in
Danzig-Königsthal.
[Illustration]
Danzig.
Verlag und Druck von A. W. Kafemann G. m. b. H.
1913
Vorwort.
Die vorliegende Schrift will in erster Linie den angehenden
Blindenlehrern eine Übersicht ihres reichen Arbeitsgebietes geben.
Zu dem Zwecke ist versucht worden, den Blinden in seiner Eigenart zu
kennzeichnen und hieraus die Grundsätze für seine Erziehung und seinen
Unterricht abzuleiten. Ein Eingehen auf Spezialfragen methodischer Art
wurde vermieden, um dem jungen Lehrer die wichtige und interessante
Aufgabe: Anwendung der allgemeinen Gesichtspunkte auf die methodische
Gestaltung des Bildungsstoffes, nicht zu verkürzen.
Ich hoffe, daß die Schrift den Blindenlehrern auch bei der Vorbereitung
auf die Fachprüfungen gute Dienste leisten wird. Für ein weitergehendes
Studium gibt die bei den einzelnen Kapiteln angeführte Literatur
die nötigen Fingerzeige, desgleichen das im Anhange gegebene
Verzeichnis wichtiger Fachschriften und endlich die Zusammenstellung
bedeutungsvoller Abhandlungen aus den bisher erschienenen 32 Jahrgängen
des „Blindenfreundes“.
Über den engeren Kreis der Fachgenossen hinaus dürfte das Werk auch
den Landes- und Kommunalbehörden und allen, denen das Wohl der Blinden
am Herzen liegt, manchen Aufschluß über ihre Schutzbefohlenen und
manche Anregung für eine ersprießliche Tätigkeit auf dem Gebiete der
Blindenbildung und der Blindenfürsorge geben.
Der Provinzialverwaltung der Provinz Westpreußen, durch deren
tatkräftige Förderung die Herausgabe des Buches erst möglich wurde,
sage ich auch an dieser Stelle meinen tiefgefühlten Dank.
+Danzig-Königsthal+, im Februar 1913.
=Fr. Zech.=
Inhalt.
=Einleitung.= Seite
1. Begriff der Blindheit 7
2. Die häufigsten Ursachen der Erblindung 8
3. Statistik des Blindenwesens 16
=I. Der Gegenstand der Erziehung: der Blinde.=
1. Einfluß der Blindheit auf die körperliche Entwickelung 22
2. Einfluß der Blindheit auf die geistige Entwickelung 27
3. Folgen der Blindheit in sozialer Beziehung 44
4. Die erste Erziehung des blinden Kindes 52
=II. Aufgaben der Blindenbildung= 58
=III. Die Blindenanstalt.=
1. Die baulichen Anlagen 67
2. Die Ausstattung der Anstalt 72
3. Die Hausordnung 84
=IV. Der Blindenlehrer= 94
=V. Die Erziehung des Zöglings= 103
=VI. Die Geistesbildung.=
1. Die physiologisch-psychologischen Grundlagen.
A. Das Tasten 112
B. Das Hören 131
2. Die Anschauung als Fundament des Blindenunterrichts 136
3. Die Bedeutung der Phantasie für die Geistesbildung 149
4. Das Gedächtnis 155
=VII. Der Unterrichtsbetrieb.=
1. Der Stundenplan 161
2. Der Lehrplan 167
3. Die Unterrichtsform 170
=VIII. Blinde mit Sehresten= 175
=IX. Schwachbefähigte Blinde= 181
=X. Taubstummblinde= 190
=XI. Berufsbildung= 196
=XII. Fürsorge= 209
=XIII. Die geschichtliche Entwickelung der Blindenbildung= 219
=Anhang.=
1. Verzeichnis von Schriften, deren Studium dem angehenden
Blindenlehrer empfohlen werden kann 236
2. Zusammenstellung bedeutungsvoller Abhandlungen aus den
vorliegenden 32 Jahrgängen des „Blindenfreundes“ 237