Die Jodwasserstoffsäure bestimmt man in der Kegel als $Jodsilber$,
zuweilen als $Palladiumjodür$.
a. Das _Jodsilber_ stellt, auf nassem Wege erhalten, einen hellgelben,
in Wasser und verdünnter Salpetersäure unlöslichen, in Ammon kaum
löslichen Niederschlag dar. Chlor zerlegt es auf nassem wie trocknem
Wege. Heisse concentrirte Salpetersäure und Schwefelsäure verwandeln
es etwas schwierig unter Austreibung des Jods in die entsprechenden
Silberoxydsalze. -- Am Lichte schwärzt sich das Jodsilber. Beim Erhitzen
schmilzt es ohne Zersetzung zu einer röthlichen Flüssigkeit, welche beim
Erkalten zu einer gelben schneidbaren Masse erstarrt. Von Zink wird es
bei Gegenwart von Wasser unter Abscheidung metallischen Silbers und
Bildung von Zinkjodür zerlegt.
Zusammensetzung:
Ag 1349,66 107,97 45,98
J 1586,00 126,88 54,02
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2935,66 234,85 100,00
b. Das durch Fällung eines Jodalkalimetalls mit Palladiumchlorür
erhaltene _Palladiumjodür_ stellt einen dunkel braunschwarzen, flockigen
Niederschlag dar. Derselbe löst sich nicht in Wasser, ein wenig in
Salzlösungen (Kochsalz, Chlormagnesium, Chlorcalcium etc.), nicht in
verdünnter Salzsäure. An der Luft ist derselbe unveränderlich, an der
Luft getrocknet enthält er 1 Aeq. Wasser = 5,05 Procent. Anhaltend
im Vacuum oder bei höherer Temperatur (70-80°) getrocknet, verliert
derselbe sein Wasser vollständig ohne Jodverlust. Bei 100° getrocknet,
verliert er eine Spur, bei 300-400° alles Jod. Mit heissem Wasser kann
er gewaschen werden, ohne Jod zu verlieren.
Zusammensetzung:
Pd 665,48 53,24 29,57
J 1586,00 126,88 70,43
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2251,48 180,12 100,00