Man verwandelt in

$Gold$:

a. _durch Glühen_: Sämmtliche Verbindungen des Goldes, in welchen

keine an und für sich fixe Säure enthalten ist.

b. _durch Fällung als Gold_: Alle Verbindungen ohne Ausnahme, bei

denen a. sich nicht anwenden lässt.

c. _durch Fällung als Schwefelgold_: Goldverbindungen, wenn sie sich

mit gewissen anderen Metallen in einer Lösung befinden, behufs der

Scheidung.

_Bestimmung als metallisches Gold._

a. Durch Glühen.

Man erhitzt in einem bedeckten Porzellan- oder Platintiegel anfangs sehr

gelinde, zuletzt zum Glühen und wägt das rückbleibende reine Gold. --

Eigenschaften des Rückstandes §. 67. Resultate höchst genau.

b. Durch Fällung als Gold.

[Greek: a]. Ist die Goldlösung frei von Salpetersäure, so versetzt man

sie mit etwas Salzsäure, sofern sie noch keine solche im freien Zustande

enthält, fügt eine klare Auflösung von schwefelsaurem Eisenoxydul im

Ueberschuss zu, erwärmt gelinde ein paar Stunden hindurch, bis sich

das gefällte feine Goldpulver abgesetzt hat, filtrirt, wäscht aus,

trocknet und glüht nach §. 35. Die Fällung nimmt man am besten in einer

Porzellanschale vor, weil man aus einer solchen das schwere feine Pulver

leichter abspülen kann, als aus einem Becherglase. -- Die Genauigkeit

der Resultate hängt lediglich von der Sorgfalt bei der Ausführung ab,

denn Fehlerquellen hat die Methode nicht.

[Greek: b]. Enthält die Goldlösung Salpetersäure, so dampft man sie

unter von Zeit zu Zeit erneutem Zusatze von Salzsäure im Wasserbade bis

zur Syrupconsistenz ab, nimmt den Rückstand mit Salzsäure enthaltendem

Wasser auf und verfährt mit der Lösung nach [Greek: a]. Sollte sich der

Rückstand nicht klar lösen, d. h. sollte Goldpulver ungelöst bleiben,

herrührend von in Chlorür und Gold zerlegtem Chlorid, so ändert dies das

Verfahren in keiner Weise.

[Greek: c]. In Fällen, in welchen man kein Eisen in das Filtrat zu

bekommen wünscht, reducirt man das Gold mit Oxalsäure in folgender

Weise. Man versetzt die, nöthigenfalls von Salpetersäure nach [Greek:

b]. befreite, in einem Becherglase befindliche Lösung mit oxalsaurem

Ammon im Ueberschuss, fügt etwas Salzsäure hinzu, falls solche noch

nicht zugegen sein sollte, und stellt das Glas, mit einer Glasplatte

bedeckt, zwei Tage an einen mässig warmen Ort. Nach dieser Zeit

findet sich alles Gold in gelben Blättchen ausgeschieden, welche man

abfiltrirt, wäscht, trocknet und glüht.

c. Durch Fällung als Schwefelgold.

Man leitet in die verdünnte Lösung Schwefelwasserstoff im Ueberschuss,

filtrirt den Niederschlag ohne zu erwärmen rasch ab und glüht ihn nach

dem Auswaschen und Trocknen in einem Porzellan- oder Platintiegel.

Eigenschaften des Niederschlages §. 67. -- Fehlerquellen keine.

§. 99.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 295 / 749 题