_C. v. Heygendorf_.
_Weimar_, d. 2ten Aug. 1842.
Iffland, August Wilhelm.
Geb. am 19. April 1759 zu Hannover, gest. am 22. Sept. 1814, als
Generaldirektor der Königl. Schauspiele.
Wie hart in seinen Urtheilen Tieck über diesen Mann gewesen; wie er
erst spät, in reiferem Alter, die Gerechtigkeit dem Verstorbenen
erwies, deren der _Lebende_ weder als Schauspieler, noch als
Theaterdichter, noch als gewissenhafter Führer der Bühnenleitung,
als treuer Diener seines Königes sich zu erfreuen gehabt,... das
ist bekannt.
In dem kleinen Briefchen vom 21. December 1799 liegt vielleicht der
_Keim_ zu dem giftigen Unkraut, welches ein Jahr nachher schon
üppig aufgeschossen war zwischen zwei edlen Gemüthern, die sich
sonst leicht verständiget hätten.
Sprach doch der _alte_ Tieck ungleich milder und wohlmeinender
von Ifflands Verdiensten, wie einst der _junge_ Tieck darüber
geschrieben! --
Die zwei nachfolgenden Zuschriften sind, wie wir vernehmen, bereits
in Teichmann’s Berliner Theatergeschichte abgedruckt. Sie liegen
uns in der Original-Handschrift vor. Wahrscheinlich hatte Iffland,
bevor er sie an Tieck sendete, Abschriften für die Kanzelei-Akten
vorsichtigerweise zurückbehalten.
Dem sey wie ihm wolle; wir haben darin keinen Grund gesehen, sie
hier auszulassen.