Choral auf dem Klavier, der vergeistigten Orgel.
Sanfte Weisen des Orchesters scheinen eines Chores ausspannenden
Meergesang.
Gott ist in den Welten, geistlich Lied: die Welt,
männliches Thema, von mondenen Wolken bald umspielt und
himmelgezogen.
Sanft und leicht, leise und begeistert
ruht entscheidender Aufstieg
auf frauenhaften Schultern.
Hebt des Chores Inbrunst
entbürgerlichten Bach in die Reiche
volkloser, geistoffenbarter Musik.
Wunder,
das Pianoforte von erlauchter Überstimmenschaft,
überstrahlt feuernd der Orgel erstickendes Gleichmaß,
blendet in Farben, orange, purpur und ocker
kommen die Klänge, festliche Gestalten,
Prozessionen mit Fahnen, Weihrauch und marienhaftem Blau.
Arien der Madonna
in leise durchlichtetem Sopran
lagern, schweben schäferwolkenweiß über den Köpfen mit.
Aber Nerven und Zuckungen und
die Konfessionen ekstatischen Gefühls
verschmelzen, aus Tasten gehoben
zu lebendigem Zittern angespannte Saiten.
Kommt die Fuge, zweifach,
dreifach und vierfach in das Firmament der Klänge
und die Wölbungen der Kontrapunkte aufgebaut.
Majestätisch, gütig, schweigsam und erhaben dringt B, A, C, H
in die Führung vor, und es gehen
mild und im milden Duft der Milch
die vier Stimmen schwesternhaft
ineinander ein.
Noch einmal erbraust, aus dem erstickenden Gleichmaß der Pfeifen
gehoben,
der lebendigen, verzückt aufgespannten Saitenleiber
unbeschreibliches Schwingen,
ehe sie selig verklingend sich in der Ruhe südlicher Sonne dehnen
und das weiße Meer der Tasten
ebbt zur klaren, sanft spiegelnden Fläche.