,
bringe soviel Kupfervitriol in die Kugel, dass dieselbe halb gefüllt
ist[164], wäge sie wieder, lege sie quer durch ein Luftbad, in dessen
Wänden Oeffnungen sind (S. 39), verbinde das eine Ende mit einer
Chlorcalciumröhre, das andere mit einem Aspirator, erhitze auf 120-140°
und lasse das Wasser des Aspirators langsam abfliessen. Wenn bei dieser
Temperatur kein Wasser mehr entweicht, und wiederholte Wägungen der
Kugelröhre constante Resultate geliefert haben, ist die Gewichtsabnahme
der Kugelröhre gleich dem Krystallwasser des Kupfervitriols.
[164] Das Füllen geschieht, indem man in den einen Röhrenansatz einen
mit Papier umwickelten Glasstab bis zur Kugel einschiebt, dann
durch die andere Röhre einfüllt. Nachdem man die Kugelröhre
wieder in wagerechte Richtung gebracht und aufgeklopft hat,
zieht man den Glasstab heraus und reinigt die Röhrenansätze,
wenn nöthig, mittelst einer Federfahne.
b. _Bestimmung des Halhydratwassers._ Setze denselben Versuch weiter
fort, während die Temperatur auf 250-260° erhalten wird. Die hierbei
erfolgende Gewichtsabnahme giebt die Menge des fester gebundenen
Halhydratwassers an.
c. _Bestimmung der Schwefelsäure._ In einer neuen Portion des
Kupfervitriols (etwa 1,5 Grm.) bestimme die Schwefelsäure nach §. 105.
I. 1.
d. _Bestimmung des Kupferoxyds._ In etwa 1,5 Grm. bestimme das
Kupferoxyd nach §. 95. 1. a. [Greek: a].
CuO 496,0 39,68 31,83
SO_{3} 500,0 40,00 32,08
HO 112,5 9,00 7,22
4 aq. 450,0 36,00 28,87
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1558,5 124,68 100,00.