_Bereitung._ Man stellt sich zuerst auf die in der Anl. zur qual. An.
angegebene Art aus käuflichem krystallisirten kohlensauren Natron
Natronlauge dar, ermittelt ihr specif. Gew., löscht mit einer gewogenen
Quantität besten kaustischen Kalk und zwar eine solche Menge, dass auf
1 Theil in der verbrauchten Lauge enthaltenen Natronhydrats 2 Theile
wasserfreier Aetzkalk kommen, verdampft in einem eisernen Gefässe zur
Trockne, erhitzt den Rückstand in einem hessischen Tiegel, erhält einige
Zeit im schwachen Glühen, zerreibt die noch warme Masse zu ziemlich
feinem Pulver und hebt dies in einem wohlverschlossenen Glase auf.
_Prüfung._ Der Natron-Kalk darf, mit überschüssiger Salzsäure
übergossen, nicht zu sehr brausen, und namentlich, mit reinem Zucker
gemischt und zum Glühen erhitzt, kein Ammoniak entwickeln.
_Anwendung._ Er dient zur Analyse der stickstoffhaltigen organischen
Körper. Die Theorie der Einwirkung auf dieselben wird unten erklärt
werden.