VII.

_Donnerstag._

Hier, mein liber, haben Sie einige leere Phrasen wie man sie selbst

deutsch schreiben kann.

Der König hat den Johanniter Ritter ser freundlich, lächelnd

aufgenommen. „Wenn es Tiek gern sit, so thue ich es wohl, Sie mussen es

im aber allein noch sagen.“

Da mich die Eckardtsche Schreibart etwas genirt, so sage ich in

gewöhnlich christlicher Weise, daß König und Königin _unbändige_

Freude über Ihre so schön fortschreitende Besserung geäußert haben.

Da ich es sehr nöthig halte, den König an den Ritter zu erinnern,

und zwar schriftlich, so bitte ich Sie mir schreiben zu lassen:

ob er nicht ein Bären-Kammerherr (nach Bettina, eine heraldische

Bestie) von Anhalt-Dessau ist, ob Sie wissen wer der Vater sei oder

war? Solche Probleme sind zu lösen, wenn man nicht das Glük hat,

ein Ulahnen-Lieutenant von der Garde zu sein und nur altenglisches

Schauspiel kennt. Die Albernheiten des Lebens bannt kein königlicher

Geist.

Briefe an Ludwig Tieck (2/4) Zweiter Band · 第 85 / 358 题