Jährlich folgten wesentliche Veränderungen, um sich stets die neuesten
technischen Errungenschaften zunutze zu machen. Als die Möglichkeit
der Verwendung des Strohes für die Erzeugung feiner weißer Papiere
in den sechziger Jahren immer mehr faßbare Gestalt annahm, war es
die Thodesche Papierfabrik, welche ein auf ganz neuen Grundsätzen
basierendes Verfahren der Herstellung gebleichten Strohstoffes zuerst
heranbildete. Das der Fabrik patentierte Verfahren führte sich von
Hainsberg aus schnell in vielen Fabriken Deutschlands und der Schweiz,
Österreichs und Frankreichs ein.
Von den älteren Unternehmungen, die ebenfalls eng mit der Geschichte
der heimischen Arbeit im Plauenschen Grunde verknüpft sind, seien
neben den zahlreichen Mühlenwerken, deren Anfänge freilich mehrere
Jahrhunderte weit zurückreichen und deren sogenannte »Hochmühlen«
heute mit allen modernen Müllereimaschinen ausgestattet sind, noch
die Samtfabrik der Gebrüder Berndt, Freital-Deuben, die Knielingsche
Schamottefabrik und die chemische Fabrik von Professor Reichardt,
Freital-Döhlen, erwähnt.
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