2. _Indirecte Bestimmung nach_ $Fuchs$ (Journ. f. prakt. Chem. 17. 160).

Dieselbe beruht darauf, dass gelöstes Eisenchlorid, mit metallischem

Kupfer gekocht, zu Eisenchlorür wird, während sich eine entsprechende

Menge Kupfer als Chlorür auflöst (Fe_{2}Cl_{3} + 2Cu = 2FeCl + Cu_{2}Cl).

Kennt man somit die Menge des aufgelösten Kupfers, so lässt sich daraus

die des Eisens mit Leichtigkeit berechnen, indem je 1 Aeq. gelöstes

Kupfer (396) einem Aeq. Eisen (350) oder einem halben Aeq. Eisenoxyd

(500) entspricht.

Man bringt die auf ihren Eisengehalt zu prüfende Substanz zunächst in

der Art in Lösung, dass alles Eisen als Chlorid vorhanden ist. Die

Salzsäure muss stark vorwalten, damit das sich bildende Kupferchlorür

in Lösung bleibt. Sollte sich ein Theil des Eisens als Chlorür gelöst

haben, so setzt man Chlorwasser oder chlorsaures Kali zu, um es in

Chlorid überzuführen, und kocht sodann im schiefliegenden Kolben, bis

alles freie Chlor oder alle zweifach chlorsaure chlorige Säure entwichen

ist. -- Salpetersäure darf zur Oxydation des Oxyduls nicht angewendet

werden. -- Sollte bei Auflösung der Substanz ein unlöslicher Rückstand

(Thon, Kieselsäure) geblieben sein, so braucht man deshalb nicht

abzufiltriren. --

Man verdünnt nun die Auflösung mit heissem Wasser, so dass der

Kolben mehr als zur Hälfte angefüllt ist, bringt blank gescheuertes,

eisenfreies, genau gewogenes, nicht zu dünnes Kupferblech, in Streifen

von etwa 6 Cm. Länge und 2 Cm. Breite, in hinlänglicher Menge hinein

(hat man 2-3 Grm. Eisenoxyd in Lösung, so nimmt man 15-20 Grm. Kupfer),

verschliesst den Kolben mit einem Korke, welcher eine Glasröhre von

nicht zu grossem Durchmesser enthält, legt den Kolben schief und

jedenfalls so, dass das Kupfer sich ganz unter der Flüssigkeit befindet,

und bringt die Flüssigkeit rasch zum Sieden.

Die Lösung ändert bald ihre Farbe, sie erscheint erst dunkelbraun,

hellt sich allmälig auf und wird endlich blassgrün. Aendert sich die

Farbe nicht mehr weiter, so verschliesst man die Glasröhre mit etwas

Wachs oder einem Kautschukröhrchen, in dessen einem Ende ein Stückchen

Glasstab steckt, lässt etwas erkalten, füllt den Kolben mit heissem

Wasser, giesst die Flüssigkeit ab, füllt den Kolben nochmals mit heissem

Wasser, giesst wieder ab, nimmt das Kupfer heraus, spült es erst mit

etwas verdünnter Salzsäure, dann mit Wasser gut ab, legt und wendet es

auf Fliesspapier, ohne es aber zu reiben (der dunkle Ueberzug, welchen

es zuweilen zeigt, darf nicht entfernt werden), trocknet es an einem

warmen Orte und wägt es.

Die angegebenen Regeln müssen wohl eingehalten werden, wenn man genaue

Resultate erhalten will.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 249 / 749 题