Man gebraucht dasselbe in der quantitativen Analyse erstlich zur
Austreibung und Bestimmung der Borsäure. Zu diesem Zwecke kann nur
völlig reiner, kieselsäurefreier Flussspath (wie der von Derbyshire)
angewendet werden. Ausserdem braucht man unreineren Flussspath zur
Entwicklung von Fluorwasserstoffsäure behufs der Zerlegung von Silicaten.
_Prüfung._ Man überzeugt sich im Zweifelsfalle am sichersten von
der Reinheit des Flussspathes durch eine Analyse desselben, d. h.
durch wiederholte Behandlung einer gewogenen Menge des höchst fein
gepulverten Flussspathes mit reiner concentrirter Schwefelsäure in einem
Platintiegel bei gelinder, allmälig zum Glühen gesteigerter Hitze, bis
das Gewicht des Rückstandes constant bleibt. Erhält man die berechnete
Menge Gyps, so ist der Flussspath rein.