Sonntag Nacht.
Herr Tholuck, religiöse Dinge, Family Prayers, oder gar Thierquälerei,
mein edler Freund, sind Dinge die _von mir_ kommend, bei dem König
und der Königin nur Lächeln erregen müssen. Sie können denken, wie
gern ich Sie von dergleichen gern befreien möchte, aber da Briefe die
nicht an den König oder die Königin gerichtet sind, ungelesen bleiben,
da alles was man darüber mündlich vorbringt, spurlos verhallet, so
giebt es für Sie und mich nur ein Mittel der Befreiung von solchen
theologischen und thierischen Anmuthungen; das Mittel ist: Briefe zu
fordern, die man _versiegelt_ und _unterzeichnet_ übergeben
wird.
Ich lebe mit den Toten, erst B. und die Pflichten, die eine Familie von
5 Kindern mir auflegt: heute hab’ ich wieder eine Leiche: Der junge
talentvolle spanische Litterator, Enrique Gil, Verf. des Romans ~el
Sr. de~[2]....., ist heute morgen 29 Jahr alt an der Schwindsucht
hier gestorben. Ich bin morgen mit seinem Begräbniß beschäftigt. Das
sind _meine_ Beschäftigungen. Bülow’s Dedication wird gewiß dem
König angenehm sein. Der König und die Königin sind immerdar mit
_Ihnen_ liebevoll beschäftigt wie