WINTER

Steinen die Gefühle in müder Erschrockenheit unerwartet ein,

und in der Menschen sich schließenden Brust verglasen

die Weiher. Vor dem schon immermehr dünnenden Sonnenschein

steht in geschichteten Scheiben die Luft, klirrend

und gefroren und das heiße Rasen

der Herzen hält verwirrend.

Breitet das Eis sich hart und stumm

auf Bewegen, steifen die Gedanken

und verloren, plötzlich schon alt,

fahlen Gesichter und letzte herbstrote Ranken.

Tiere in Käfigen gehen unruhig um,

werden sprachlos und kalt.

Der zerstörte Tasso: Ausgewählte Gedichte · 第 56 / 70 题