DAS BETT

Heilige Heimat,

meiner Ausgesetztheit

unbeschreibliches Gehäuse,

und nach den Umdonnerungen des Gehenden

windgestillte Zuflucht, o du

weiße Madonna der Beschützung:

Trost vor den Erschütterungen des Draußen

und seinem ungleichen, bösen Schwanken.

Trostreiche Mutter, die mich einwiegt

in Ruhe und Sammlung --,

und die sanftesten Verzückungen des Ichs,

Einkehr zu mir und Aufruf

meiner Abgeschiedenheiten schenkt.

Maßlos versplittert und angetan mit den erbärmlichsten Geschwüren

der Feinde

und den Aussätzen mitmenschlicher Berührung --

wie linderst du aufgepflanzte Wunden und Angriffe gegen mein inneres

Leben,

das nun auf ruhigen, strömenden Bahnen leise zurückkehrt,

und heilst mit den Wärmen,

Geborgenheiten

und Verschmelzungen des Schoßes

Willkür und Verzweiflung.

Das Blut aus deinen linnenduftenden Armen

übergeht in meine Verwirrungen,

kühlt fiebernde Pulse und den heroischen

Aufwand

vergeblichen Einsatzes. Du,

marienhaft,

senkst schwesterliche Rührung

und die verzeihenden Gefühle

demütiger Unerreichbarkeit

in die Flocken meines Herzens,

einst das zerstückelte wieder

zu den sanften, gesammelten und ergriffenen

Schlägen gläubiger Aufrichtung und des glückselig lächelnden

Aufblickes zu Gott.

Der zerstörte Tasso: Ausgewählte Gedichte · 第 39 / 70 题