_Stuttgart_, 25. Sept. 1835.
_Verehrtester Herr und Freund!_
Im Auftrage des Vereins, der das Denkmal Schillers besorgt, soll ich
Sie dringend bitten, uns ein kleines Blatt von Ihrer Hand für das Album
Schillers zu schicken. Der gedruckte Plan liegt bey. Der König von
Bayern und eine große Menge der ausgezeichnetsten Gelehrten und Dichter
haben uns bereits Blätter geschickt. Ihrem Herzen wäre es angemessen,
es wäre höchst edel, würde einen sehr guten Eindruck machen, und Ihnen
aufs neue viele Freunde machen, wenn Sie sich der Aufforderung nicht
entzögen, auch ein Blatt in den Denkstein Schillers niederzulegen. Ich
bitte sehr darum.
Neuerdings haben sich wieder junge ungezogene Leute aufgethan in
einem gegen Sie sehr feindseligen Geist. Ich werde diese Menschen
mit aller mir zu Gebot stehenden Energie bekämpfen und sowohl in
meinem Literaturblatt, als in der zweiten Auflage meiner „Deutschen
Literatur,“ an der jetzt gedruckt wird, Ihre Sache kräftig vertreten.