Jawohl, Herr Zarncke. (Schließt das Fenster, das Geräusch hört auf)

·Marie·

_Mußtest_ du's denn anzeigen, Vaterchen?

·Zarncke·

Ja, das frag' ich mich auch. Aber ich kann mir doch nicht zu

nachtschlafender Zeit in meinen Magazinschlössern rumpulen lassen.

Womöglich noch »Schön Dank« sagen ... Hören Sie mal, Jenisch, euch

auf'm Kontor geht's ja eigentlich nischt an, aber wie denken Sie über

den alten Eichholz?

·Jenisch·

Ja, Herr Zarncke, wir meinen, er wird sich nich mehr lange halten

lassen. Als Wächter.

·Zarncke·

Na, als was denn sonst?

·Jenisch·

Das weiß ich ja nich.

·Zarncke·

Sinekuren gibt's nich bei mir auf'm Platz. Selbst mein Kanarienfritze

hat sein Geschäft. Wenn der nich singt, dreh' ich ihm den Hals um.

·Marie· (lächelnd)

Na, na.

·Zarncke·

Was ist hier zu na-na-en! (Zärtlich) Du -- hä?

·Marie· (lacht)

·Zarncke·

Der Alte hat seine dreißig Dienstjahre. Hat 's Geschäft groß werden

sehen ... Wird mir schwer! (Pause) Abends, wenn er elfe gepfiffen hat,

setzt er sich friedfertig auf einen Block, und dann sägt er los. (Ahmt

einen Schnarchton nach) Und derweilen pulen mir die Herren Einbrecher

in den Schlössern rum. Mir schwant so was, min Döchting, diese

Instituschon is nich das richtige.

·Marie· (lacht)

·Zarncke·

Also, Jenisch, ziehn Sie sich tapfer zurück.

·Jenisch· (lachend)

Adieu, Fräulein Mariechen.

·Marie·

Adieu, Herr Jenisch.

Stein unter Steinen: Schauspiel in vier Akten · 第 17 / 144 题