3. $Jodwasserstoffsäure.$

Die Jodwasserstoffsäure bestimmt man in der Kegel als $Jodsilber$,

zuweilen als $Palladiumjodür$.

a. Das _Jodsilber_ stellt, auf nassem Wege erhalten, einen hellgelben,

in Wasser und verdünnter Salpetersäure unlöslichen, in Ammon kaum

löslichen Niederschlag dar. Chlor zerlegt es auf nassem wie trocknem

Wege. Heisse concentrirte Salpetersäure und Schwefelsäure verwandeln

es etwas schwierig unter Austreibung des Jods in die entsprechenden

Silberoxydsalze. -- Am Lichte schwärzt sich das Jodsilber. Beim Erhitzen

schmilzt es ohne Zersetzung zu einer röthlichen Flüssigkeit, welche beim

Erkalten zu einer gelben schneidbaren Masse erstarrt. Von Zink wird es

bei Gegenwart von Wasser unter Abscheidung metallischen Silbers und

Bildung von Zinkjodür zerlegt.

Zusammensetzung:

Ag 1349,66 107,97 45,98

J 1586,00 126,88 54,02

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2935,66 234,85 100,00

b. Das durch Fällung eines Jodalkalimetalls mit Palladiumchlorür

erhaltene _Palladiumjodür_ stellt einen dunkel braunschwarzen, flockigen

Niederschlag dar. Derselbe löst sich nicht in Wasser, ein wenig in

Salzlösungen (Kochsalz, Chlormagnesium, Chlorcalcium etc.), nicht in

verdünnter Salzsäure. An der Luft ist derselbe unveränderlich, an der

Luft getrocknet enthält er 1 Aeq. Wasser = 5,05 Procent. Anhaltend

im Vacuum oder bei höherer Temperatur (70-80°) getrocknet, verliert

derselbe sein Wasser vollständig ohne Jodverlust. Bei 100° getrocknet,

verliert er eine Spur, bei 300-400° alles Jod. Mit heissem Wasser kann

er gewaschen werden, ohne Jod zu verlieren.

Zusammensetzung:

Pd 665,48 53,24 29,57

J 1586,00 126,88 70,43

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2251,48 180,12 100,00

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 177 / 749 题