a. _Der ersten Gruppe_:
[Greek: a]. Man reducirt die Chromsäure nach I. und trennt Chromoxyd und
Alkalien nach §. 123.
[Greek: b]. Chromsaures Ammon führt man durch vorsichtiges Glühen in
Chromoxyd über.
b. _Der zweiten Gruppe_:
[Greek: a]. Man schmelzt die Verbindung mit 4 Theilen kohlensauren
Natronkalis. Beim Behandeln mit heissem Wasser bleiben die alkalischen
Erden im kohlensauren Zustande zurück, die Chromsäure kommt an Alkali
gebunden in Lösung. Erstere können, da sie Alkali enthalten, nicht
geradezu gewogen werden, letztere bestimmt man nach I.
[Greek: b]. Man löst in Salzsäure, reducirt die Chromsäure nach I. a.
und trennt Chromoxyd und alkalische Erde nach §. 124.
c. _Der dritten Gruppe_:
[Greek: a]. $Von Thonerde.$
Man fällt aus der Lösung die Thonerde durch Ammon oder kohlensaures
Ammon (§. 83), im Filtrat bestimmt man die Chromsäure nach I.
(Vergleiche auch §. 125).
[Greek: b]. $Von Chromoxyd.$
aa. $Man hat in Lösung.$ Man fällt die Chromsäure nach I. a. [Greek: b]
oder nach I. b. und trennt im Filtrat Chromoxyd und Quecksilberoxydul,
beziehungsweise Bleioxyd nach §. 130.
bb. $Man hat in unlöslicher Verbindung$ (als neutrales chromsaures
Chromoxyd). Man glüht, der Rückstand ist Oxyd, der Verlust Sauerstoff,
aus welchem die Chromsäure zu berechnen.
cc. (Nach $Vohl$.) Man bestimmt zuerst die Kohlensäure, welche die
Verbindung, so wie sie ist, aus Oxalsäure entwickelt, alsdann behandelt
man die Flüssigkeit, besser noch eine neu abgewogene zweite Portion, wie
ein Oxydsalz (§. 84) und prüft wieder. Aus dem zweiten Versuch ergiebt
sich das Chrom im Ganzen, aus dem ersten das als Chromsäure vorhandene,
aus der Differenz das Oxyd. -- In ähnlicher Weise lassen sich Oxyd und
Säure auch
dd. $durch Maassanalyse$ neben einander bestimmen (§. 84).
d. _Der vierten Gruppe_:
[Greek: a]. Man verfährt wie in b. [Greek: a]. angegeben. Die Metalle
bleiben beim Behandeln der geschmolzenen Masse als Oxyde zurück. --
Sollte diese Methode auf Mangan angewendet werden, so müsste man die
Schmelzung in einer Kugelröhre in einem Strome von kohlensaurem Gas
vornehmen.
[Greek: b]. Man reducirt die Chromsäure nach I. a. und trennt das
Chromoxyd von den fraglichen Metallen nach §. 128.
e. _Der fünften und sechsten Gruppe_:
[Greek: a]. Man fällt die mit freier Säure versetzte Lösung mit
Schwefelwasserstoff. -- Die Metalle der 5. und 6. Gruppe werden nebst
freiem Schwefel gefällt (§. 91 bis §. 102), die Chromsäure wird
reducirt. Man fällt das Oxyd im Filtrat nach I. a.
[Greek: b]. Chromsaures Bleioxyd zerlegt man zweckmässig durch
Erhitzen mit Salzsäure und etwas Alkohol, und Trennen des entstandenen
Chlorbleies vom gebildeten Chromchlorür durch Alkohol (vergl. §. 130).
Man versäume nicht, die alkoholische Lösung mit Schwefelsäure zu prüfen.
Entsteht hierdurch ein Niederschlag von schwefelsaurem Bleioxyd, so ist
derselbe abzufiltriren, zu wägen und in Rechnung zu bringen.
§. 105.