Nicht länger verberge Dein Antlitz, Herr,
Stunden meiner Angst -- jetzt
neige Dich mir und rasch
antworte gleich, rufe ich Dich auf.
Gehen meine Tage vorüber
wie der Rausch
und es verbrennen mir
die Knochen im innern Herd.
Geschlagen wurde mein Herz
und es verdorrt
wie das Gras
und ausgebrannt ist mir Gedächtnis
und ich vergaß mein Brot.
Aber ich heule mich
aus und auseinander
und es erdrückt mein Fleisch
schon die Knochen.
Ich bin ein Pelikan in der Einöde
und die Nachteule in den Ruinen
und ich wache verlassen --
ein Sperling allein auf dem Dach.
Meine Feinde schmähen mich
und höhnen meinen Namen,
denn ich aß die Asche wie das Brot
und Weinen kam in meinen Trank
vor Deiner Ungnade und Wut,
aufhobst Du mich und schleudertest
mich weit -- meine Stunden
sind wie der Schatten
wenn er verweht --,
und ich trockne ein.
Aber Du herrschest, Ewiger,
unabänderlich dauerst Du
die Zeitalter,
Du stehest auf in Mitleid,
denn es ist Zeit über Zion,
denn der Augenblick ist gekommen,
denn wir lieben diese Steine
und haben Schmerz für den Staub.
Dann werden die Völker
fürchten den Namen des Ewigen
und alle Könige der Erde
den Glanz.
Herr, wiedergebaut steht Zion
und strahlt Deinen Glanz --
Betteln die Verlassenen laut
und Du verjagst sie nicht --
melden es kommenden Geschlechtern
Dich zu loben,
Deine Erscheinung auf den
Erhöhnissen der Heiligkeit --
herabfielen Deine Augen
von den Himmeln
und du hörst das Zittern der Schuldigen
und machst los
die vor dem Tod sich neigten.
Sammeln sich alle Völker
und die Königreiche Dir zu dienen.
Er schlug ab meine Kraft unterwegs,
er kürzte meine Tage.
Herr! Nehme mich nicht heraus
aus der Mitte meiner Tage.
Deine Jahre gehen immerdar
durch die Zeitalter.
Du hast die Erde geschmolzen
wurden die Himmel
von Deinen Händen gemacht.
Sie zerfallen -- Du überwährst,
sie altern wie ein Kleid -- Du
wirfst sie fort und wechselst
sie wie ein Kleid.
Immer bist Du, Gott, Dir gleich
und Dein Jahr ist ohne Aufhör.