Wie lange habe ich mich darauf gefreut, dieses Buch anzuzeigen! Eine
erlesene Schar der Novellen Hesses, die verstreut in Zeitschriften lagen,
in einem Bande gesammelt in Händen zu halten, zu eigen zu haben wie
Hausschwalben, die ihr Nest an unserem Dache sich bauen. Es ist ein
stilles, vornehmes und unsäglich schönes Buch geworden, das man ehrfürchtig
in die Hand nimmt, ehrfürchtig aus der Hand legt, stillergriffen,
nachdenklich, voll einer Liebe zu dem Menschen, der ein so starkes, reines
Herz hat und es so lauter schenkt. Hermann Hesse bedeutet einen Gipfelpunkt
deutscher Erzählerkunst.
(Münchener Zeitung)
Wie man etwa Eduard Mörikes Gedichte lesen sollte, an einem stillen,
schönen Sommertage im Grase liegend, der Zeit und jeder Alltäglichkeit weit
entrückt, ruhevoll nur sich und dem Weben der leise schaffenden Natur
lauschend, in solcher Sonntagsstimmung sollte man Hermann Hesses neuen
Novellenband »Diesseits« lesen.
(Neue Zürcher Zeitung)