Die Schönheit ward als Vorbild mir auf Erden
Für meinen doppelten Beruf geschenket;
In beiden Künsten sollte sie mir strahlen,
Ein Spiegel, eine Leuchte mir zu werden;
Sie ist es, die zu jenem Ziel mich lenket,
Für das ich einzig meisseln mag und malen.
O törichter, vermessener Gedanke,
Die hohe Schönheit Sinnenlust zu schelten!
Gesundem Geiste zeigt sie Himmelspfade,
Am Staube aber klebt der Blick, der kranke;
Ein reines Auge nur sieht jene Welten,
Die einzig uns erschliesst der Strahl der Gnade.