1 Die Vermutung, dass hierbei Ebrach die Vermittlerrolle gespielt habe,
liegt nahe, wenn auch von eigentlicher Nachahmung nicht die Rede
sein kann.
2 Oefters ist in der Literatur von Brandspuren am Hochschiff die Rede,
woraus gefolgert wird, dass dieses den Brand von 1185 ueberdauert
habe, also ottonisch sei. Nach Versicherung eines materialkundigen
Gewaehrsmannes ist die rote Faerbung einzelner Steine in der Tat nur
durch Erhitzung zu erklaeren. Allein diese Steine bilden keine
zusammenhaengenden Flaechen, sondern sind zwischen naturfarbenen
zerstreut. Es kann sich also nur um Benutzung einzelner Werkstuecke
aus dem abgebrochenen aelteren Bau handeln.
3 Die rechtwinklige Umrahmung mit abschliessendem Bogenfries ist neu
und so wenig organisch, dass sie schwerlich auf alte Ansaetze
zurueckgehen kann (bei Puttrich nichts davon zu erkennen).
4 Die Mauern des jetzigen Hochgadens stossen auf die Fensteroeffnungen
an der Ostseite der Tuerme.